Arthritis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. März 2015
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Als Arthritis wird eine (Gelenkentzündung) bezeichnet. Obwohl Arthritis oft als Alterserscheinung angesehen wird, handelt es sich bei ihr um eine Erkrankung, die man in jedem Alter bekommen kann, sogar schon als Kind. Arthritis muss vom Begriff Arthrose klar abgegrenzt werden, der wiederum verschleißbedingte Beschwerden oder Gelenkentzündungen, die schubweise auftreten, bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Arthritis?

Der griechische Begriff Arthritis bedeutet wörtlich: entzündetes Gelenk. Abhängig von der zugrunde liegenden Ursache, lassen sich verschiedene Formen der Arthrits unterscheiden: z.B. Rheumatoide Arthritis, Gicht.

Die Gelenkentzündung kann sowohl als akute Infektion (durch Bakterien verursacht) oder wiederkehrende Form (chronische Arthritis) auftreten.

Im Gegensatz zu der nicht-entzündlichen Arthrose zeigen sich bei er Arthritis die typischen Entzündungszeichen, wie: Rötung, Schwellung und Erwärmung.

Ursachen

Die Ursachen für Arthritis sind je nach Form der Entzündung sehr unterschiedlich. Experten vermuten, dass auch genetische Faktoren (Veranlagung) für Arthritis ursächlich sind.

Bei einer erblich-bedingten Autoimmunerkrankung wird die Entzündung in den Gelenken durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems ausgelöst werden. Der Körper bildet Antikörper, die sich gegen körpereigenes, gesundes Gewebe richten und die die Gelenkinnenhaut angreifen.

Zudem können Stoffwechselstörungen (Gicht) oder Infektionen (z.B. Bakterien, Pilze) Auslöser einer Arthritis sein. Bei der bakteriellen Arthritis gelangen Keime aufgrund von Verletzungen oder über das Blut in das Gelenk und lösen dort eine Entzündungsreaktion aus.

Auch Umwelteinflüsse lassen sich bei der Ursachenforschung für eine Arthrits nicht ausschließen. Zumindest ist bekannt, dass sie das Entstehen von Arthritis begünstigen können.

Links: gesundes Gelenk Mitte: Athritis (Gelenkentzündung) Rechts: Arthrose (Knorpelverschleiß im Gelenk)

Symptome und Verlauf

Typische frühe Symptome für eine Arthritis sind Durchblutungsstörungen und steife Gelenke am Morgen, die zum Beispiel dazu führen, dass man seine Tasse nicht mehr richtig halten kann. Dieser Zustand hält über einen längeren Zeitraum (mehr als eine Stunde) an.

Durch die Entzündung und Zerstörung der Gelenkinnenhaut bildet das Immunsystem wieder Antikörper und Zytokine. Das führt dazu, dass sich die Entzündung verschlimmert und ein Teufelskreis entsteht. Am Ende des Kreises steht die Zerstörung von Knorpel und Knochen. Dies führt zu den typischen Verformungen der Gelenke und deren Funktionsfähigkeit.

Therapiert man diese Entzündung nicht früh genug mit den richtigen Medikamenten, werden die Gelenke durch Arthritis zerstört.

Ein Problem ist in dieser Hinsicht der schleichende Verlauf von Arthritis, die dadurch oft lange Zeit nicht bemerkt und diagnostiziert wird. So werden immer mehr Gelenke betroffen. Die Patienten können sich dann kaum mehr bewegen und werden in den schlimmsten Fällen sogar invalide durch Arthritis.

Im weiteren Krankheitsverlauf der Arthritis schwellen die Gelenke an, röten sich und verursachen Schmerzen. Als erstes sind davon meist die kleinen Fingergelenke an beiden Händen betroffen. Gelenkverformungen und ein Funktionsverlust der Gelenke zeigen das Endstadium einer Arthritis an.

Diagnose

Nur wenn eine Arthritis möglichst frühzeitig erkannt wird, können mögliche Spätfolgen vermieden werden. Für die Erstellung einer Diagnose zeichnet sich grundsätzlich ein entsprechend ausgebildeter Arzt verantwortlich. So kann eine Arthritis beispielsweise von einem Rheumatologen diagnostiziert werden.

Als ein wesentlicher Bestandteil der diagnostischen Vorgehensweise wird die Befragung der betroffenen Personen angesehen. Nur so kann der bisherige Verlauf der Krankheit erläutert werden. Erst wenn die betroffenen Personen einer detaillierten Befragung unterzogen wurden, erfolgt eine umfangreiche Untersuchung der betroffenen Körperstellen. So kann beispielsweise ein leichter Druckschmerz als ein erstes Anzeichen auf eine Arthritis angesehen werden.

Bei den ersten Anzeichen auf eine Ar­th­ri­tis wird eine Blutuntersuchung angeordnet. Nur so kann der behandelnde Arzt die Entzündungswerte eindeutig bestimmen. Gleichzeitig kommen auch bildgebende Verfahren zum Einsatz. Als ein relativ zuverlässiges Verfahren wird die Röntgenuntersuchung angesehen. Oftmals wird auch eine Untersuchung in einem CT-Gerät angeordnet. Eine Arthritis kann auch mittels eines Ultraschallgeräts ermittelt werden.

Behandlung und Therapie

Arthritis ist nicht heilbar. Wenn die Diagnose jedoch früh genug gestellt wird, lässt sich die Krankheit eindämmen und ein weiteres Voranschreiten vermeiden oder wenigstens verzögern. Patienten mit einer diagnostizierten Arthritis müssen ihr Leben lang Medikamente einnehmen.

Physiotherapie, Krankengymnastik, Massagen und alternative Heilmethoden unterstützen die medikamentöse Therapie. Günstig ist in jedem Fall eine Ergänzung der Schulmedizin durch Naturheilverfahren wie zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie oder Hydrotherapie. Die Medikamente versuchen, der bei einer Arthritis auftretenden Fehlsteuerung des Immunsystems entgegen zu wirken.

Zusätzlich dazu werden Präparate eingesetzt, die die Entzündung in den Gelenken hemmen und die Schmerzen lindern.

Da Arthritis bei jedem Betroffenen unterschiedlich verläuft, muss die Behandlung von einem Arzt überwacht und angepasst werden. Wenn sich die Gelenke schon sehr stark verformt haben, ist eine Operation notwendig.

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Vorbeugung

Da Arthritis vermutlich in erster Linie genetisch bedingt ist, ist eine Vorbeugung nur schlecht möglich. Man weiß jedoch, dass Rauchen die Entstehung von Arthritis begünstigt und negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf hat. Weitere Faktoren, wie zum Beispiel die Ernährung, sind bisher nicht bewiesen.

Einen günstigen Einfluss auf Arthritis soll jedoch eine fleischarme Ernährung haben. Auch Sportarten, die alle Gelenke gleichmäßig belasten, gelten als mögliche Vorbeugung für Arthritis. Dazu zählen Schwimmen, Radfahren, Spazierengehen und Gymnastik.

Zudem kann man durch die frühzeitige und angemessene Behandlung von offenen Wunden am Knie verhindern, dass sich eine Entzündung auf das Gelenk ausbreitet und Arthritis entsteht.

Ebenfalls sollten Gelenkentzündungen, die im Zusammenhang mit anderen Krankheiten (zum Beispiel Gicht) entstehen, richtig therapiert werden. So kann eine dadurch ausgelöste Arthritis vermieden werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Mona kommentierte am 24.10.2016 um 16:09 Uhr

Meine Leberwerte sich ständig erhöht. Ich bekomme jetzt 1-mal im Monat Rohatempra Infusion.
Die sollen ausgesetzt werden.
Zusätzlich bekomme ich Kortison und Pantropatzol, Diclofenak 100.