Läuferknie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. September 2016
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Eine der häufigsten Sportverletzungen, welche insbesondere Jogger betrifft, ist das sogenannte Läuferknie. Jeder vierte Läufer klagt mindestens einmal im Leben über die für das Läuferknie typischen Beschwerden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Läuferknie?

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Medikamente gegen: Sportverletzungen

Das Läuferknie, in der medizinischen Fachsprache auch als iliotibiales Bandsyndrom, kurz ITBS, bezeichnet, ist eine Erkrankung, die besonders bei Sportlern häufig auftritt. Vor allem Läufer sind von diesem Symptom oft betroffen, woher die Krankheit übrigens auch ihren Namen hat.

Ebenso ist auch bei Radsportlern das Läuferknie nicht selten zu beobachten. Natürlich kann das Läuferknie aber genauso bei Nichtsportlern auftreten. Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer.

Ursachen

In den meisten Fällen entsteht ein Läuferknie durch eine Fehl- oder Überbelastung. Diese Schmerzen entstehen dadurch, dass eine Tractus iliotibialis genannte Sehnenplatte am Knochen entlang scheuert. Dies wiederum bewirkt in diesem Zusammenhang, dass sich das Gewebe entzündet und so Schmerzen verursacht.

Da das Knie ein recht komplexes Gebilde aus unterschiedlichen Muskeln, Sehnen und Bändern ist und diese perfekt zusammenspielen müssen, treten hier besonders häufig Verletzungen auf.

Die Ursache für das Läuferknie ist in vielen Fällen in einer falschen Bewegungsausführung zu suchen, doch auch eine Fehlstellung der Beine, etwa O-Beine oder andere angeborene Fehlstellungen, können das Läuferknie verursachen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome eines Läuferknies:

Das Läuferknie ist eine Erkrankung, die starke Schmerzen vor allem an der Außenseite des Knies verursacht. Diese Schmerzen werden von den meisten Patienten als stechend beschrieben. In der Anfangszeit treten die Schmerzen nur beim schnellen Laufen und hier besonders beim Bergabgehen auf; später dann bereitet auch normales Gehen starke Schmerzen.

Selbst das Sitzen mit angewinkelten Beinen beziehungsweise das Berühren des Knies verursacht in der akuten Phase starke Schmerzen. Diese Schmerzen können sowohl an der Außenseite des Knies als auch unterhalb der Kniescheibe auftreten. Zusätzlich zu den starken Schmerzen kann ein Läuferknie ähnliche Symptome wie eine Schleimbeutelentzündung hervorrufen: Dies bedeutet, dass das Knie anschwillt, sich warm anfühlt und unter Umständen einen Gelenkerguss bildet. Patienten berichten weiterhin von einem hörbaren Knirschen im Knie.

Diagnose

Eine Schilderung der Symptome lässt meist recht eindeutig auf ein Läuferknie schließen. Eindeutigen Aufschluss geben allerdings erst Röntgenuntersuchungen oder ein MRT des Knies, denn ähnliche Symptome werden auch durch Schädigungen des Meniskus ausgelöst.

Mit einer entsprechenden Behandlung heilt das Läuferknie vollständig aus; allerdings dauert die Erkrankung bis zu drei Monate. Wie schnell sich die Symptome bessern, hängt im Wesentlichen auch vom Verhalten des Patienten ab. Absolute Ruhe und Schonung des betroffenen Knies sollten in der akuten Phase oberste Priorität haben.

Bei konsequenter Schonung bessern sich die Beschwerden spätestens nach ein bis zwei Wochen. Patienten, welche sich nicht an die Vorsichtsmaßnahmen halten und das Knie zu zeitig belasten, müssen damit rechnen, dass die Krankheit einen chronischen Verlauf nimmt.

Behandlung

Die Behandlung des Läuferknies zielt in erster Linie darauf ab, die starken Schmerzen zu lindern. Aus diesem Grund wird der Arzt entzündungshemmende Medikamente verschreiben und auch eine Kühlung des Knies bringt meist eine deutliche Linderung der Beschwerden.

Zumindest in der akuten Zeit sollte man auf das Training verzichten und das Knie stattdessen schonen. Eine Laufpause von mindestens zwei bis drei Monaten ist bei einem Läuferknie durchaus angebracht. Eine Bandage zur Stabilisierung hilft in den meisten Fällen ebenfalls sehr gut. In einigen Fällen können zudem Massagen gut helfen, welche die durch die Schmerzen verkürzte Muskulatur an der Außenseite des Knies lockern und dehnen.

Bei chronischen Schmerzen des Knies wiederum sind Wärmeanwendungen recht wirksam. Erst wenn die Schmerzen komplett abgeklungen sind, sollte man mit einem leichten Training wieder beginnen. Hier eignen sich zunächst krankengymnastische Übungen beziehungsweise Übungen an Geräten, um die Muskulatur wieder aufzubauen.



Vorbeugung

Wer regelmäßig joggen geht, sollte auf einige Dinge achten, um ein Läuferknie zu verhindern. Wichtig ist es besonders, sich vor dem Laufen ausreichend aufzuwärmen, doch auch das geeignete Schuhwerk spielt eine entscheidende Rolle. Weiterhin sollte man nicht unbedingt auf einem zu harten Untergrund trainieren, um die Gelenke nicht unnötig zu belasten. Schauen Sie in diesem Zusammenhang auf die Seite: Richtig Joggen (Lauftechnik).

Beim Dehnen vor dem Training sollte man vor allem die Außenseite des Knies nicht außer Acht lassen. Ein Überkreuzen beider Beine im Stehen ist eine gute Dehnübung zur Vorbeugung des Läuferknies. Während des Laufens sollte man immer wieder seinen Laufstil kontrollieren, um eine Fehlbelastung der Gelenke zu vermeiden. Gute Laufschuhe mit entsprechenden Einlagen können hier ebenso wahre Wunder vollbringen. Eine gute Vorbeugungsmaßnahme in Bezug auf das Läuferknie kann es zudem sein, sein Körpergewicht zu reduzieren.

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