Kurzatmigkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. November 2016
Gesundpedia.deSymptome Kurzatmigkeit

Kurzatmigkeit kann unterschiedliche Ursachen haben. Jeder Mensch, der schon einmal Probleme mit einer eingeschränkten Atmung (z.B. verstopfte Nase) hatte, weiß, wie panisch der Körper reagiert, wenn die Luft knapp wird. Auch bei einer permanenten Kurzatmigkeit, z.B. aufgrund einer chronischen Lungenerkrankung, leidet der Organismus mehr oder weniger stark und ist in seiner Leistungsfähigkeit massiv eingeschränkt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Kurzatmigkeit?

Hinter der umgangssprachlichen Bezeichnung Luftnot verbirgt sich eine Kurzatmigkeit, die mit einer mangelhaften Luftzufuhr einhergeht. In der Medizin ist die Kurzatmigkeit ein eindeutig diagnostizierbares Krankheitsbild, welches bei den unterschiedlichsten Personengruppen auftreten kann.

In Hinsicht auf die Definition der Kurzatmigkeit greifen die Mediziner auch auf die Begriffe Dyspnoe und Hyperventilation zurück. Diese können mit einer Kurzatmigkeit in enger Verbindung stehen. Bei der Kurzatmigkeit ist die normale und reguläre Atemtätigkeit eingeschränkt, was zu einer Mangelversorgung des Organismus mit lebensnotwendigem Sauerstoff führen kann.

Ursachen

Die Ursachen für ein Entstehen und ein andauerndes Bestehen der Kurzatmigkeit sind recht variabel und werden sowohl durch innere als auch durch äußerliche Faktoren beeinflusst.

Neben den organischen Ursachen, die zu einer Kurzatmigkeit führen können, kommen ebenfalls die in der Umwelt oder in einer falschen Lebensweise liegenden Auslöser für eine Kurzatmigkeit in Betracht.

Außerdem führen auch Ursachen, die in der Psyche eines Menschen liegen, zu einer vorübergehenden oder anhaltenden Kurzatmigkeit. Die Kurzatmigkeit ist somit im Verhältnis zu den jeweiligen Ursachen gesehen, entweder von kurzer oder langer Dauer.

Zunächst werden bei der Kurzatmigkeit akut oder chronische bestehende gesundheitliche Einschränkungen der Funktionstüchtigkeit der Bronchien und des gesamten Lungenorgans berücksichtigt. Erkrankungen des Herzens, massives Übergewicht und zum Teil Erkrankungen des neurologischen, psychischen und rheumatischen Symptomkreises können indirekt für eine Kurzatmigkeit verantwortlich gemacht werden.

Diagnose und Verlauf

Wenn bei dem Bestehen einer Kurzatmigkeit die diagnostischen Untersuchungen ergeben haben, dass es sich entweder um eine Adipositas, eine Asthmaerkrankungen der Bronchien, eine Entzündung des Herzmuskels, entzündliche Prozesse des Rippenfells oder eine Blutarmut handelt, werden entsprechende Verlaufsformen beobachtet.

Grundsätzlich tritt eine Kurzatmigkeit immer dann verstärkt auf, wenn sich die Betroffenen aus einer Ruhephase in eine körperliche Bewegung versetzen. Zunächst sind intensive körperliche Anstrengungen erforderlich, dass die Patientinnen und Patienten schon bald nach Luft schnappen müssen und in ihren Bewegungen innehalten. Im fortschreitenden Verlauf leiden die Betroffenen schon bei normalen körperlichen Belastungen wie beim Anheben von Gegenständen oder beim Tragen ihrer Einkäufe unter Kurzatmigkeit.

Die Atemzüge werden bei einer Kurzatmigkeit schnell und kurz, sodass ein tiefes Einatmen nicht möglich ist. Aufgrund der Schnelligkeit der aufeinanderfolgenden Atemzüge kann das im Blut enthaltene Kohlendioxid nicht abgeatmet werden und das Hämoglobin ist nicht frei für das Binden von Sauerstoff. Eine Unterversorgung mit Sauerstoff ist die Folge einer Kurzatmigkeit. Den Patienten leiden schnell unter Schwindel, die Lippen können leicht bläulich werden und sie können das Bewusstsein verlieren.

Behandlung und Therapie

Zur erfolgreichen Behandlung der Kurzatmigkeit stehen verschiedene Versionen zur Verfügung. Bei den meisten Therapien gegen eine Kurzatmigkeit ist die Mitarbeit der Patienten erforderlich, die in der Regel auf einer Umstellung der Lebensgewohnheiten basiert. Sowohl die Schulmediziner als auch die Naturheilkundler und Homöopathen wissen medizinischen Rat gegen die Kurzatmigkeit. Vor der Therapie der Kurzatmigkeit steht jedoch eine gezielte diagnostische Abklärung der Ursachen, um eine spezielle Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten treffen zu können. Medikamente gegen eine Kurzatmigkeit können eine Therapie unterstützen.

Gegen eine Kurzatmigkeit, die durch eine Lungen- oder Atemwegserkrankung ausgelöst wird, sind eine professionell kontrollierte Atemgymnastik und eine Inhalation wirksam. Bei der Atemwegsgymnastik gegen Kurzatmigkeit kommt es darauf an, die Muskulatur der Atemwege zu stärken. Handelt es sich bei der Kurzatmigkeit um vorliegende Erkrankungen des Herzens, können eine Herzgymnastik, stabilisierende Medikamente und eine sogenannte Trainingstherapie hilfreich sein. Außerdem ist es in den meisten Fällen sinnvoll, bei einer Kurzatmigkeit eine Reduzierung des Körpergewichts bei bestehender Fettleibigkeit in Erwägung zu ziehen. Schon bei der Verringerung des Körpergewichts um wenige Kilogramm verbessert sich die normale Atmung im Gegensatz zu einer beklemmenden Kurzatmigkeit.



Vorbeugung

Die ursächlichen Auslöser für eine Kurzatmigkeit sind hinlänglich bekannt, sodass eine Vorbeugung optimal auf die Vermeidung dieser Einflüsse ausgerichtet werden kann.

Um zunächst einer Schädigung des Lungengewebes, insbesondere der für die Atmung zuständigen und äußerst empfindlichen Bronchien zu erreichen, ist der Genuss von Nikotin einzustellen.

Eine kalorienreduzierte Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung sowie ein Ausdauertraining unterstützen die Gesundheit des Herz-Kreislauf-System und halten es fit. Übergewicht wird vermieden. Dies ist sinnvoll, um einer Kurzatmigkeit vorzubeugen.

Ist es erforderlich, verschiedene Medikamente einzunehmen, die eine Tätigkeit des Herzens und der Lungen unterstützen, so sollten diese zur Vorbeugung der Kurzatmigkeit genau nach den Einnahmevorschriften eingenommen werden. Dies reduziert eine bestehende Kurzatmigkeit und beugt akuten Anfällen mit Kurzatmigkeit vor.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

britt kommentierte am 04.08.2015 um 19:25 Uhr

Ich habe starke Allergien, dadurch hat sich Bronchialasthma gebildet. Außerdem ein Zwerchfellbruch, was das Ganze verschlimmert. Ich soll ein neues Mittel (Relvar Elliptische 92/22) benutzen, was schwere Nebenwirkungen hervorrufen kann. Ich mag es nicht nehmen. Was meinen Sie?