Kribbeln

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. Juni 2015
Gesundpedia.deSymptome Kribbeln

Kribbeln ist ein taubes Gefühl (Gefühlsstörung), das an jeder Stelle des Körpers auftreten kann. Es geht häufig einher mit anschließender kompletter Taubheit der betroffenen Körperstellen und fühlt sich an, als würden Nadeln auf die betroffene Stelle des Körpers einwirken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Kribbeln?

Kribbeln ist eine Wahrnehmung, die an jeder beliebigen Stelle des Körpers auftreten kann. Betroffene beschreiben es als Gefühl von mehr oder weniger spitzen Nadeln, die auf die jeweilige Stelle einwirken. Kribbeln mündet häufig in Taubheit der Körperstelle oder wird bei Auftreten bereits mit Taubheit in Verbindung gebracht.

Das Gefühl signalisiert eine Schwächung des Blutkreislaufs an der Stelle, an der es auftritt. Als Kribbeln kann auch eine Form von Schwindel bezeichnet werden, die beispielsweise mit einer Migräne einhergeht; in diesen Fällen ist die Durchblutung des Kopfes beeinträchtigt und es passiert nichts anderes als in jedem anderen Teil des Körpers.

Ursachen

Kribbeln entsteht durch eine Kreislaufstörung und wird dort bemerkt, wo Gewebe dadurch unterversorgt ist. Insbesondere Frauen überschlagen beispielsweise gerne die Beine - und üben dadurch Druck auf die Blutgefäße des Beins aus, auf dem das andere liegt. Dadurch kann der Blutkreislauf nicht mehr so funktionieren, wie er es ohne Druck tut; der betroffene Fuß und das Bein sind unterversorgt und machen sich durch Kribbeln bemerkbar.

Wenn das Kribbeln ohne eine erkennbare Einwirkung von außen auftritt, kann es sich dabei auch um einen eingeklemmten Nerv oder eine andere nervlich bedingte Ursache handeln.

Als unspezifisches Symptom zusammen mit anderen tritt Kribbeln häufig auch bei Kopfschmerzen, Migräne oder ähnlichen Erkrankungen des Nervensystems und des Blutkreislaufs auf.

Diagnose und Verlauf

Kribbeln tritt meist schnell und spontan auf. Wenn beispielsweise eine Belastung von außen auf die Gliedmaßen einwirkt und sie einklemmt, stellt sich nach einiger Zeit ein immer stärkeres Gefühl von Kribbeln ein. Liegt hingegen ein Problem im Nervensystem vor, stellt sich das Kribbeln häufig sehr langsam und schleichend ein, sodass der Betroffene es erst dann bemerkt, wenn auch die Taubheit hinzukommt. Dadurch werden Erkrankungen oft nicht rechtzeitig erkannt, denn ein leichtes Kribbeln wird gerne bagatellisiert und nicht richtig ernst genommen.

Liegt das Kribbeln an eingeklemmten Gliedmaßen, etwa an ungünstig überschlagenen Beinen, wird es schnell besser, indem die Beine nebeneinander gestellt werden und damit der Druck vom kribbelnden Bein genommen werden. Bei schwerwiegenderen Ursachen bleibt das Kribbeln dagegen bestehen, bis die Ursache aufgehoben wurde.

Behandlung und Therapie

Kribbeln durch eine harmlose Ursache lässt sich leicht und einfach behandeln, indem die Belastung vom kribbelnden Körperteil genommen wird. Dadurch kann die normale Durchblutung wieder stattfinden und es dauert in der Regel nicht lange, bis das Kribbeln verschwindet. Das kann je nach Taubheit leicht schmerzhaft sein; Bewegung hilft allerdings, den Prozess zu beschleunigen.

Ist das Kribbeln jedoch erst mit der Zeit eingetreten und stärker geworden, muss ein Arzt feststellen, ob es sich dabei um einen eingeklemmten Nerv oder eine ähnliche Ursache handelt. In diesen Fällen kann es helfen, verrückte Wirbel des Haltungs- und Bewegungsapparates wieder einzurenken und damit auch den beeinträchtigten Nerven ihren natürlichen Platz wieder freizuräumen, damit sie nicht mehr zwischen Wirbeln eingeklemmt werden.

Tritt das Kribbeln dann auf, wenn der Patient eine kreislaufschwächende Erkrankung mitmacht, sich also übergibt oder Migräne erleidet, kann man gegen das Kribbeln selbst fast nichts tun. In diesen Fällen sollte der Patient zur Schonung seines Kreislaufs ruhig liegen oder sitzen, da andernfalls eine Ohnmacht droht. Vorsicht ist geboten, wenn er parallel zum Kribbeln auch noch schwarz sieht oder die Sicht verschwimmt; dann ist er nah am Kreislaufkollaps. Nachdem er einen solchen Zustand überstanden hat, braucht er dringend ärztliche Unterstützung.

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Vorbeugung

Kribbeln kann man effektiv vorbeugen, indem man auf eine gesunde Haltung im Alltag achtet. Beine überschlagen ist in Ordnung, solange man auch einmal gerade sitzen kann und nicht riskiert, dass die Beine überhaupt kribbeln.

Sind andere Körperteile betroffen, sollte man überdenken, wie man sich im Alltag verhält und welchen Belastungen der Körper ausgesetzt ist; eine kleine Veränderung der Haltung kann Kribbeln in den Gliedmaßen künftig verhindern. Geht das Kribbeln jedoch mit einer Kreislaufschwäche einher, helfen nur langfristig angelegte Fitnessmaßnahmen, um die Kondition zu steigern.

Außerdem sollten Betroffene auf eine ausgewogene Ernährung achten und nicht riskieren, unterzuckert zu werden - das bedeutet, der Blutzuckerspiegel fällt unter einen gewissen Minimalwert. Denn dann drohen nicht nur Kribbeln in etlichen Formen, sondern auch Ohnmachtsanfälle; und diese können je nach Alltag sehr gefährlich werden.

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