Muskelentzündung (Myositis)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. November 2014

Von einer Muskelentzündung (Myositis) spricht man, wenn Muskeln der Skelettmuskulatur erkrankt, also entzündet sind. Eine Myositis kann durch Erreger (Infektionen), Tumore oder Allergien verursacht werden. Man unterscheidet sowohl akute als auch chronische Formen der Muskelentzündung.

Inhaltsverzeichnis

Definition Muskelentzündung (Myositis)

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Die Muskelentzündung (Myositis) bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der Muskulatur. Der Mediziner spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Myositis. Unterschieden werden dabei verschiedene Myositisformen. Die verbreitesten sind als Einschlusskörper-Myositis oder Dermatomyositis sowie Polymyositis bekannt.

Bei Erwachsenen ist die Einschlusskörper-Myositis im Alter über 50 Jahren am verbreitesten, obwohl die Dermatomyositis in der Bevölkerung häufiger ist. Die Ursachen für eine Muskelentzündung sind sehr vielschichtig. So kann eine Myositis sowohl angeboren, als auch durch äußere Einflüsse (z.B. Krankheitserreger) hervorgerufen werden.

Ursachen von Muskelentzündung

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Muskelentzündung. Einerseits kann es sich um eine Infektion handeln, die durch Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufen wurde. Oft kann auch durch eine Autoimmunerkrankung das Immunsystem in seiner Funktion beeinträchtigt sein.

Gründe dafür können Allergien oder Umweltschadstoffe sein. Das Immunsystem versucht sich zu schützen und bildet Abwehrstoffe, die sich dann gegen die körpereigene Muskulatur richten. Andererseits kann eine Muskelentzündung auch genetisch bedingt sein. Eine Anfälligkeit für diese Erkrankung ist oft erblich.

Besonders häufig sind Sportler von Muskelentzündungen betroffen. Bei ihnen werden bestimmte Muskeln sehr stark beansprucht und deren Überbelastung wird meist nicht auskuriert oder behandelt sondern ignoriert und mit weiterem Training verschlimmert.

Dadurch haben Bakterien ideale Voraussetzungen, sich im entzündeten Muskel weiter auszubreiten und ihn zunehmend zu schädigen. Natürlich kann eine Muskelentzündung auch bei Menschen auftreten, die keine Sportler sind. Meist sind Stoffwechselstörungen, allergische Reaktionen auf Medikamente oder die Schwächung des Immunsystems infolge eines Infekts die Ursache. So können Viren und Bakterien leicht auch in die Muskeln eindringen.

Symptome und Verlauf von Muskelentzündung

Zu Beginn einer Muskelentzündung empfindet der Betroffene Schmerzen (Gliederschmerzen), die denen eines Muskelkaters ähneln. Die Schmerzen sind in der Regel großflächig und betreffen verschiedene Muskelareale. Auch eine bläulich-rötliche Färbung der Gesichtshaut ist ein typisches Anzeichen für eine Muskelentzündung. Hinzu kommen häufig allgemeine Abgespanntheit, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen. Außerdem lässt im Falle einer Muskelentzündung meist erhöhte Temperatur bzw. Fieber nicht lange auf sich warten. Sie beginnt also ähnlich wie ein grippaler Infekt. Handelt es sich jedoch tatsächlich um eine Muskelentzündung, so verschwinden die Symptome nach zwei bis drei Wochen nicht, sondern werden stetig schlimmer. Oftmals leidet die betroffene Person auch unter Gewichtsverlust.

Diagnose von Muskelentzündung

Halten die Muskelschmerzen länger als 4 Wochen an, sollten Betroffene schnellstens einen Arzt aufsuchen. Mittels Blutuntersuchung und Gewebeproben (Muskelbiopsie) lässt sich eine Muskelentzündung diagnostizieren. So kann eine Erhöhung des Enzyms Creatinkinase (CK) in den Muskelfasern bzw. im Blut, auf eine Erkrankung hindeuten. Die Elektromyographie (EMG) ist eine neurologische Untersuchungsmethode, bei der mittels Nadelelektroden die Nervenleitgeschwindigkeit und damit die Muskelaktivität beurteilt werden kann.

Behandlung von Muskelentzündung

Ist der Grund für eine Muskelentzündung eine oben beschriebene Autoimmunreaktion, so muss diese über einen längeren Zeitraum mit Arzneimitteln behandelt werden, welche die Funktionen und Reaktionen des Immunsystems unterbinden, denn es muss verhindert werden, dass das Immunsystem Abwehrstoffe bildet, welche gegen die eigene Muskulatur eingesetzt werden.

Grundsätzlich lässt sich eine Muskelentzündung, wenn es um eine Autoimmunerkrankung handelt, relativ gut mit Kortison-Präparaten behandeln. Allerdings ist der Therapieverlauf von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. So kann es in einigen Fällen, nur einige Tage, in anderen bis zu 6 Wochen dauern, bis eine deutliche Linderung der Beschwerden eintritt. Eine solche Behandlung sollte unter ständiger ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, damit Nebenwirkungen vermieden bzw. erkannt werden können.

Eine Gefahr besteht zum Beispiel darin, dass das Immunsystem sich durch die Medikamentenzufuhr auch gegen andere schädigende Einflüsse nicht oder nur schlecht wehren kann. Wurde eine Muskelentzündung jedoch von Bakterien hervorgerufen, kann eine Behandlung mit Antibiotika erfolgen.

Klingen die Symptome trotz Kortison-Therapie nicht ab, oder verschlimmern sich sogar (Fortschreitende Beschwerden), muss über den Einsatz sogenannter Immunsuppressiva nachgedacht werden. Allerdings haben auch diese Medikamente eine Reihe von Nebenwirkungen, die das tägliche Leben erheblich einschränken können.

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Vorbeugung von Muskelentzündung

Maßnahmen zur Vorbeugung einer Muskelentzündung liegen hauptsächlich im Bereich der Schonung des schmerzenden und überbelasteten Muskelgewebes. Zudem spielt eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle.

Tierisches Eiweiß sollte in Maßen genossen werden, wobei wohl noch wichtiger die Einschränkung des Verzehrs glutenhaltiger Getreide ist. Dazu gehören beispielsweise Roggen, Weizen, Gerste und Hafer - aber auch Zucker und natürlich Fertiggerichte, welche viele ungesunde Konservierungsstoffe beinhalten.

Außerdem ist der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren zu empfehlen, die sich vor allem in Fisch, Lein- und Rapsöl befinden. Auch sollte viel frisches Obst und Gemüse verzehrt werden. Auch entzündungshemmende Heilkräuter oder natürliche Arzneimittel können Muskelentzündungen vorbeugen.

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