Schmerzen Fußsohle

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Schmerzen Fußsohle

Schmerzen in der Fußsohle kennen viele Menschen unter einer hohen Belastung, beispielsweise bei langen Wanderungen. Doch auch in Ruhephasen leiden manche unter den Beschwerden. Da in diesem Fall ernsthafte Erkrankungen der Grund sein können, sollte bei wiederholten Fußsohlenschmerzen ein Arzt aufgesucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schmerzen Fußsohle?

Hier informieren!

Medikamente gegen: Schmerzen

Die Füße sind als das tägliche "Fortbewegungsmittel" hohen Belastungen ausgesetzt. Dabei muss die Fußsohle dem Druck des Körpergewichts standhalten. Daher verfügt sie über einen Fettkörper, der als Unterbau dient und den Druck und die Stöße durch die polsternde Wirkung abfängt. Den größten Teil der Belastung tragen der Fußballen und die Ferse, sodass der Fettkörper in diesen Bereichen besonders ausgeprägt ist. Hier treten dennoch die Schmerzen in der Fußsohle sehr häufig auf. Darunter werden im Allgemeinen alle schmerzhaften Beschwerden unter den Füßen verstanden, also Schmerzen im Bereich der Ferse, des Fußballens, des Fußaußenrandes und des Längsgewölbes.

Ursachen

Schmerzen in der Fußsohle können durch zahlreiche verschiedene Ursachen bedingt werden, beispielsweise Gefäßerkrankungen, eine Verstauchung, ein Bruch, Bänderriss, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Gicht, Osteoporose usw. Oft sind die Schmerzen in einer zu hohen Druckbelastung, in Durchblutungsstörungen oder Erkrankungen der Nerven begründet. Wird die Fußsohle übermäßig belastet, kann dies beispielsweise zur Entzündung der Plantaraponeurose führen. Dies zeigt sich meistens im Druckschmerz am Fersenbein, der manchmal bis in die Zehengrundgelenke ausstrahlt.

Die Beschwerden sind morgens und bei längerer Belastung meist am ausgeprägtesten. Auch Beeinträchtigungen der Nerven können Fußsohlenschmerzen verursachen. Abklemmungen der Nervenbahnen sind mögliche Auslöser der Beschwerden. Dies kann im Bereich des Fußes, aber beispielsweise ebenso in der Wirbelsäule erfolgen. Hier liefern begleitende Symptome wie Rückenschmerzen oder Taubheitsgefühle in den Beinen wichtige Hinweise, dass eventuell ein Nerv eingeklemmt ist.

Des Weiteren beeinflussen Stoffwechselstörungen die Versorgung der Nerven maßgeblich, sodass chronische Erkrankungen wie Diabetes häufig mit Beeinträchtigungen des Nervensystems einhergehen. Diese Krankheiten verursachen zum Teil Empfindungsstörungen, die sich als Fußsohlenschmerzen äußern. Ein weiterer möglicher Auslöser ist eine zu geringe Durchblutung. Dies kann ein schmerzhaftes Kribbeln und Ziehen sowie Taubheitsgefühle an der Fußsohle verursachen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Die Diagnosestellung bei Fußsohlenschmerzen kann sehr unterschiedlich ablaufen. Grundsätzlich beginnt sie jedoch mit der Anamnese, also der Erörterung der Patientengeschichte. Hierbei wird auf die akuten Symptome sowie auf eventuelle Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente ein besonderes Augenmerk gelegt. Dies dient dazu, zu ermitteln, welche Erkrankungen infrage kommen und welche ausgeschlossen werden können. Im Anschluss folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt untersucht dabei die Hautoberfläche der entsprechenden Stelle auf Unregelmäßigkeiten, Rötungen und Schwellungen.

Zudem kann die Beweglichkeit des Fußes einen Hinweis auf eine eventuell vorliegende Erkrankung geben. Neurologische Ursachen können erkannt werden, indem an der Fußsohle die Sensibilität getestet wird. Liefern diese Maßnahmen noch keine eindeutige Diagnose, folgen meist diagnostische Hilfsmittel wie bildgebende Verfahren, zum Beispiel die Durchführung einer Röntgen-, MRT-, CT- oder Ultraschalluntersuchung, um die Ursache für die Schmerzen in der Fußsohle zu ermitteln.

Behandlung und Therapie

Die Therapie gegen Fußsohlenschmerzen hängt prinzipiell von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Medikamente lindern zwar die Schmerzen, beseitigen allerdings meist nicht die Erkrankung, die der Auslöser dafür ist. Daher ist es vor dem Beginn der Behandlung sehr wichtig, dass der Arzt die korrekte Diagnose stellt. Bei fast allen Erkrankungen empfiehlt sich zunächst einmal die Schonung des Fußes. Risikofaktoren wie die Ausübung von bestimmten Sportarten sollten vermieden werden. Manchmal ist auch langfristig gesehen eine Gewichtsreduktion erforderlich.

Stellt der Arzt ein hinteres Tarsaltunnelsyndrom fest, das die Ursache für die Fußsohlenschmerzen ist, erfolgt eine konservative Therapie. Dies bedeutet meist die Anlage orthopädischer Einlagen, dank derer sich die Symptomatik oftmals verbessert. Sollte dies keinen Erfolg haben, ist es zum Teil erforderlich, ein Tarsaltunnelsyndrom chirurgisch zu versorgen. Zudem können bei einem schmerzenden Fersensporn neben einer Schmerztherapie durch Medikamente auch eine Entlastung des Fußes, eine Kältetherapie und Krankengymnastik hilfreich sein. In manchen Fällen ist es zudem notwendig, einen Fersensporn zu operieren.

Entzündliche Prozesse, die neben den Schmerzen in der Fußsohle auch Schwellungen, Rötungen und Wärme auslösen, sollten möglichst schnell adäquat behandelt werden. Hier helfen entzündungshemmende Medikamente. Auch Massagen der Fußsohle können zur Linderung der Beschwerden führen. Bei bakteriellen Infekten kommt eine antibiotische Therapie zum Einsatz, während bei degenerativen Erkrankungen oftmals Medikamente wie Cortison zur Linderung der Symptome verordnet werden. Bei Fehlstellungen der Füße bieten orthopädische Einlagen eine gute Unterstützung, denn auch langfristig kann damit eine Verbesserung erzielt werden. In schweren Fällen muss allerdings eine Operation durchgeführt werden, um die Stellung zu korrigieren.



Vorbeugung

Werden die Schmerzen in der Fußsohle durch eine übermäßige Belastung ausgelöst, ist insbesondere Ruhe sehr wichtig. Der Fuß muss geschont werden. Durch eine gezielte Krankengymnastik kann möglichen Fehlbelastungen entgegengewirkt werden, um die Beschwerden langfristig zu verbessern. Spezielle orthopädische Schuhe und Einlagen können ebenfalls maßgeblich zur Linderung der Beschwerden führen. Durch Fußgymnastik wird die Muskulatur der Füße gekräftigt, sodass es weniger schnell zu einer Überlastung durch hohe Laufumfänge kommt. Dies führt ebenso häufig zu Schmerzen in der Fußsohle. Eine optimale Prophylaxe von Entzündungen in der Fußsohle besteht zudem darin, dass regelmäßige Stretchingübungen für die Muskulatur in der Wade durchgeführt werden. Dies gilt nicht nur vor dem Lauftraining, sondern auch in der Cooldown-Phase. Zudem sind Dehnungsübungen eine gute Maßnahme.

Das Risiko für Entzündungen in der Fußsohle kann auch durch Laufschuhe mit einer stabilen Mittelsohle gesenkt werden. Das Gleiche gilt für Einlagen und spezielle Tapes. Diese helfen zum Beispiel bei einem Senk-Spreizfuß und einem Senkfuß. Dies alles ist in Sportfachgeschäften erhältlich.

Eine regelmäßige Fußpflege mit einem besonderem Augenmerk auf die Entfernung der Hornhaut, bequeme Schuhe, die gut abgepolstert sind und weiche Einlege-Sohlen tragen ebenfalls dazu bei, Schmerzen in der Fußsohle zu vermeiden. Es gibt auch spezielle Pflege-Produkte, die für die Füße eine Wohltat sind, beispielsweise Wechselfußbäder und warme Fußbäder, die durchblutungsfördernde Mittel enthalten.

Bücher über Fußschmerzen

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schmerzen Fußsohle?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?