Brechdurchfall

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. September 2016
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Viele Menschen waren schon einmal von dem sogenannten Brechdurchfall betroffen. Umgangssprachlich bezeichnet man die Erkrankung auch als Magen-Darm-Grippe. Medizinisch handelt es sich hierbei um eine Gastroenteritis. Meist klingen die Symptome binnen 48 Stunden wieder ab. Häufig sind Noroviren die Ursache für die Erkrankung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Brechdurchfall?

Die Gastroenteritis - wörtlich übersetzt: Magen-Darm-Entzündung - ist der klassische Brechdurchfall. Wie der Name schon sagt, sind die klassischen Symptome Durchfall und Erbrechen. Das liegt daran, weil eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt vorliegt.

Der Brechdurchfall ist mit der Grippe nicht verwandt; die Influenza unterscheidet sich in wesentlichen Punkten. Die Ursache von Brechdurchfall ist unterschiedlich. Die Behandlung selbst erfolgt meist mit symptomlindernden Medikamenten.

Ursachen

Brechdurchfall hat unterschiedliche Ursachen. Im Regelfall sind Viren oder Bakterien für die Erkrankung verantwortlich. Der bekannteste Erreger ist der Norovirus. Die Krankheitserreger sind bei Brechdurchfall hoch ansteckend. Das bedeutet, dass die Ansteckungsgefahr zwischen den Mensch äußerst hoch ist. Vor allem verunreinigter Stuhl, kontaminierte Getränke oder Lebensmittel aber auch gemeinsam berührte Gegenstände reichen aus, um die Krankheitserreger zu übertragen.

Kinder sind häufig von Brechdurchfall betroffen. Das liegt in erster Linie daran, da sich diese beim gemeinsamen Spiel oft anfassen. Somit ist die Chance bei Kindern höher, dass sich diese gegenseitig anstecken. Die Symptome sind gleichzeitig das Programm. Der Brechdurchfall äußert sich - wie der Name schon sagt - auf Grund Erbrechen und Durchfall. Beide Symptome treten gleichzeitig und spontan auf. Viele Patienten klagen über Bauchschmerzen und starker Übelkeit.

Weitere Symptome sind Fieber, starke Kopfschmerzen oder auch Gliederschmerzen. Die Beschwerden dauern höchstens drei Tage. Kinder und ältere Personen empfinden den Brechdurchfall "intensiver" - oftmals dehydrieren (austrocknen) die Patienten.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Brechdurchfall:

Diagnose

Der Verlauf der von Brechdurchfall ist bei den Patienten gleich. Wenige Stunden nach der Übertragung durch die Krankheitserreger bricht die Krankheit aus. Die Krankheit selbst ist oft tagelang ansteckend; Noroviren bleiben oft wochenlang im Körper und können somit gesunde Personen anstecken. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Patient wochenlang an Brechdurchfall leidet; beim Norovirus besteht sogar eine Ansteckungsgefahr nach dem Abklingen der Krankheit.

Der Brechdurchfall dauert im Regelfall nicht länger als drei Tage. Eine ärztliche Behandlung ist nicht notwendig. Der Patient muss lediglich auf die Flüssigkeitszufuhr achten. Komplikationen sind das bekannte "Austrocknen" des Patienten sowie auch Erkrankungen der Nieren. Durch den hohen Wasserverlust sind Kreislaufbeschwerden möglich. Sollte das Unwohlsein andauern, ist ein ärztlicher Besuch empfehlenswert.

Behandlung und Therapie

Brechdurchfall ist eine von wenigen Krankheiten, die der Patient auch selbst diagnostizieren kann. Da Brechdurchfall häufig auftritt, gibt es dutzende Hausmittel, die bekannt sind. Aus diesem Grund gehen viele Patienten nicht zum Arzt und behandeln den Brechdurchfall selbst. Dennoch bedeutet das nicht, dass der Patient auf jeglichen Ärztekontakt verzichten sollte.

Bei schweren Verlaufsformen der Erkrankung ist es wichtig, dass der Patient ärztlichen Rat aufsucht. Kinder und ältere Personen sollten ebenfalls rechtzeitig den Arzt aufsuchen. Der Arzt stellt die Diagnose erstmals auf Grund der Schilderung der Symptome. Um den Erreger bestimmen zu können, wird eine Probe des Stuhlgangs durchgeführt. Die Untersuchung des Stuhlgangs wird dann durchgeführt, wenn der Arzt den Norovirus vermutet. Ist der Patient bereits geschwächt und verfügt über einen schlechten Allgemeinzustand, wird nebenbei eine körperliche Untersuchung durchgeführt.



Vorbeugung

Sofern der Patient mit Brechdurchfall nicht zur Risikogruppe (ältere Person oder Kind) zählt und auch sonst keine anderweitigen Grunderkrankungen hat, kann der Arzt bei der Behandlung im Regelfall nur die Symptome lindern. Wichtig ist, dass der Patient genügend Wasser zu sich nimmt. Der Körper verliert viel Flüssigkeit, die der Patient wieder zuführen muss; in der Regel spricht man von mehreren Litern Flüssigkeit, die man zu sich nehmen soll.

Für die Flüssigkeitszufuhr eignen sich ungesüßter Tee oder Wasser. Auf schwere verdauliche Kost sollte der Patient während dem Brechdurchfall verzichten. Ratsam ist leichte Kost wie Zwieback. Oftmals klagen die Patienten über Appetitlosigkeit und essen oft ein bis zwei Tage gar nicht. Der Verzicht auf Nahrung ist nicht so schlimm, solange der Patient genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Bei einer Erkrankung durch Bakterien verordnet der Arzt Antibiotika.

Ärzte verschreiben auch immer wieder Medikamente gegen die Übelkeit bzw. Erbrechen wie auch gegen den Durchfall. Der Arzt kann unter gewissen Umständen auch eine stationäre Aufnahme verordnen. Dies kommt selten vor und tritt nur dann ein, wenn eine Erkrankung durch den Norovirus vorliegt und die Erkrankung den Kreislauf angreift. Der Arzt empfiehlt die stationäre Aufnahme auch dann, wenn der Flüssigkeitsverlust zu hoch ist.

Die Ansteckung und Erkrankung durch Brechdurchfall kann der Patient im Regelfall nicht verhindern. Eine Möglichkeit ist die Stärkung des Immunsystems; eine andere ist die Händedesinfektion nach der Toilette.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Lola kommentierte am 18.06.2016 um 12:25 Uhr

Vor 2 Tagen bekam ich gegen 14 Uhr Übelkeit mit Bauchkrämpfen und anschließendem Erbrechen, was anhielt. Gegen 17 Uhr kam noch Durchfall dazu, beides zusammen war schwallartig und hielt mit weiteren zwischenzeitlichen Krämpfen bis 23 Uhr an. Danach behielt ich auch wieder etwas Wasser bei mir, die Nacht war ruhig. Heute habe ich ein gelb verfärbtes Auge, meine Haut ist noch unauffällig. Hängt das damit zusammen oder muss ich da an eine akute Gallenblase denken?