Verbrennung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Juni 2015
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Bei einer Verbrennung oder Brandverletzung wird die Haut durch Einwirkung von Strom, feuchter oder trockener Hitze verbrannt. Eine Verbrennung ist ein alltägliches und ernst zu nehmendes Thema. Oft ist eine Verbrennung unbedenklich, manchmal sind allerdings die Schäden auch bleibend.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Verbrennungen?

Als Verbrennung bezeichnet man die Schädigung eines Körperteils, insbesondere der Haut und der Schleimhäute durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Dies kann immer dann passieren, wenn die Person Kontakt zu einer größeren Hitzequelle hat wie zum Beispiel im Haushalt beim Kochen. Auch durch Reibung können höhere Temperaturen auf der Haut entstehen.

Bei entsprechender Temperatur erfolgt Zellschädigung beziehungsweise der Zelltod des betroffenen Bereichs. Je nachdem wie intensiv der Schaden ist, werden die Verbrennungen in verschiedene Grade eingeteilt. Ein vermehrter Schaden tritt vor allem dann auf, wenn die Temperatur hoch ist und lange genug auf das Körperteil einwirkt.

Ursachen

Die Ursachen einer Verbrennung sind überhöhte und langanhaltende Temperaturen. Temperaturen von über 40 Grad Celsius können die Widerstandsfähigkeit des Organismus überlasten.

Bei einem bestimmten Maß an Wärme ist es für den Körper nicht mehr möglich, durch normale Wärmeaustauschvorgänge die Hitze durch das Blut abzuleiten. Dies führt zur Degeneration zellulärer Proteine, sodass diese ihre Funktion nicht mehr ausüben können.

Sobald die Temperatur dann auf 45 Grad weiteransteigt, führt dies zur Denaturierung und zum nachhaltigen Verlust der Funktion und der Struktur der Proteine. Die nunmehr durch die Verbrennung veränderten Proteine wirken toxisch, antigen und beeinflussen auch das Immunsystem.

Symptome und Verlauf

Die Immunantwort lässt auch die Symptome und den Verlauf der Verbrennung näher erscheinen. Sofort werden Fresszellen (Makrophagen) und andere Immunabwehrsysteme des Körpers in die betroffenen Gebiete geschickt. Konkret ist dies an der Haut an eventuellen Brandblasen sichtbar.

Diese Blasen sollen verhindern, dass Bakterien in die entstandene Wunde eindringen. Weiterhin entsteht ein Schmerzreiz an der betroffenen Stelle, der den Körper zur Schonung anregt. Infektionen an den verbrannten Stellen sind möglich.

Diagnose

In der Diagnose unterscheidet man verschiedene Schweregrade bei Verbrennungen. Grad 1 ist der leichteste Verletzungsgrad. Hierbei ist die Verbrennung nur auf die Oberfläche der Haut beschränkt. Dies äußert sich in leichten Schmerzen, Spannungsgefühl und Rötungen an der Haut. Diese verschwinden nach wenigen Tagen gänzlich.

Grad 2 äußert sich nach erfolgter Rötung der betroffenen Gebiete in einer weiteren Blasenbildung. Somit betrifft die Verbrennung hierbei nicht nur die Oberhaut, sondern auch den obersten Teil der Lederhaut. Starker Schmerz tritt auf. Die Wunde verheilt nach zwei bis drei Wochen. In beiden Fällen bleiben keine Narben zurück.

Grad 3 ist deutlich schwerwiegender. So betrifft diese Verbrennung die Oberhaut, die Lederhaut und kann bis zum Unterhautfettgewebe reichen. Haarfolikel, Drüsengewebe und Tast- und Schmerzrezeptoren werden zerstört. Dadurch treten bei der Verbrennung dritten Grades keine Schmerzen auf.

Allerdings treten an den Randgebieten der Verbrennung sehr starke Schmerzen auf, da diese dann wieder Grad 2 einnehmen. Die Blutgefäße an der betroffenen Stelle werden vollständig zerstört. Dadurch entstehen keine Blutungen. Narben bleiben zurück.

Die Verbrennung vierten Grades erfassen auch Muskeln und Knochen. Eine natürliche Heilung ist nicht mehr zu erwarten. Sind zu viele Gebiete betroffen, stirbt der Körper.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung einer Verbrennung orientiert sich auch an den Schweregraden. Bei leichten Verbrennungen wird sofortige Kühlung empfohlen. Dies dient der Schmerzlinderung und dem Verhindern der Ausbreitung des Brandherds. Brandblasen dürfen nicht geöffnet werden, da sie vom Körper zum Schutz vor Infektionen eingesetzt werden. Bei schweren Verbrennungen muss die Atmung des Patienten kontrolliert werden, denn in bestimmten Fällen kommt es durch die hohe Belastung zum Atemstillstand.

Bereits abgestorbenes Gewebe muss ärztlich entfernt werden, da es Nährboden für Erreger bildet. Neue hydroaktive Binden ermöglichen die ständige Linderung der Wunde. Weiterhin wird eine Ernährungstherapie empfohlen, denn durch die Verbrennung hat der Patient einen erhöhten Grundumsatz und muss mit Nährstoffen und insbesondere mit Vitaminen versorgt werden.

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Vorbeugung

Zur Vorbeugung von Verbrennungen muss generell erhöhte Aufmerksamkeit angemahnt werden. Da zu den Hauptursachen Unfälle im Haushalt gehören, sollte dort auch besondere Vorsicht geboten sein. Außerdem können Sonnenbrände beispielsweise durch Sonnencreme mit entsprechendem Schutzfaktor vermieden werden.

Ferner kann es empfehlenswert sein, entsprechende Kühlbinden und andere Erste-Hilfe-Mittel zu Hause oder im Auto aufzubewahren, um schnell auf eine Verbrennung antworten zu können. Auch muss angemahnt werden, im Zweifelsfall bei einer Verbrennung lieber ins Krankenhaus zu gehen, um eventuell Schlimmeres zu verhindern.

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