Hautausschlag

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. Oktober 2016
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Hautausschlag (Exanthem) bezeichnet eine plötzlich auftretende, deutlich sichtbare, meist entzündliche, sich ausbreitende Rötung der Haut. Hierbei lassen sich eine ganze Reihe verschiedener Formen von Ausschlag unterscheiden (Quaddeln, Schuppen, Blasen, Knötchen). Juckreiz ist eines der häufigsten Symptome von Hautausschlag.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Hautausschlag (Exanthem)?

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Der Hautausschlag, in der Fachsprache auch als Exanthem bezeichnet, beginnt meist als kleine gerötete Stelle und breitet sich von diesem Stadium an rasch auf der Haut aus. Oft sind kleine rote Punkte auf der Haut zu erkennen, manchmal handelt es sich bei dem Ausschlag auch um eine zusammenhängende, nahtlose Rötung.

Der Hautausschlag ist keine eigenständige Erkrankung, sondern meist eine Reaktion oder ein Symptom für eine Grunderkrankung. Je nach Ursache kann der Hautausschlag von Juckreiz und mehr oder weniger starken Schmerzen begleitet sein und kann auch mit einer Schwellung der betroffenen Hautstellen einhergehen.

Ursachen

Hautausschlag entsteht oft bei Kontakt mit einem Allergen und deutet daher auf eine Allergie hin. Sobald der Betroffene mit dem Stoff über die Haut in Berührung kommt, auf den er allergisch reagiert, kommt es zur sich ausbreitenden Rötung.

Ausschläge entstehen aber auch als Symptom weiterer Allergien, die nicht zwingend über den direkten Kontakt mit der Haut aktiviert werden müssen - es reicht, wenn das Allergen beispielsweise eingeatmet wird.

Der Hautausschlag kann aber auch eine überempfindliche Reaktion sein, die nicht mit einer Allergie gleichgesetzt sein muss oder dieser nur sehr nahe kommt. Häufig nach Insektenstichen oder Zeckenbissen kommt es zur typischen Reaktion des Körpers: Rund um den Stich bildet sich Hautausschlag, der darauf hindeutet, dass der Körper die Gifte bekämpft, die mit dem Stich unter die Haut und in den Kreislauf gelangt sind.

Je nach Stärke der Reaktion auf den Stich kann der Hautausschlag das alleinige Symptom bleiben oder von anderen, schweren Folgen begleitet sein. Gerade bei Babys entsteht Ausschlag auch bei mechanischer Reizung.

Diagnose und Verlauf

Bei Hautausschlägen ist es wichtig, die Ursache möglichst schnell zu lokalisieren, um rasch mit einer wirkungsvollen Therapie zu beginnen. In der ärztlichen Untersuchung schaut sich der Arzt die betroffenen Hautpartien an und verschafft sich so einen Überblick über Art und Ausdehnung des Ausschlags. Zudem fragt er nach möglichen Vorerkrankungen, Begleitsymptomen oder Situationen, die den Hautausschlag ausgelöst haben könnten. Meist kann der Arzt bereits durch eine Sicht- und Tastanalyse eine erste Ursachendiagnose stellen. Im Zweifel kann ein Bluttest, ein Allergietest und/oder ein Abstrich der betroffenen Hautstelle Aufschluss über die genaue Ursache geben.

Ist eine Kontaktallergie (z.B. Parfüm, Schmuck) Grund für den Hautauschlag, dann klingen die Symptome in der Regel wieder ab, wenn die reizauslösenden Stoffe entfernt werden. Hautausschläge bedingt durch Infektionskrankheiten wie Masern oder Röteln verschwinden ebenfalls nach überstandener Erkrankung.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung des Hautausschlags richtet sich stark nach der zugrunde liegenden Ursache. Häufig ist der Ausschlag ein Symptom einer Grunderkrankung (z.B. Röteln). Wird diese erfolgreich therapiert, so verschwindet in der Regel auch der Ausschlag von allein.

Handelt es sich um den Hautausschlag eines Babys, der nach dem Wechsel der Windel auftritt, wird in der Regel mit beruhigender Creme behandelt. Die Rötung geht dadurch zurück und dem Baby werden auch die Beschwerden genommen.

Wenn der Hautausschlag eines Erwachsenen infolge von Reizungen oder Stichen keine größeren Probleme mit sich bringt, wird auch er mit diversen Cremes und Salben behandelt. Da es aber gerade bei Insektenstichen oft zu erheblicheren Beschwerden als nur zum Hautausschlag kommen kann, entscheiden sich behandelnde Ärzte gelegentlich auch dafür, nicht den Ausschlag direkt, sondern vor allem die Vergiftung medikamentös zu behandeln.

Sobald die Giftstoffe abgebaut sind, schwindet auch die entzündliche Reaktion des Körpers. Bei Allergien wird ähnlich vorgegangen: Es wird selten der Hautausschlag direkt behandelt, stattdessen bekommt man Antihistaminika und andere Wirkstoffe verschrieben. Wenn der Ausschlag jedoch schmerzhaft ist, helfen auch bei Allergien die typischen Salben.

Bei einer Kontaktallergie (z.B. Modeschmuck) ist es sinnvoll die reizenden Stoffe zu meiden, woraufhin der Ausschlag wieder verschwinden sollte.



Vorbeugung

Allergische Menschen sollten zur Verhinderung eines Hautausschlags eine sichere Entfernung zu Allergiequellen einhalten. Je nach Allergen kann das natürlich schwierig sein, doch der Hausarzt berät dazu gerne und kann auch Hilfsmittel herausgeben, die dabei helfen können.

Die regelmäßige Einnahme der Medikamente zur Unterdrückung der Symptome ist bei der Allergie ebenfalls sehr wichtig.

Gesunde können sich vor dem Hautausschlag schützen, indem sie beispielsweise Insektenstiche und andere chemische Reizquellen meiden - manche Reinigungsmittel können bei Hautkontakt etwa zum Hautausschlag führen.

Insektenschutzmittel für die Haut und sichere Handschuhe bei der Wohnungsreinigung sind essenziell. Bei Babys dagegen kann man den charakteristischen Windelausschlag kaum verhindern, er ereilt früher oder später jedes Baby.

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