Durst

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Durst

Durst ist in seiner gesunden Ausprägung ein wichtiges Körpersignal. Ist der Durst allerdings trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr deutlich erhöht, so kann das auf eine Grunderkrankung hinweisen. In diesem Fall spricht man von einem vermehrtem, übermäßigem oder verstärktem Durstempfinden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist vermehrter Durst (Polydipsie)?

Durst ist eine Körperempfindung, die durch das Gehirn ausgelöst wird. Durst veranlasst einen Organismus dazu, Flüssigkeit aufzunehmen, die er zum Überleben dringend benötigt. Daher ist der Durst eine sehr wichtige Empfindung.

Der Durst bzw. das Durstempfinden kann allerdings (neben seiner Funktion als gesundes Körpersignal) auch symptomatisch sein für verschiedene Erkrankungen: So ist beispielsweise bei einigen Stoffwechselstörungen ein stetiger bzw. vermehrter Durst vorhanden, der durch Flüssigkeitsaufnahme nicht gestillt werden kann.

Ist der Durst krankhaft gesteigert, spricht man in der Medizin von der sogenannten Polydipsie. Ist der Durst dagegen krankhaft eingeschränkt, so wird dies als Adipsie bezeichnet.

Ursachen

Ein gesunder Durst wird ausgelöst durch einen Mangel an Flüssigkeit oder durch einen Überschuss an Salz im Organismus. Durst kann beispielsweise erhöht sein bei Erkrankungen, die Fieber, Durchfall oder Erbrechen mit sich bringen. Auch nach Verbrennungen kann ein erhöhter Durst auftreten.

Ein krankhaft erhöhter Durst (die Polydipsie) ist beispielsweise zu beobachten bei Formen der Stoffwechselerkrankung Diabetes oder bei verschiedenen Erkrankungen der Schilddrüse und der Nieren. Auch ein erhöhter Kalziumanteil im Blut und verschiedene Medikamente können erhöhten Durst auslösen.

Ist der Durst eingeschränkt, obwohl der Organismus nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist (Adipsie), kann das beispielsweise zusammenhängen mit dem Lebensalter eines Betroffenen: Der Durst kann in sehr hohem Lebensalter abnehmen.

Diagnose und Verlauf

Weicht der Durst bei einem Betroffenen von einem gesunden Maß ab, so ist es zunächst wichtig, entsprechende Ursachen zu diagnostizieren, die dem Durst zugrunde liegen. Zu diesem Zweck wird ein Diagnostiker in der Regel zunächst einige Auskünfte vom Betroffenen einholen; so beispielsweise über den Zeitraum, in dem der Durst bereits verändert ist und über bekannte Vorerkrankungen. Im Anschluss werden bei verändertem Durst in der Regel einige Laborwerte geprüft (beispielsweise über Urin- und Blutproben).

Ist der Durst bei einem Patienten erhöht und ist noch keine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes bekannt, so folgen häufig auch Tests, die Aufschluss geben sollen über das Vorliegen der Diabetes-Erkrankungen Diabetes insipidus oder Diabetes mellitus.

Behandlung und Therapie

Eine medizinische Therapie im engeren Sinne ist meist nur dann möglich und notwendig, wenn der Durst bei einem Betroffenen krankhaft gesteigert ist. Lässt der Durst bei einem Menschen (beispielsweise aufgrund seines hohen Lebensalters) nach, so gibt es keine entsprechenden Therapien, die einen gesunden Durst wiederherstellen können. In entsprechenden Fällen ist es unter anderem notwendig, trotz mangelnden Dursts für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen.

Ist der Durst trotz ausreichenden Trinkens allerdings stark erhöht, liegt dem meist eine behandlungsbedürftige Erkrankung zugrunde. Therapieinhalt ist es hier nach einer detaillierten Diagnostik, die Grunderkrankungen zu behandeln, die den gesteigerten Durst verursachen.

Gelingt eine entsprechende Therapie, so kommt es beim Betroffenen in der Regel auch wieder zu einem normalen Durst.

Liegt als Grundlage für einen gesteigerten Durst beispielsweise die Erkrankung Diabetes mellitus vor, so zielt eine Therapie auf eine Normalisierung der Blutzuckerwerte.

Inhalt einer Therapie der Erkrankung Diabetes insipidus als Auslöser für erhöhten Durst ist beispielsweise die Regulierung des körpereigenen Elektrolythaushalts.



Vorbeugung

Einem nachlassenden Durst mit steigendem Lebensalter lässt sich im Prinzip nicht vorbeugen. Einem gesteigerten Durst aufgrund einer Erkrankung lässt sich insofern bedingt vorbeugen, als es sich empfiehlt, bei ersten Anzeichen eines gesteigerten Dursts den Rat eines Mediziners einzuholen. Um bei einer diagnostizierten Erkrankung einem weiterhin wachsenden Durst vorzubeugen, liegt ein wichtiger Schritt im Beginn einer effektiven Therapie der vorliegenden Grunderkrankung.

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