Asthma cardiale

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Oktober 2016
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Die Asthma cardiale beschreibt eine Atemnot, ausgelöst durch eine Herzerkrankung. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Linksherzinsuffizienz, die zu einer verminderten Herz-Pumpleistung führt. Im Gegensatz zur Asthma bronchiale ist die Lunge bei diesem Symptom nicht betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Asthma cardiale?

Unter dem Begriff Asthma cardiale bezeichnet der Mediziner keine Krankheit, sondern beschreibt im Endeffekt ein Symptom, welches durch die Krankheit hervorgerufen wird. Die Asthma cardiale ist mit der Atemnot wie dem Reizhusten gleichgesetzt.

Im Gegensatz zu Asthma bronchiale ist der Ursprung der Asthma cardiale nicht eine Lungenschwäche, sondern die sogenannte Herzinsuffizienz. Die Asthma cardiale ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern eine Begleiterscheinung einer Erkrankung.

Ursachen

Die Asthma cardiale ist ein Symptom der Herzinsuffizienz - der sogenannten Herzschwäche. Die Ursachen dafür sind weitläufig. Vor allem ältere Menschen leiden an einer Herzinsuffizienz und an der Asthma cardiale, da das Herz mit dem zunehmenden Alter schwächer wird.

Auch akute Erkrankungen wie Herzinfarkte oder auch Entzündungen des Herzmuskels sind Ursachen für eine Asthma cardiale. Die Herzschwäche tritt jedoch auch bei jüngeren Personen auf. Vorwiegend sind auch Medikamente für die Asthma cardiale verantwortlich. Der Herzmuskel ist durch die Einnahme der Medikamente geschwächt, eine Asthma cardiale ist die Folge.

Bei der Asthma cardiale entsteht ein Sauerstoffanstrom sowie ein Sauerstoffabstrom, der jedoch behindert ist und somit eine Atemnot entsteht. Ebenfalls tritt ein Reizhusten ein und die Patienten "Giemen" beim Ausatmen. Viele Patienten klagen auch über ständige Müdigkeit wie Abgeschlagenheit und ein Erstickungsgefühl.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome:

Patienten mit einer Asthma cardiale leiden unter starkem Husten, der vorwiegend in der Nacht auftritt. Personen mit Asthma cardiale leiden unter der Atemnot und geben oft krankhafte Atemgeräusche von sich. Ebenfalls klagen Patienten über ein Erstickungsgefühl, die Angst, dass sie Ersticken und beklagen auch schaumigen Auswurf beim Husten.

Je intensiver die Herzschwäche und ausgeprägter die Asthma cardiale ist, umso intensiver und häufiger klagt der Patient über die Vielfalt der Symptome.

Diagnose

Der Arzt stellt die Diagnose eines Asthma cardiale mittels einer Anamnese. Das bedeutet, dass der Patient vorerst über seine Symptome berichtet. Typische Indizien der Herzschwäche sind schnelle Ermüdung des Patienten, eine veränderte Atemfrequenz als auch ständiges Husten wie auch nächtliches Wasserlassen und eine stetige Gewichtszunahme.

Ebenfalls klagt der Patient in der Regel über Herzrasen; Herzrhythmusstörungen sind ebenfalls ein Anzeichen für eine Herzschwäche und eine damit verbundene Asthma cardiale. Auch Ödeme in den Beinen als auch Rasselgeräusche beim Einatmen in der Lunge sind Zeichen, dass der Patient unter einer Herzinsuffizienz leidet.

Weitere abklärende Maßnahmen sind das Anlegen des EKG sowie auch Untersuchungen des Herzens. Der Arzt stellt die Diagnose auf Grund des EKG-Schreibers und stellt somit fest, ob es sich um eine Herzschwäche handelt. Je weiter die Herzinsuffizienz fortgeschritten ist, umso intensiver sind die Symptome - unter anderem auch die Asthma cardiale. Weiters kann ein Blutbefund angefordert werden, der ebenfalls unter gewissen Umständen erkennen lässt, ob es sich um eine Herzschwäche mit einer Asthma cardiale handelt oder nicht.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung der Asthma cardiale als Symptom der klassischen Herzinsuffizienz lässt sich relativ gut behandeln. Bei akuten Fällen verabreicht der Arzt Diuretikum wie etwa Furosemid. Dieses Mittel treibt das entstandene und eingelagerte Wasser, welches für die Asthma cardiale verantwortlich ist, aus dem Körper. Somit wird die Kreislauf der Lunge entlastet und das Ödem der Lunge geht zurück. Dadurch kann der Patient frei durchatmen; die Asthma cardiale ist erstmals besiegt.

Langfristig gesehen ist das Entfernen des Ödems jedoch keine Variante für den Patienten. Somit wird mittels Stufentherapie die Herzschwäche bekämpft. Auch Betablocker verbessern die Situation des Patienten, da hier die Funktion des Herzmuskels deutlich verbessert werden kann. Bei der Therapie ist es vor allem wichtig, dass der Patient regelmäßig eine ärztliche Kontrolle durchführt.

Nur wenn der Herzmuskel wie auch die Asthma cardiale immer wieder untersucht wird, können schwerwiegende Erkrankungen (lebensgefährliche Entwicklungen) verhindert werden. Oftmals ist es ratsam, wenn auch die Ernährung als auch die Lebensgewohnheiten verändert werden.



Vorbeugung

Wichtig ist, dass man es gar nicht zu einer Asthma cardiale kommen lässt. Der Patient kann eine Herzschwäche und die damit resultierende Asthma cardiale vor allem in jungen Jahren relativ gut vorbeugen.

Eine Möglichkeit ist auf die Ernährung zu achten und Bewegung zu treiben. Übergewicht und eine ungesunde Ernährung sind zwei Faktoren, die in diesem Zusammenhang eine Herzinsuffizienz und die damit verbundene Asthma cardiale begünstigen.

Auch Nikotin wie Alkohol begünstigen die Asthma cardiale. Ebenfalls sollte der Patient regelmäßig eine Gesundenuntersuchung durchführen, damit der Arzt das Herz untersucht. So können etwaige Vorzeichen erkannt und somit ein Ausbruch der Erkrankung verhindert werden.

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