Fersenschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. April 2015
Gesundpedia.deSymptome Fersenschmerzen

Fersenschmerzen gehören mit zu den häufigsten Beschwerden im Bereich der Füße. Kein Wunder, denn wir sind täglich viele Stunden auf den Beinen und unsere Füße müssen Einiges aushalten. Für Fersenschmerzen gibt es viele Ursachen. Viele Beschwerden treten nach Fehlbelastung oder Überlastung auf.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Fersenschmerzen?

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Als Fersenschmerzen werden Schmerzen im hinteren Bereich des Fußes in der Umgebung des Fersenbeins, auch "Hacke" genannt, bezeichnet. Die Schmerzen sind unangenehm und können das Gehen beeinträchtigen.

Zu den häufigsten Ursachen von Fersenschmerzen zählt der so genannte Fersensporn. Diese Kalkablagerung unter dem Fersenbein tritt oft als Begleiterscheinung von sportlicher Be- und Überlastung auf.

Das Fersenbein ist der größte Knochen im Fuß und es ist besonderen Belastungen ausgesetzt, weil das Fersenbein beim Gehen zuerst auf dem Boden aufsetzt.

Ursachen

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Eine der häufigsten Gründe für Fersenschmerzen ist der sogenannte Fersensporn, eine dornartige Kalkablagerung unter dem Fersenbein, die Schmerzen beim Anlaufen und Auftreten verursacht. Meistens handelt es sich bei diesem Problem um eine Folge von Überlastung durch falsches Schuhwerk, langes Stehen oder sportliche Überanstrengungen. Ein Fersensporn kann aber auch durch Rheuma oder Fußfehlstellungen wie Senkfuß, Senk-Spreizfuß oder Knick-Senkfuß entstehen.

Auch eine Fraktur des Fersenbeins kann eine Ursache für Fersenschmerzen, eine Fehlstellung oder Verletzung des Fersengelenks sein. Auch Entzündungen können eine Rolle spielen wie eine Knochenhautentzündung des Fersenbeins, das Reiter-Syndrom, bei sich dem durch eine vorangegangene Entzündung Herde im Körper bilden und eine Schleimbeutelentzündung im Achillessehnenbereich.

Fersenschmerzen können eines der Frühsymptome von Morbus Bechterew auftreten. In seltenen Fällen können Verwachsungen des Fersenbeins mit angrenzenden Knochen die Ursache von Fersenschmerzen sein. Fersenschmerzen können sich unterschiedlich anfühlen. Sie können stechend, drückend oder klopfend sein. Sie können örtlich begrenzt sein, aber auch ausstrahlen. Fersenschmerzen werden meistens stärker bei Belastungen durch Gehen oder Stehen und bessern sich meistens beim Liegen und in Ruhephasen.

Diagnose und Verlauf

Bei stärkeren Fersenschmerzen, die sich nicht von allein bessern, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, häufig einen Orthopäden. Zuerst fragt der Arzt nach den Beschwerden und untersucht anschließend den betroffenen Fuß durch Abtasten. Dabei kann der Arzt sehr schnell einen Fersensporn feststellen, denn dieser ist druckschmerzempfindlich. Eine sichere Diagnose bringt eine Röntgenuntersuchung, auf dem Röntgenbild ist ein Fersensporn deutlich zu erkennen, man sieht einen dornenförmigen Fortsatz, der aus dem Fersenknochen ragt.

Wenn nur leichte Fersenschmerzen vorhanden sind und kein Tastbefund vorliegt, kann auf die Röntgenuntersuchung verzichtet werden. Manchmal wird ein Fersensporn rein zufällig auf dem Röntgenbild entdeckt. Wenn er keine Beschwerden macht, muss er nicht behandelt werden. Auch Fußfehlstellungen, die Fersenschmerzen verursachen können, kann der Arzt bei dieser Untersuchung erkennen.

Wenn andere Ursachen für Fersenschmerzen vorliegen, kann eine Ultraschalluntersuchung oder ein MRT Aufschluss geben. Handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, z. B. Rheuma oder Gicht, wird ein Blutbild veranlasst.

Fersenschmerzen sollten behandelt werden, denn sie verschwinden in der Regel nicht von allein. Besonders beim Fersenbeinbruch und beim Fersensporn ist schnelles Handeln notwendig, um weitere Beschwerden zu vermeiden. Ein unbehandelter Fersensporn kann entzündliche Reaktionen unter der Fußsohle auslösen und noch stärkere Beschwerden verursachen. Es ist wichtig, dass Fersenschmerzen zeitnah behandelt werden. Auch Fußfehlstellungen, die eine Ursache für Fersenschmerzen sein können, sollten mit behandelt werden. Bei Rheuma und Gicht oder Entzündungen müssen entsprechende Medikamente verabreicht werden.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung der Fersenschmerzen richtet sich nach den Ursachen. Der Arzt wird zunächst einmal dazu raten, den Fuß zu entlasten und auf intensive sportliche Anstrengungen oder lange Fußmärsche in ungeeignetem Schuhwerk zu verzichten.

Gegen Fersenschmerzen durch einen Fersensporn helfen Fersenkissen oder Einlagen, die den Bereich entlasten. Wenn starke Schmerzen vorhanden sind, können vorübergehend Schmerzmittel helfen oder der Arzt kann um den Bereich des Fersensporns herum lokale Betäubungsmittel spritzen. Auch Salben können helfen. Eine Operation ist nur in wenigen Fällen notwendig.

Auf längere Sicht helfen meistens speziell angepasste Einlagen, die auch Fehlstellungen korrigieren können. Generell sollte der betroffene Fuß so viel wie möglich entlastet werden. Durch gepolstertes Schuhwerk und durch Hochlegen des Fußes erfolgt eine zielgerichtete Entlastung. Bei starkem Übergewicht sollte das Gewicht reduziert werden, um den Druck vom Fuß zu nehmen. Generell sollte man den Füßen Gutes tun und so viel wie möglich geeignetes Schuhwerk tragen.

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Vorbeugung

Nicht allen Fersenschmerzen kann man vorbeugen, aber es gibt doch einige Möglichkeiten. Füße sollten nicht dauerhaft überlastet werden, denn die Überlastung ist einer der Hauptauslöser für Fersenschmerzen. Es sollten nicht ausschließlich ungesunde Schuhe mit harten Sohlen getragen werden, auch langes, einseitiges Stehen ist nicht gut für die Füße. Fußfehlstellungen sollten ausgeglichen oder durch geeignete Physiotherapie behandelt werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

W.G. kommentierte am 06.04.2016 um 10:20 Uhr

Ich wache schon mit starken Fußschmerzen auf und weiß mir keinen Rat mehr. Ich trage Einlagen und gelegentlich auch Fersenpolster. Fersensporn habe ich beidseitig, aber die Schmerzen habe ich an der ganzen Fußsohle. Beim Orthopäden war ich schon mehrfach, er hat mir Einlagen und Strahlentherapie verordnet, leider alles ohne den erhofften Erfolg. Ich habe auch schon viele "Hausmittel" versucht, nichts hilft. Haben Sie einen Rat für mich?