Lähmung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. Juli 2016
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In der Regel führt ein Mensch seine Bewegungen bewusst und zielgerichtet aus. Nur sehr selten können die gewünschten Bewegungen nicht mehr ausgeführt werden. Sofern eine gezielte Ausführung von einzelnen Bewegungen nicht mehr möglich ist, spricht man in der modernen Gesellschaft von einer Lähmung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Lähmung?

In der modernen Medizin wird eine Lähmung grundsätzlich in drei verschiedene Formen unterteilt. So stellt eine Parese eine relativ leichte Form der Lähmung dar. Eine Parese geht mit einem Verlust der Körperkraft einher. Im Rahmen einer Plegie können sämtliche Muskeln nicht mehr bewegt werden. Als eine der schwersten Formen der Lähmung wird die Paralyse angesehen.

Sofern eine Paralyse vorliegt, können neben den Skelettmuskeln auch die Muskeln von lebensnotwendigen Organen nicht mehr bewegt werden. Die möglichen Ursachen einer Lähmung wurden in den vergangenen Jahren einer näheren Betrachtung unterzogen.

Ursachen

Laut den Aussagen von führenden Medizinern zeichnen sich in den meisten Fällen einzelne Entzündungen im Bereich der Nervenfasern für das Auftreten einer Lähmung verantwortlich. Resultierend aus einer Entzündung im Bereich der Nerven können wichtige Impulse zur Steuerung der Muskeln nicht mehr übermittelt werden.

Eine Lähmung kann jedoch auch auf einem Infekt basieren. Besonders deutlich wird diese Tatsache im Bereich der Borreliose. So werden im Rahmen eines Zeckenbisses nicht selten gefährliche Bakterien übertragen. Diese Bakterien führen oftmals zu einer Hirnhautentzündung.

Neben den bereits erwähnten Ursachen kommen auch Krankheiten wie beispielsweise ein Schlaganfall oder ein Tumor im Bereich des Gehirns als mögliche Ursachen infrage. Eine Lähmung kann auch als das Resultat eines Unfalls in Erscheinung treten.

Krankheiten

Symptome und Verlauf

Je nach Ursache lassen sich zu Beginn einer Lähmung schwere Empfindungsstörungen feststellen. Resultierend aus diesen Empfindungsstörungen sind die Betroffenen spürbar in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigt. Eine Lähmung kann jedoch auch plötzlich in Erscheinung treten. Sofern eine Lähmung nicht behandelt wird, leiden die Betroffenen für den Rest ihres Lebens und starken Empfindungsstörungen. Darüber hinaus schränkt eine Lähmung die Betroffenen sehr stark in ihrer Bewegungsfähigkeit ein.

Diagnose und Verlauf

Bereits bei den ersten Anzeichen auf eine Lähmung sollte ein fachkundiger Arzt aufgesucht werden. Nur ein entsprechend ausgebildeter Arzt kann eine zuverlässige Diagnose erstellen. Im Rahmen der Erstellung einer Diagnose werden die Betroffenen zunächst einmal einer umfangreichen Befragung unterzogen. Resultierend aus den Antworten der Patienten kann sich der behandelnde Arzt ein relativ genaues Bild über den bisherigen Verlauf der Krankheit machen. Mögliche Ursachen können ebenfalls ermittelt werden.

Sofern die Befragung des Patienten abgeschlossen ist, wird eine körperliche Untersuchung in Angriff genommen. Im Rahmen der körperlichen Untersuchung wird unter anderem ein Blutbild erstellt. Darüber hinaus werden die Reflexe der betroffenen Patienten überprüft. Während der einzelnen Untersuchungen ist in der Regel immer ein Neurologe anwesend. Sollte ein erster Verdacht auf eine Lähmung bestehen, kann auch ein bildgebendes Verfahren eingesetzt werden. Nur so werden beispielsweise Tumore im Bereich des Gehirns sichtbar. Im Anschluss an die Erstellung einer Diagnose kann eine Lähmung zielgerichtet behandelt werden.

Behandlung

Die Behandlung einer Lähmung erweist sich in den meisten Fällen als relativ schwierig. Die Wahl eines geeigneten Therapieverfahrens wird in Anlehnung zu den Ursachen einer Lähmung getroffen. Leichte Formen der Lähmung müssen nicht behandelt werden. So muss beispielsweise eine Parese im Bereich des Gesichts nicht von einem Arzt behandelt werden.

Sollte eine Lähmung auf einem Infekt oder auf einer Entzündung der Muskulatur basieren, muss eine Behandlung mit einem entsprechenden Antibiotikum in Erwägung gezogen werden. Als relativ schwierig erweist sich die Behandlung einer Lähmung immer dann, wenn ein Tumor im Bereich des Gehirns als Ursache ermittelt wurde. In diesen Fällen kann eine Lähmung nur im Rahmen eines operativen Eingriffs behandelt werden.

Darüber hinaus müssen sich die betroffenen Patienten in den meisten Fällen einer Chemotherapie unterziehen. Sofern sich eine neurologische Erkrankung für das Auftreten einer Lähmung verantwortlich zeichnet, ist eine Heilung nicht immer möglich. Jedoch kann der Verlauf der Krankheit durch eine aktive Teilnahme an Maßnahmen aus dem Bereich der Physiotherapie positiv beeinflusst werden. Damit dauerhafte Beeinträchtigungen vermieden werden können, wird nicht nur dem Aspekt der Behandlung besonders viel Aufmerksamkeit beigemessen. So kann man einer Lähmung aktiv vorbeugen.



Vorbeugung

Da eine Lähmung oftmals als das Resultat einer Infektion in Erscheinung tritt, sollte auf ein besonders hohes Maß an Hygiene geachtet werden. Darüber hinaus sollten vor allem Personen aus gefährlichen Berufsgruppen vorausschauend und besonnen handeln. Nur so können Unfälle vermieden werden. Da auch Tumore eine Lähmung auslösen können, sollten in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden.

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