Halsschmerzen beim Baby

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
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Halsschmerzen beim Baby sind keine Seltenheit. Die Erkrankung tritt meist in Verbindung mit einer Erkältung auf und lässt sich in der Regel innerhalb weniger Tage auskurieren. Auch vorbeugende Maßnahmen können helfen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Halsschmerzen beim Baby?

Halsschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheiten von Babys. Sie treten meist in Folge oder während einer Erkältung auf. Auslöser können über 200 verschiedene Viren sein, wobei die meisten davon relativ harmlos sind. Es gibt allerdings auch sogenannte RS-Viren, welche starke Halsschmerzen mit Entzündungen der Bronchien auslösen können. Da dies für das Baby äußerst schmerzhaft ist, ist eine zeitnahe Behandlung essentiell. Vorbeugende Maßnahmen wie ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eine kindgerechte Ernährung sorgen dafür, dass das Immunsystem des Babys gestärkt wird. Dadurch wird das Risiko einer Erkrankung reduziert.

Ursachen

Halsschmerzen beim Baby können verschiedenste Ursachen haben. Meist treten sie im Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe auf. Die eigentlichen Auslöser sind die Viren, welche im Verlauf der Erkrankung die Atemwege angreifen und so für Halsschmerzen sorgen. Halsschmerzen treten überwiegend in den kalten Monaten auf. Gerade Babys und Kleinkinder sind anfällig, da das Immunsystem noch nicht so gut ausgebildet ist. Auslöser sind dementsprechend eine mangelnde Bekleidung oder der Kontakt mit anderen Erkrankten.

Vor allem im Kindergarten, beim Arzt oder beim Einkaufen kann es zu einer Infektion kommen, weshalb in diesen Situationen besondere Vorsicht geboten ist. Neben Halsschmerzen in Folge einer Erkältung, die meist eher harmlos sind, kann auch eine Mandelentzündung Schmerzen auslösen. Auch eine Kehldeckelentzündung ist oft der Auslöser für Halsschmerzen und geht mit Schluckbeschwerden, hohem Fieber und Blässe einher. Dasselbe gilt für Diphtherie und Pfeiffersches Drüsenfieber. Beide Erkrankungen sind ansteckend, verlaufen meist harmlos und gehen mit grippeähnlichen Beschwerden einher.

Zuletzt können auch Fremdkörper im Rachen oder in der Speiseröhre zu Schmerzen, Reizungen und Schluckstörungen führen. Ebenso natürlich Verätzungen, Verbrühungen oder Insektenbisse. Halsschmerzen beim Baby können also vielfältige Ursachen haben. Die meisten davon sind harmlos, doch einige können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Babys haben. Es ist deshalb wichtig, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Halsschmerzen beim Baby lassen sich im Normalfall von den Eltern diagnostizieren. Das Baby macht deutlich darauf aufmerksam, dass es Schmerzen hat und zeigt dies auch durch körperliche Symptome. Oftmals sind die Atemwege gerötet oder anderweitige Symptome wie eine laufende Nase oder Husten deuten auf eine Erkältung hin. Dennoch sollte ein Arzt das Baby untersuchen. Dies geschieht mit einem Stethoskop, mit welchem der Arzt die Atemwege abhört, um feststellen zu können, ob diese verschleimt oder gar verletzt sind.

Auch eine Röntgenuntersuchung kann sinnvoll sein, ist in den meisten Fällen jedoch nicht notwendig. Liegt der Verdacht nahe, dass eine Virusinfektion die Halsschmerzen ausgelöst hat, musst eventuell Blut abgenommen werden, um den Erreger zu bestimmen. Der Verdacht einer schwerwiegenden Erkrankung lässt sich mit weiteren Untersuchungen bestätigen, die von der Verfassung des Babys und dem genauen Verdacht abhängen.

Neben der körperlichen Untersuchung führt der Arzt eine Anamnese mit der Mutter durch. Innerhalb dieser wird ermittelt, seit wann die Beschwerden auftreten, wie stark sie ausfallen und wie das Baby sich insgesamt verhält. Dadurch und durch die körperliche Untersuchung ist es möglich, eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Behandlung und Therapie

Halsschmerzen beim Baby sind zumeist harmlos und bedürfen keiner spezifischen Behandlung. Oft reicht es schon aus, auf typische Hausmittel wie etwa Halswickel, frische Luft oder Tee zurückzugreifen. Generell ist es wichtig, dem Baby ausreichend zu trinken zu geben, damit die Schleimhäute feucht gehalten werden. Dadurch können sich die Viren schlechter vermehren.

Eine Schwitzkur kann ebenso sinnvoll sein, sollte jedoch im Vorfeld mit dem Arzt abgesprochen werden. Dieser kann bei starken Beschwerden auch homöopathische Mittel verschreiben. Bewährt haben sich etwa Phytolacca und Lycopodium. Beide Mittel helfen gegen Halsschmerzen und können ohne Risiko auch Babys verabreicht werden. Darüber hinaus können natürlich auch normale Arzneimittel aus der Apotheke verwendet werden. Auch hier ist es anzuraten, vorher mit dem Arzt zu sprechen, damit das Baby die richtige Behandlung erhält und schnell wieder gesund wird.



Vorbeugung

Halsschmerzen beim Baby lassen sich vermeiden, indem darauf geachtet wird, dass das Baby im Winter gut gekleidet ist und nicht in Kontakt mit Viren gerät. Generell muss darauf geachtet werden, dass das Immunsystem stabil ist und Erreger abhalten kann. Dies gelingt, indem mit dem Kind Sport getrieben wird. Spezielle Mutter-Kind-Kurse erlauben Müttern, sich und ihr Baby fit zu halten und das Immunsystem zu stärken.

Davon ab sollte das Baby sich viel bewegen. Eltern müssen darauf achten, dass die Ernährung gesund und auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes abgestimmt ist. Treten erste Anzeichen von Halsschmerzen beim Baby auf, kann durch eine frühzeitige Behandlung vermieden werden, dass sich die Beschwerden verschlimmern. Deshalb: Das Baby regelmäßig vom Arzt durchchecken lassen.

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