Hausmittel gegen Halsschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Oktober 2016
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Halsschmerzen können eine harmlose, aber dennoch lästige Ärgernis sein, aber auch ein Zeichen für eine ernsthafte Krankheit. Um diesen vorzubeugen oder die Symptome zu bekämpfen gibt es eine Menge alternativer Heilmittel und Hausrezepte von Oma.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Halsschmerzen?

  • Halsschmerzen und Erkältungen werden durch trockene Winterluft, welche die Schleimhäute austrocknet, stark begünstigt. Durch dieses Austrocknen werden die Schleimhäute leichter angreifbar.
  • Ein traditionelles Hausrezept ist Wasser aufzukochen und ins Schlafzimmer stellen. Auch in anderen Räumen ist dies leicht umsetzbar und viel günstiger und einfacher als ein gekaufter Zimmerbefeuchter. Auch ist darauf zu achten, dass die Schleimhäute durch ausreichend trinken feucht gehalten werden.
  • Beim Verspüren eines leichten Kratzens sollte man schon anfangen Bonbons zu lutschen und zur Stärkung der Abwehr beispielsweise eine heiße Zitrone zu trinken. Auch Bewegung an der frischen Luft (Zug sollte man aber vermeiden) und ein Saunabesuch stärken die Immunabwehr.
  • Während der Infektion empfiehlt es sich stark mit dem Rauchen aufzuhören, denn das im Tabak enthaltene Nikotin verengt die Blutgefäße und verschlimmert Anginaattacken.

Schnelle Hilfe bei Halsschmerzen

  • Die Nase sollte nicht verstopft sein, da man dann mit offenem Mund schläft und somit der Hals austrocknet. Hierbei kann Nasenspray verwendet werden, aber nicht über einen längeren Zeitraum als 5 Tage und es empfiehlt sich nachts einen Luftbefeuchter einzuschalten.
Ein gutes Hausmittel gegen Halsschmerzen: Gurgeln mit warmem Salzwasser.
  • Das Trinken von heißen Getränken ist auch ein gutes Heilmittel, da die Hitze schädlich für Mikroorganismen ist und das entzündete Gewebe dabei von heißer Flüssigkeit umspült wird. Besonders empfehlenswert sind Holunderblütentee, Salbeitee und Ingwertee.
  • Der Körper braucht Ruhe um seine Kraft auf die Bekämpfung der Infektion zu bündeln, deswegen sollte man sich ausruhen und nicht anstrengen. Außerdem sollte die ganze Zeit ein Halstuch getragen werden um den Hals warmzuhalten.
  • Halsbonbons, die einfach im Supermarkt gekauft werden können regen beim Lutschen die Speichelproduktion an. Dies hält die Schleimhäute feucht und hilft gegen Austrocknen.
  • Pastillen mit Isländisch Moos oder Spitzwegerich besitzen Stoffe, die sich wie ein Schutzschild über die Schleimhäute legen und so bei der Immunabwehr helfen.
  • Weitere Hals-Helfer sind natürliche Emser Salze, welche reizlindernd und befeuchtend wirken.
  • Apothekenpflichtige Lutschtabletten, wie z.B. Dolo-Dobendan, enthalten ein leichtes Lokal-Anästhetikum (Benzocain) um den Reizschmerz an der Schleimhaut auszuschalten.
  • Schmerzlindernde Sprays, wie z.B. Chloraseptic, lindern zeitweilig Halsschmerzen. Diese Linderung ist jedoch nicht von Dauer, aber da diese Sprays jedoch nicht schaden, können sie öfters angewandt werden.



Alternative Hausmittel

  • Ein beliebtes Hausmittel von Oma ist das Gurgeln mit warmem Salzwasser und Salbeitee. Dies verschafft Linderung, wirkt schleimlösend und befreit Nase und Nebenhöhlen. Auch richtet es keinerlei Schaden an. Beim Salzwasser nimmt man etwa einen halben Teelöffel Salz auf eine Tasse Wasser.
  • Inhalieren bringt auch Linderung, da hierbei der Schleim gelöst wird und hierbei auch der Bereich des Kehlkopfes gut erreicht werden kann. Hierzu eignen sich besonders Zusätze aus Heilkräutern, wie z.B. Kamille (keimtötende und entzündungshemmende Wirkung)., Salbei (desinfizierende Wirkung), Thymian (keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd), oder aber Anis und Fenchel (schleimlösende Wirkung).

  • Ein weiteres altes Hausmittel gegen Erkältungen ist ein Dampfbad. Der Kopf wird hierbei über eine Schüssel mit heißem, dampfendem Wasser gehalten und mit einem Handtuch abgedeckt, um ein Entweichen des Dampfes zu verhindern. Dadurch können Infektionen schneller abklingen.
  • Feuchte Wickel haben einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und stärken die körpereigene Abwehr. Wirkungsvoll ist besonders ein Wickel aus Zitronensaft mit Wasser in einem Verhältnis von 1:5. Dieses wird in einem dünnen Baumwolltuch um den Hals gewickelt, mit einem Schal befestigt und über Nacht wirken gelassen.
  • Ein paar Tropfen des Naturheilmittel Mammut Kräuteröl ASE in eine Duftlampe geben und verdampfen lassen. Dies hilft die Schleimhäute feucht zu halten.
  • Viel Trinken ist auch hier wieder ein wichtiges Kriterium. Es verhindert ein Austrocknen, bringt Linderung und vermeidet die Reizung.
  • Wenn die Halsschmerzen sehr stark sind ist die Einnahme von Schmerzmitteln ratsam. Einfaches Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen können bei Halsschmerzen Wunder wirken. Doch sollte man hier bei Kindern mit der Gabe von Aspirin sehr vorsichtig sein, da die Gefahr besteht am Reye-Syndrom zu erkranken.

Wenn trotz aller Möglichkeiten keine Besserung eintritt sollte der Arzt aufgesucht werden, da vielleicht eine Behandlung mit Antibiotika notwendig ist.

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