Gesichtsrose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Juni 2013

Eine Gesichtsrose tritt überwiegend zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Diese spezielle Form der Gürtelrose äußert sich zwar in unterschiedlichen Schweregraden, dennoch wird die Gesichtsrose von den Betroffenen aus kosmetischen Gründen fast immer als eine hohe psychische Belastung empfunden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Gesichtsrose?

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Die Gesichtsrose ist eine, durch das zur Herpesfamilie gehörende Varizella-Zoster-Virus ausgelöste Hauterkrankung. Anders als bei der Gürtelrose, die am Rumpf auftritt, befällt der Virusstamm zuerst die Nervenbahnen, dann die Gefäße und Talgdrüsen des Gesichts.

Er zeigt sich dabei in Form eines schmerzenden, rötlichen Hautausschlages besonders an Stirn, Nase und Wangen. Aber auch Kopfhaut, der Hals und die oberen Brust- und Rückenpartien können in extremen Fällen betroffen sein. Ein meist chronischer Krankheitsverlauf ist kennzeichnend für die Gesichtsrose.

Ursachen von Gesichtsrose

Die Ursachen der Gesichtsrose liegen in den meisten Fällen schon in der Kindheit begründet. Wer sich in jungen Jahren mit dem Windpockenvirus infizierte, ist zwar in der Folge immun gegen Windpocken, der Virus selbst verbleibt jedoch auch nach Abheilung der Kinderkrankheit im Körper. Generell kann eine Gesichtsrose in jedem Alter auftreten, doch zeigt sie sich gehäuft ab einem Lebensalter von 30 Jahren.

Eingenistet im Rückenmark kann der Herpesvirus dann auch Jahrzehnte später wieder zutage treten. Die Auslöser dafür können ebenso in einer angeborenen Immunstörung, wie auch in einem geschwächten Immunsystem als Folgeerscheinung anderer Erkrankungen liegen.

Ebenfalls kann anhaltender Stress zu den auslösenden Faktoren einer Gürtel- bzw. Gesichtsrose gezählt werden. Frauen erkranken deutlich häufiger an einer Gesichtsrose. Allerdings zeigt die Gesichtsrose bei Männern oft schwerwiegendere Symptome.

Symptome und Verlauf von Gesichtsrose

Schon bevor die Gesichtsrose akut auftritt und eine erkennbare Rötung der Haut zu beobachten ist, kündigt sich ein Ausbruch häufig in Form von leichten Hautreizungen wie Brennen und Berührungsschmerzen, meist zunächst nur an einer Gesichtshälfte an. Daraufhin kann es zu einem späteren Zeitpunkt zur Bildung von auffällig geröteten Pusteln, eitrigen Bläschen und Papeln an verschiedenen Gesichtspartien, bis hin zum Befall des ganzen Kopfes und den oberen Rumpfpartien kommen.

Nimmt die Entzündung der Haut über Wochen einen schweren Verlauf, kann die Gesichtsrose in einem dritten Stadion zu dauernden Verhärtungen und Knotenbildung führen. Seltener können auch Lähmungserscheinungen der Gesichtsmuskeln oder entzündliche Schwellungen der Augenlider mit einer einhergehenden Beeinträchtigung der Sehkraft auftreten, was die Gesichtsrose zu einer keineswegs harmlosen Krankheit macht.

Diagnose von Gesichtsrose

Weil eine Virusinfektion wie die Gesichtsrose nicht selten chronisch wird und auf Dauer bleibende Schäden verursachen kann, ist es absolut notwendig sie von einem Arzt, am besten natürlich von einem Hautarzt, untersuchen und behandeln zu lassen.

Da es auch noch eine andere Form der Gesichtsrose gibt, nämlich eine durch bakterielle Streptokokken verursachte und meist von Fieberschüben begleitete Hautinfektion ähnlicher Ausprägung, muss der Arzt hinsichtlich einer wirksamen Behandlung hier zunächst eine deutliche Abgrenzung treffen.

Dabei sollte der Patient ebenso auf eine Windpockeninfektion während der Kindheit hinweisen, wie auch immun schwächende Vorerkrankungen oder auch private oder berufliche Stressfaktoren nicht unerwähnt lassen. Oft sind es mehrere Faktoren, die das Auftreten einer Gesichtsrose befördern.

Behandlung von Gesichtsrose

Bei der Behandlung der Gesichtsrose können verschiedene, den Stadien des Krankheitsverlaufes angemessene Therapieansätze verfolgt werden. Da bis heute eine vollständige Heilung der Gesichtsrose noch nicht möglich ist, konzentriert sich die Therapie darum hautsächlich auf eine ausreichende Linderung der Symptome.

Grundsätzlich gilt: Je früher eine Behandlung eingeleitet wird, desto größer sind die Chancen einen chronischen, d.h. latent andauernden Krankheitsverlauf zu verhindern. Chronisch wird die Gesichtsrose, wenn die Symptome länger als drei bis sechs Monate bestehen. In diesem Fall würde dann zusätzlichen schmerztherapeutischen Verfahrensweisen nachgegangen werden.

Für die äußere Anwendung werden Salben verschrieben, die die befallenen Hautstellen ein Stück weit von ihrer Reizbarkeit befreien. Im Rahmen der medikamentösen Behandlung haben sich Medikamente bewährt, die das Wachstum des Virus hemmen. Wirkstoffe wie Aciclovir, Idoxuridin oder Desodyuridin, wirken dabei vor allem in der Anfangsphase einer Gesichtsrose sehr effektiv. Als wirkungsstark haben sich auch Injektionen mit Glukokortikosteroiden erwiesen.

Ist eine gezielte Schmerztherapie von Nöten, funktionieren am besten anfallshemmende und meist gut verträgliche Antikonvulsia wie z. B. Pregabalin, Carbamazepin oder auch Gabapentin. Erst, wenn diese nicht mehr ausreichen, sollte auf morphinähnliche Schmerzmittel zurückgegriffen werden. Alternative Methoden zu Behandlung einer Gesichtsrose, wie z. b. Akupunktur können unterstützen.

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Vorbeugung von Gesichtsrose

Zuverlässige Vorbeugungsmaßnahmen existieren nicht. Eine gesunde Lebensführung im Einklang mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf ist zu empfehlen. Ein so gestärktes Immunsystem ist eher in der Lage, den Ausbruch des Varizella-Zoster-Virus und damit einer möglichen Gesichtsrose dauerhaft zu unterdrücken.

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