Warme Extremitäten

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. Juni 2016
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Vor allem Nachts leiden viele Personen unter warmen Extremitäten. Aber kaum einer weiß, welche Erkrankungen hinter diesen stecken können. Dies macht eine Diagnose und die Findung der richtigen Behandlungsmethode für warme Extremitäten oft schwer.

Inhaltsverzeichnis

Was sind von warmen Extremitäten?

Als warme Extremitäten werden Körperregionen bezeichnet, die ohne eine äußere Quelle von Wärme warm werden. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die Arme und Beine der betroffenen Person. Dieses Leiden bricht besonders häufig in Ruhe aus und quält betroffene Personen in der Nacht. Dies kann sich in starken Schmerzen, einem Gefühl der Taubheit, neurologischen Ausfällen und einem Kribbeln zeigen.

Des Weiteren sind die betroffenen Extremitäten verfärbt. Eine rote bis tiefrote Färbung ist keine Seltenheit. Zusätzlich tritt an den Extremitäten eine starke Schwellung auf, die besonders auf Druck sehr schmerzhaft reagiert. Warme Extremitäten treten meist zusammen mit anderen Erkrankungen auf und gelten als Folge beziehungsweise als Symptom von diesen.

Ursachen

Warme Extremitäten können viele Ursachen haben. Durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten können diese ausgelöst werden. Dies sind vor allem Medikamente, die die Gefäße erweitern. Hierdurch kann es zu einer starken Durchblutung kommen, die sich in Form von warmen Extremitäten zeigt. Dies gilt als eine der häufigsten Ursachen für warme Extremitäten.

Zudem treten warme Extremitäten meist als Folge einer zugrundeliegenden Erkrankung auf. Hier kommen eine Entzündung der Venen, eine Thrombose, Gicht, eine Gelenkentzündung oder eine Sehnenscheidenentzündung in Frage. Aber auch das Burning Feed Syndrom, das Restless Legs Syndrom, Multiple Sklerose oder eine rheumatoide Arthritis können hinter den warmen Extremitäten stecken.

Das Burning Feed Syndrom und das Restless Legs Syndrom werden dabei durch Vererbung übetragen. Allerdings muss dies nicht in jeder Generation zum Ausbruch kommen. Des Weiteren kann eine Schädigung des Rückenmarks und eine Erkrankungen des Stoffwechsels eine Ursache darstellen und sollten bei der Diagnose von warmen Extremitäten berücksichtigt werden.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose von warmen Extremitäten wird der Arzt zuerst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten führen. Hier werden die Beschwerden, die Dauer und mögliche Vorerkrankungen abgeklärt. Anschließend wird der Arzt in einer körperlichen Untersuchung sich die warmen Extremitäten genau anschauen und abtasten. Zudem kann eine Messung des Drucks im Blut einen Aufschluss geben.

Zur Sicherheit erfolgt zuletzt noch eine Blutentnahme, die im Labor untersucht wird. Hierdurch können mögliche andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Sofern sich allerdings ein Verdacht einer solchen Erkrankung stellt, werden weitere spezielle Behandlungsmethoden gewählt, um eine eindeutige Gewissheit zu erlangen. Nur so kann die richtige Behandlungsmethode gewählt werden.

Der Verlauf der Erkrankung an warmen Extremitäten bleibt nach erfolgreicher Behandlung folgenlos. Nur in sehr seltenen Fällen steckt eine ernste Erkrankung hinter den warmen Extremitäten.

Behandlung

Nachdem die Diagnose von warmen Extremitäten gestellt wurde, erfolgt eine individuell angepasste Behandlung für den Patienten. Sofern die Ursache in der Einnahme von bestimmten Medikamenten liegt, müssen diese abgesetzt oder durch andere Medikamente ersetzt werden. Hierdurch verschwinden die warmen Extremitäten von ganz alleine und sorgen für eine sofortige Linderung.

Wenn die warmen Extremitäten allerdings nur eine Folge einer anderen Erkrankung darstellen, werden die warmen Extremitäten nicht behandelt. Hier wird sich einer Behandlung der Haupterkrankung zugewendet. Wenn diese erfolgreich kuriert wurde, sind auch die warmen Extremitäten in der Regel verschwunden. Des Weiteren können die Beschwerden mit Hilfe einer Schmerztherapie in Form der Verabreichung von Medikamenten den betroffenen Personen helfen. Diese Methode kann je nach Ursache unterschiedlich ausfallen und mit weiteren Behandlungsformen kombiniert werden.

Zudem schwärmen viele Patienten über eine gleichzeitig stattfinde Akupunktur. Zusätzlich kann auch eine Physio- oder Ergotherapie zum Erfolg einer Behandlung von warmen Extremitäten führen. Hier werden gezielte Übungen mit den betroffenen Personen eingeübt, die man auch zu Hause selber nachmachen kann. Diese helfen besonders den Gefäßen und lindern sehr schnell die Beschwerden, die durch warme Extremitäten und einer eventuelle zugrundeliegenden anderen Erkrankung verursacht werden.



Vorbeugung

Zur Vorbeugung von warmen Extremitäten kann man viel machen. So ist ein Absetzten von Medikamenten, sofern diese die warmen Extremitäten auslösen, unter ärztlicher Kontrolle sinnvoll. Zudem kann es helfen die warmen Körperteile mehrmals täglich mit kaltem Wasser abzuduschen. Dies sollte vor allem kurz vor dem zu Bett gehen stattfinde. Denn in der Nacht treten die warmen Extremitäten am häufigsten auf. Wenn man zusätzlich auf seine Ernährung und ausreichend sportliche Betätigung achtet, kann dies stark vorbeugend gegen warme Extremitäten sein.

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