Erythema chronicum migrans (Wanderröte)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. Januar 2015
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Die Wanderröte - medizinisch Erythema chronicum migrans genannt - charakterisiert sich durch einen kreisförmigen rötlichen Hautausschlag. Dieser Hautausschlag tritt einige Tage bzw. ein paar Wochen nach einem Zeckenbiss auf. Das erste Stadium ist das Erythema chronicum migrans.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Erythema chronicum migrans?

Das Erythema chronicum migrans ist eine Gefahr, die auf den Menschen in der Natur lauert. Der Hautausschlag tritt an der Bissstelle auf und breitet sich nach außen aus. Es wird durch einen Zeckenbiss ausgelöst. Vor allem in Deutschland oder Österreich ist der Zeckenbiss eine drohende Gefahr.

Die Folgeerkrankung, Borreliose, tritt immer wieder auf. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es jedoch nicht. Jedoch kann der Arzt, bei einer rechtzeitigen Diagnose, die Borreliose therapieren. Das Erythema chronicum migrans ist das erste Stadium der sogenannten Borreliose.

Ursachen

Die Ursachen für das Erythema chronicum migrans (Wanderröte) ist ein Virus. Bakterien sind für die Borreliose verantwortlich. Die Bakterien - Borrelien - übertragen das Virus. Dieser Virus wird durch Zecken übertragen. Vor allem in deutschen Wäldern leben viele Zecken, welche die Borrelien verbreiten.

Der Irrglaube, dass Zecken von Bäumen auf Menschen herabfallen, ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Jedoch lauert die Gefahr in hüfthohen Sträuchern. Hier warten die Zecken auf Menschen, um sich in diesen durch Bisse einzunisten.

Doch nicht jede Zecke ist mit Borrelien infiziert. Im Süden sind es rund 50 Prozent aller Zecken - im Norden hingegen nur etwa 10 Prozent. Rund 3 Prozent aller Zecken, die tatsächlich einen Menschen beißen, tragen die Borrelien in sich.

Entdeckt der Mensch die Zecke und entfernt diese nach rund sechs bis zwölf Stunden, ist die Chance, dass die Borrelien übertragen wurden, relativ gering. Etwa 10 Prozent der befallenen Menschen erkranken tatsächlich an Borreliose.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome des Erythema chronicum migrans:

Klassische Symptome der Borreliose bzw. des Erythema chronicum migrans sind Hautrötungen bzw. Papeln. Ebenfalls klagen Patienten über Schüttelfrost, leiden an starken Kopfschmerzen und haben Fieber. Weitere Symptome sind Müdigkeit, Gelenkschmerzen sowie auch starke Rückenschmerzen. Des Weiteren klagen Patienten über Abgeschlagenheit und sind gereizt.

Zwischen fünf und 29 Tagen entsteht an der Bissstelle eine kleine Papel. Rund um diese Papel bildet sich eine kreisförmige Rötung - der Hautausschlag - Erythema chronicum migrans. Dieser breitet sich nach außen auf, bleibt jedoch in der Mitte relativ blass. Auf Grund der Ausbreitung heißt das Erythema chronicum migrans auch im Volksmund Wanderröte. Die Wanderröte wird relativ spät entdeckt. Dies liegt daran, da diese keine Schmerzen verursacht.

Nur selten tritt Fieber auf; einige Patienten klagen auch über ein allgemeines Unwohlsein sowie Müdigkeit. Hin und wieder treten auch Kopfschmerzen ein. Diese Kopfschmerzen - wie auch die weiteren Symptome - verschwinden in der Regel jedoch wieder nach einigen Tagen. Somit denkt der Betroffene in der Regel nicht an die Borreliose, da die Symptome und Anzeichen einer Krankheit wieder von alleine verschwinden.

Ebenfalls gibt es Patienten, die über grippeähnliche Zustände berichten und auch unter Muskelschmerzen leiden. Das Erythema chronicum migrans verschwindet nach einigen Tagen wieder - die Borreliose ist jedoch nicht ausgeheilt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit das Erythema chronicum migrans noch monatelang an der Bissstelle zu sehen.

Diagnose

Erkennt der Betroffene das Erythema chronicum migrans (Wanderröte) und kontaktiert den Arzt, kann dieser im Erststadium der Borreliose sehr wohl eine gute und chancenreiche Therapie verordnen. Erkennt der Mediziner die Borreliose nicht, so sind lebensgefährliche Erkrankungen möglich. Im zweiten Stadium der Borreliose ist ein Befall von lebenswichtigen Organen möglich. So greifen die Bakterien das periphere Nervensystem sowie das Herz an.

Der Patient klagt über Lähmungen, Herzrhythmusstörungen oder auch Schmerzen. Nach Monaten - im Endstadium - klagt der Patient über weitere Beschwerden. Diese können mitunter den Tod verursachen. Nach einem Zeckenbiss ist das Erythema chronicum migrans ein typisches Symptom und Anzeichen, dass eine Borreliose auftritt. Hier ist schnelles Handeln gefragt - schlussendlich liegen die Chancen nur im Anfangsstadium gut, die Borreliose zu 100 Prozent zu heilen.

Behandlung

Im ersten Stadium der Borreliose, welche durch das Erythema chronicum migrans verursacht wird, ist eine Behandlung mit Antibiotika zielführend. Hier kommt vor allem das Medikament Doxycyclin zur Anwendung. Dieses sorgt dabei für eine entsprechende Heilung der Infektion.

Ein Bluttest nach einigen Tagen sorgt für die Kontrolle, ob die Infektion zurückgegangen ist. Entdeckt der Mediziner die Borreliose erst im späteren Stadium, muss dieser härtere Therapien einsetzen. So erhält der Patient in diesem Zusammenhang über einen längeren Zeitraum eine Behandlung mit Cephalosporine.

Diese verabreicht der Mediziner über Infusionen. Die ersten Anzeichen einer Wanderröte sind sehr wohl ernst zu nehmen; eine Behandlung durch den Mediziner ist notwendig.

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Vorbeugung

Als Vorbeugung für das Erythema chronicum migrans gilt die sporadische Kontrolle der Kinder nach dem Spielen im Freien. Ebenfalls gibt es sogenannte Abwehrsprays - diese sollten jedoch kein 100%-iges Vertrauen haben. Schlussendlich gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Patient bei den kleinsten Anzeichen sofort einen Arzt aufsucht und somit lebensgefährliche Entwicklungen der Krankheit aufhält.

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