Basilikum

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. März 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Basilikum

Die Gewürzpflanze Basilikum (Ocimum basilicum) gehört zur Familie der Lippenblütler. Sie ist nicht nur in der italienischen Küche beliebt, sondern wird auch als Heilpflanze genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Basilikum wissen

Die Heimat des Basilikums liegt wahrscheinlich in Indien. Dort ist das Kraut dem indischen Gott Vishnu geweiht und wird auch heute noch medizinisch in der Tradition des Ayurvedas genutzt. Über Persien, Ägypten und Griechenland gelangte die Pflanze nach Rom. Schon seit dem 12. Jahrhundert wird Basilikum in Europa angebaut.

Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Sorten, die sich alle in Blattform, Blattfarbe, Größe und Aroma unterscheiden. Alle Pflanzen sind jedoch aufrecht wachsend. Die Wuchshöhe liegt zwischen 20 und 60 Zentimetern. Die krautigen Pflanzen können ausdauernd oder einjährig sein.

Beim Basilikum duften nicht nur die Blüten oder die Blätter, sondern alle Teile sehr aromatisch. Die Stängel und die Laubblätter sind oft von einem feinen Flaum überzogen. Die Blütezeit reicht in der Regel von Juni bis September. Die Farbe und Form der Blüten unterscheidet sich je nach Sorte.

Bedeutung für die Gesundheit

Das Basilikum ist vor allem als Gewürzpflanze bekannt und beliebt. Doch das Kraut ist auch eine Heilpflanze. Bereits Dioskurides beschrieb um 50 nach Christus die positive Wirkung des Basilikums auf die Atemwege und die Haut. Die Inhaltsstoffe des Basilikums verleihen der Pflanze eine antibakterielle, antivirale und antiseptische Wirkung. Es wirkt zudem desinfizierend und regt das Immunsystem an.

Aufgrund seiner entkrampfenden und entspannenden Eigenschaften wird Basilikum gerne in der Frauenheilkunde zur Behandlung von Menstruations- oder Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Aber auch bei Migräne leistet die Pflanze dank dieser Eigenschaften gute Dienste.

Das ätherische Öl des Basilikums zeigt seine Qualitäten besonders auf der psychischen Ebene. Es gilt auch als "Balsam der Seele". Basilikum entkrampft nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern entspannt auch den Geist. Es hilft zu entspannen und hat zudem eine aufmunternde Wirkung.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Sein unvergleichliches Aroma verdankt das Basilikum den enthaltenen ätherischen Ölen. Auch hier schwanken die Zusammensetzung und der Gehalt des Öls je nach Sorte und Herkunftsland. Hauptbestandteile des ätherischen Öls sind aber Monoterpenole.

Diese bestehen zu 80 Prozent aus Linalool. Auch Ether wie Methylchavicol, Eugenol, Oxide, Ester und Sesquiterpene sind enthalten. Weiterhin enthält Basilikum sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Flavonoide), Kaffeesäure und Äsculosid.

Unverträglichkeiten

Eine ausschließliche Allergie gegen Basilikum ist eher selten. Allerdings entwickeln viele Heuschnupfenpatienten eine Kreuzallergie. Das heißt, sie reagieren nicht nur auf Pollen, sondern auch auf bestimmte Nahrungsmittel. Insbesondere Menschen, die auf Beifuß allergisch reagieren, zeigen auch beim Verzehr von Basilikum allergische Symptome. Diese können sich auf die Haut, den Verdauungstrakt oder die Atemwege beziehen.

In der Schwangerschaft sollte Basilikum nicht in großen Mengen verzehrt werden. Es kann abortiv wirken und so zu einer Fehlgeburt führen. Bei normalem Verzehr besteht diese Gefahr allerdings nicht.

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Einkaufs- und Küchentipps

Frisches Basilikum ist mittlerweile das ganze Jahr über erhältlich. Damit sich das Kraut aber auch mehrere Wochen oder Monate zuhause hält, sollten einige Dinge beachtet werden. Die Pflanze liebt die Sonne und sollte deshalb an einen hellen und warmen Ort gestellt werden. Zugluft verträgt Basilikum hingegen gar nicht gut. Der Platz auf der Fensterbank ist damit nicht optimal.

Die Gewürzpflanze benötigt viel Wasser. Beim Gießen von oben beginnt sie allerdings schnell zu schimmeln. Besser ist ein Untersetzer. In diesen kann so lange Wasser gegossen werden, bis die Pflanze es nicht mehr aufsaugt. Allerdings ist hier tägliches Gießen erforderlich.

Damit das Basilikum noch länger hält empfiehlt es sich, nur einzelne Blätter vorsichtig abzuknipsen. In den Blattachseln wachsen dann neue Blätter nach. Dies funktioniert nicht, wenn ganze Zweige inklusive der Triebspitze abgeschnitten werden.

Basilikumblätter lassen sich gut trocknen und können dann in einem dicht verschlossenen Gefäß längere Zeit lagern, ohne an Aroma zu verlieren.

Zubereitungstipps

Basilikum gehört (mit Ausnahme des Thaibasilikums) zu den mediterranen Küchenkräutern. Es schmeckt leicht süß und aromatisch frisch. Sein Aroma harmoniert vor allem mit Gemüse und entfaltet sich wunderbar in Kombination mit frischen Tomaten.

Deshalb ist das Basilikum auch Teil des italienischen Nationalgerichts Caprese. Hier werden frische Tomaten mit Basilikum und Mozzarella kombiniert. Auch Pesto alla Genovese ist ein Klassiker der Mittelmeerküche. Feste Bestandteile des traditionellen Pestos sind frisches Basilikum, Pinienkerne, Parmesankäse, Knoblauch und Olivenöl. Thaibasilikum erinnert in seinem Geschmack an Minze und Anis. Es passt gut zu asiatischen Gerichten.

Sowohl aus den getrockneten als auch aus den frischen Basilikumblättern lässt sich ein schmackhafter Tee zubereiten. Dafür einfach zwei gehäufte Teelöffel Basilikum mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergießen. Der Tee sollte zugedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen.

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