Chronisches Erschöpfungssyndrom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. September 2016
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Schnell müde? Leichte Anstrengungen sorgen für schnelle körperliche Erschöpfung? Was zu Beginn ignoriert wird, kann Hinweis auf eigenständiges Krankheitsbild sein. Hält der unspezifische Erschöfungszustand über mehrere Monate an sprechen Experten vom chronischen Erschöpfungssyndrom. Die Häufigkeit, dass eine Frau erkrankt, ist doppelt so groß wie bei Männern.

Inhaltsverzeichnis

Was ist chronisches Erschöpfungssyndrom?

Unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom, auch CFS genannt, beschreiben Mediziner ein vielseitiges Krankheitsbild. Durch die vielseitigen Symptome und Beschwerden ist es oft schwer, dass die Diagnose richtig gestellt wird.

Der Patient klagt in der Regel über schwere und lang anhaltende Erschöpfungszustände. Es gibt jedoch keine körperlichen Ursachen, sodass der Erschöpfungszustand aus dem nichts kommt. Selbst die Ruhe und Schonung bei anhaltender Erschöpfung hilft dem Patienten bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom nicht.

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist vergleichbar mit Neurasthenie, Fibromyalgie oder auch der Multiplen Chemikaliensensitivität bzw. der MCS.

Ursachen

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist bislang relativ unbekannt; vor allem die Behandlung als auch die Ursache gilt noch als unsicheres Terrain. Die Ursache des chronischen Erschöpfungssyndrom ist bislang nicht geklärt. Mediziner stehen vor einem Rätsel, da sie nicht wissen, woher das chronische Erschöpfungssyndrom rührt. Auch gab es bislang keine Beweise oder andere Ideen, warum Personen am chronischen Erschöpfungssyndrom erkranken.

Fakt ist: Infektionen wie Herpes, der Epstein-Barr-Virus oder auch Hefe-Pilze wirken nicht begünstigend für ein chronisches Erschöpfungssyndrom. Es gibt auch keine Zusammenhänge zwischen dem chronischen Erschöpfungssyndrom und den Infektionen. Selbst eine Belastung mit Schwermetall oder auch Amalgam sorgt für das chronische Erschöpfungssyndrom

Symptome und Verlauf

Typische Symptome:

Der Name ist Programm. Beim chronischen Erschöpfungssyndrom klagt der Patient permanent über leichte Ermüdbarkeit, ist oft erschöpft und kann nach wenigen anstrengenden Tätigkeiten nicht mehr weitermachen. Doch das chronische Erschöpfungssyndrom hat weitere Symptome. So klagt der Patient über eine anhaltende Konzentrationsschwäche und über Kopfschmerzen. Ebenfalls klagt der Patient bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom über Muskelschmerzen. Diese treten akut auf, können aber auch chronisch werden.

Weitere Symptome sind Benommenheit oder auch Schlafstörungen. Patienten klagen aber auch immer wieder über Reizbarkeit, Bauchkrämpfe und auch Fieber. Die betroffenen Personen können sich nicht mit normaler Entspannung und Ruhe erholen. Das bedeutet, dass es für den Patienten unmöglich ist, sich so zu erholen, dass er sich selbst fit fühlt. Das Problem an dem chronischen Erschöpfungssyndrom ist weiter, dass die Symptome mindestens drei bis sechs Monate aufrecht bleiben müssen, bevor der Arzt eine dementsprechende Diagnose stellt.

Diagnose

Die Diagnose für das chronische Erschöpfungssyndrom ist relativ schwer zu stellen. Vor allem, weil es keine apparativen Untersuchungen sowie Blutuntersuchungen gibt, die feststellen, dass der Patient unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom leidet. Das bedeutet, dass der Arzt nach dem Ausschlussverfahren agiert. Erst wenn der behandelnde Arzt alle anderen möglichen Krankheiten ausschließt, wird er die Diagnose stellen.

Ähnliche Erkrankungen sind bösartige Tumore, akute Infektionen sowie Mangelsyndrome bei fehlenden Vitaminen und Bluterkrankungen. Auch psychische Erkrankungen wie Störungen muss der Arzt ausschließen. Darunter fallen neben Depressionen auch die Abhängigkeit und der Missbrauch von Drogen. Erst nach dem Ausschluss aller möglichen Krankheiten stellt der Arzt die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms

Behandlung und Therapie

Das chronische Erschöpfungssyndrom kann mit medikamentöser Behandlung nicht geheilt werden. Das bedeutet, dass auch das Immunsystem stärkende Tabletten keinen positiven Effekt auf die Krankheit bewirken. Das chronische Erschöpfungssyndrom

ist somit gegen Tabletten resistent. Eine mögliche Therapie bzw. Behandlung ist die Psychotherapie. Hier kann der Patient von den unzähligen Symptomen des chronischen Erschöpfungssyndroms befreit werden. Die Therapie wird individuell auf den Patienten zugeschnitten. Das bedeutet, dass eine klassische Verhaltenstherapie zur Linderung des Syndroms und seine Symptome seine Anwendung findet.

Der Patient erhält bei der Verhaltenstherapie die Chance, dass er so viel Schonung wie möglich erhält. Gleichzeitig muss der Patient jedoch auch den positiven Aspekt benutzen um das körperliche Training zu meistern. So kann der Patient auf lange Sicht eine körperliche Aktivierung steigern und die Symptome des Syndroms bekämpfen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten für den Patienten sind derzeit noch nicht bekannt. Durch die Tatsache, dass nur eine Verhaltenstherapie im klassischen Sinn hilft, gehen Ärzte davon aus, dass das chronische Erschöpfungssyndrom eine psychische Erkrankung ist. Aus diesem Grund sind auch Tabletten oder Immunsystem stärkende Medikamente ohne Wirkung.



Vorbeugung

Da die Ärzte bislang nicht wissen, woher das chronische Erschöpfungssyndrom kommt, ist es unmöglich zu sagen, welche Vorbeugungen dagegen helfen. Eine direkte Vorbeugung wird es wohl nicht geben, da das chronische Erschöpfungssyndrom wohl eine psychische Erkrankung darstellt.

Bislang konnte kein Zusammenhang mit diversen Gewohnheiten erkannt werden; die Ursache ist genauso ungeklärt wie die Vorbeugung des chronischen Erschöpfungssyndroms.

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