Unterarmschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. April 2016
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Der Unterarm wird in der heutigen Zeit nicht mehr nur für körperliches Arbeiten in Anspruch genommen. Auch das Arbeiten im Büro und vor dem Computer beansprucht diesen Teil unseres Körpers immer mehr. Daher ist es für jeden Menschen wichtig zu wissen, was Unterarmschmerzen sind und wie diese behandelt und festgestellt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Unterarmschmerzen?

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Medikamente gegen: Schmerzen

Unterarmschmerzen sind Schmerzen, die im Bereich des unteren Armes auftreten. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen und verschiedene Beschwerden hervorrufen. Meist ist ein Ziehen in diesem Bereich anzutreffen. Aber auch ein stechender oder brennender Schmerz ist nicht selten. Dieser Schmerz erstreckt sich dabei grundsätzlich vom Ellenbogen bis in das Handgelenk.

Die Unterarmschmerzen werden hier durch Bewegung des jeweiligen Armes ausgelöst. Dennoch kann der Unterarmschmerz auch erst auftreten, wenn der Arm sich in einer ruhigen Position befindet. Zudem spielt auch die Vorbeugung von Unterarmschmerzen eine entscheidende Rolle.

Ursachen

Unterarmschmerzen können viele Ursachen haben. In den häufigsten Fällen ist eine Versteifung oder Verkürzung des Bindegewebes, der Muskeln, der Sehnen und der Faszien ursächlich. Allerdings können die Schmerzen auch auf Verletzungen beruhen.

Hier kommen besonders gebrochene Knochen, ein Muskelfaserriss, eine Prellung, Verstauchung oder Zerrung in Betracht. Aber auch eine Verletzung im Schulter-, Nacken- oder Handbereich kann einen Unterarmschmerz auslösen. Auch eine Infektion kann ursächlich für Unterarmschmerzen sein. Dies sind zum Beispiel eine infizierte Wunde, Osteomyelitis, Septische Arthritis und eine Zellulitis. Zudem sollte bei Unterarmschmerzen auch an degenerative, neurologischen und entzündliche Erkrankungen gedacht werden.

Besonders häufig kommt dabei eine Nerveneinklemmung oder eine Kompression vor. Auch eine Tendinitis oder eine rheumatoide Arthrose sind nicht selten für Schmerzen im Unterarm verantwortlich. Des Weiteren kann auch eine Bursitis, eine Zervikale Spondylose, eine Osteoarthritis, ein Karpaltunnelsyndrom oder ein Bandscheibenvorfall im Nacken Unterarmschmerzen hervorrufen.

Auch ernste Erkrankungen können Schmerzen im Unterarm verursachen. Ein Knochentumor, Krebs oder ein Herzinfarkt können hinter dem Unterarmschmerz stecken. Daher sollte bei einem langanhaltenden Schmerz immer ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Für den Arzt ist es besonders wichtig, dass er die Ursache des Unterarmschmerzes findet. Nur so kann er die richtige Behandlungsmethode finden und seinem Patienten helfen. Dabei stellt der Arzt viele Fragen, die auf jeden Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden sollten. Hier wird besonders auf den Schmerz und seine Symptome eingegangen.

Auch die Dauer und der Beginn der Schmerzen ist für den Mediziner entscheidend. Zudem wird dieser Vorerkrankungen abklären und den Patienten zu Medikamenten befragen. Erst nach diesem ausführlichen Gespräch wird der betroffene Unterarm in Augenschein genommen. Hier wird auf Schwellungen geachtet und durch leichtes Bewegen des Armes die Symptome überprüft.

Behandlung

Bei der Behandlung von Unterarmschmerzen kommt es besonders darauf an, woher der Schmerz kommt und somit ausgelöst wird. Dabei hat sich in der heutigen Praxis herausgestellt, dass ein ruhigstellen des Armes nur kurz eine Besserung bringt und eher schädlich für die Heilung ist. Denn durch das Ruhigstellen des Armes können sich Muskeln, Faszien und Bindegewebe festigen und verursachen schon kurz nach der Behandlung erneute Schmerzen. Diese fallen meist schlimmer aus als vorher.

Auch ein Dehnen, wenn der Unterarmschmerz bereits vorhanden ist, kann schädlich für den Heilungsprozess sein. Dies liegt besonders daran, dass hier gegen das eigene Nervensystem gearbeitet wird. Stattdessen wird heute meist auf eine sensomotorische Körpertherapie zurückgegriffen. Diese wird angewendet um Muskeln, Sehnen, Faszien und Bindegewebe aus einer Verkürzung oder Erstarrung zu lösen. Zudem kann mit Hilfe dieser Therapie dem Gehirn beigebracht werden, die entsprechenden Muskeln wieder zu lockern und wie gewohnt zu benutzen.

Bei dieser Art der Therapie werden mit Hilfe eines Therapeuten kleine Bewegungsübungen gezielt durchgeführt. Dies kann eine lange Behandlungsdauer bei Unterarmschmerzen mit sich führen. Sofern die Unterarmschmerzen auf eine andere Erkrankung beruhen, muss zunächst diese behandelt werden. Meist verschwinden die Unterarmschmerzen gleichzeitig mit der Ursache und der Patient ist schnell wieder beschwerdefrei.



Vorbeugung

Unterarmschmerzen können sehr gut durch entsprechende Übungen vorgebeugt werden. Dabei ist vor allem eine regelmäßige Anwendung notwendig, nur so kann eine effiziente Vorbeugung stattfinden.

In den meisten Fällen, in denen Unterarmschmerzen auftreten, sind die Finger mit im Spiel. Daher empfiehlt es sich diese bei den Übungen mit einzubeziehen. Die einfachste und bekannteste Übung ist dabei die Unterarme an den Körper heranzuziehen.

Dies sollte in unterschiedlichen Geschwindigkeiten circa 5-10 mal durchgeführt werden. Ein Spreizen der Finger unterstützt zudem den Effekt und hilft Unterarmschmerzen vorzubeugen.

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