Akne

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 14. September 2015
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Akne ist die am häufigsten vorkommende Hauterkrankung, die größtenteils Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren betrifft. Doch auch einige Erwachsene bleiben von dieser Erkrankung der Talgdrüsen leider nicht verschont. In der Medizin unterscheidet man verschiedene Akne-Formen. Am häufigsten ist die so genannte Acne vulgaris. Es gibt unterschiedliche Strategien für eine erfolgreiche Akne-Therapie. Meist ist dies jedoch ein langfristiger Behandlungsprozess.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Akne?

Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen. Je nach Ursache, Schweregrad und Verlauf lassen sich verschiedene Akne-Formen unterscheiden. Die bekannteste und verbreiteste Form ist die so genannte gewöhnliche Akne (lat. Acne vulgaris). Vor allem Jugendliche während der Pubertät leiden unter dieser hormonell bedingten Hautkrankheit.

Die für die Akne so typischen Pickel und Pusteln treten hauptsächlich im Gesicht, im Nacken und auf der Brust auf. Jungen sind in der Pubertät übrigens deutlich häufiger von Akne betroffen als Mädchen. Selbst Neugeborene können an Akne, der sogenannten "Neugeborenen-Akne", leiden.

Ursachen

Hauptursache für die Akne sind entzündete Talgdrüsen der Haut. Diese Talgdrüsen erzeugen übermäßig viel Sekret, was dazu führt, dass diese verstopfen und sich schließlich entzünden.

Hormonelle Veränderungen bewirken diese Erkrankung der Haut, genauer gesagt handelt es sich hierbei um die männlichen Geschlechtshormone Androgene. Daher haben Jungen auch öfter mit schwerer Akne zu kämpfen als Mädchen.

Mädchen wiederum leiden besonders häufig während der Menstruation an Akne. Auch Frauen während der Schwangerschaft sind aufgrund der Hormonumstellung oft von Akne betroffen.

Neben dieser typischen Pubertätsakne können jedoch noch zahlreiche andere Auslöser Ursachen der Pickel sein. Starke UV-Strahlung zählt dazu ebenso wie Nikotin oder bestimmte Medikamente.

Ebenso kann psychischer Stress Akne auslösen. Experten gehen zudem davon aus, dass diese Hautkrankheit vererbbar ist. Entgegen der weit verbreiteten Meinung jedoch, dass zu viel Süßigkeiten Akne auslösen können, ist dies nicht erwiesen.

Symptome und Verlauf

Rote Pusteln und Knoten im Gesicht sind ein typisches Merkmal von Akne.

Akne-Betroffene leiden häufig unter den typischen Anzeichen wie: Pickeln, Pusteln und Mitessern. Meist treten diese Symptome im Gesicht, sowie Nacken- und Brustbereich zutage. Jedoch können auch Rücken, Leistengegend und sogar die Genitalien betroffen sein.

Die Haut im Gesicht ist zudem recht fettig. In schlimmen Fällen der Akne bilden sich sogar entzündliche Abszesse, Krusten und Narben. In der Regel jedoch normalisiert sich das Hautbild spätestens bis zum Beginn des dritten Lebensjahrzehnts.

Diagnose

Die Diagnose einer Akne stellt sich in den meisten Fällen selbst für den Laien als einfach dar: Fettige Haut, Mitesser, entzündete Papeln und Pusteln besonders im Gesicht und auf dem Rücken zeichnen das Hautbild. Auch die Brust- und Schulterregion ist oftmals betroffen.

Akne tritt zudem vor allem in der Pubertät auf. Dies ist einer Zunahme der männlichen Sexualhormone geschuldet, was erklärt, weshalb junge Männer häufiger und stärker betroffen sind als Frauen.

Allgemein bezeichnet man diese Art der Akne mit dem lateinischen Fachbegriff Acne vulgaris, unter welchen allerdings mehrere Subtypen der Akne zusammengefasst werden.

Je nach Schweregrad und Hautbild, unterscheidet man die Acne comedonica, Acne papulopustulosa und die Acne conglobata. Während beim ersten Typus lediglich Mitesser in der T-Zone des Gesichts vorhanden sind, bilden sich bei der Acne papulopustulosa ganz dem Namen entsprechend entzündete Papeln und Pusteln, welche zu kleineren Narben führen können.

Die schwerste Form der Akne ist die Acne conglobata, bei welcher der gesamte Körper betroffen ist und die entzündlichen Stellen miteinander verschmelzen können.

Je nach Typ der Akne und deren Auslöser, kann es vorkommen, dass sich die Veränderung des Hautbildes mit Ende der Pubertät zurückbildet. Bei schwereren Verlaufsformen können Medikamente, bewusste Ernährung und spezifische Hygienemaßnahmen helfen, Narben vorzubeugen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von schwerer Akne erfolgt in der Regel mit Salben oder Medikamenten. Nur etwa 30 Prozent der von Akne betroffenen Patienten leiden an einer klinischen Akne, die von einem Arzt behandelt werden muss.

Bei diesen Patienten jedoch ist die schnelle und geeignete Therapie wichtig, damit keine Narben zurückbleiben. Unbedingt sollte man sich daher an einen Arzt wenden und die Akne keinesfalls allein bekämpfen wollen.

Unbedingt zu vermeiden ist das Ausdrücken der Pickel und Pusteln und auch die zu intensive Reinigung des Gesichtes bewirkt eher das Gegenteil.

Für welche Behandlung der Arzt sich entscheidet, hängt von der Form der Akne sowie deren Ausmaßen ab. Wissen sollte man, dass die Behandlung von Akne sehr langwierig ist.

Bei leichter Akne genügt eine Creme aus der Apotheke; fetthaltige Cremes und Salben dagegen sollten Aknepatienten eher meiden. Salizylsäure und Zink sind die Mittel, welche am besten gegen Akne helfen.

Bei Frauen mit schwerer Akne kann zudem eine Hormontherapie gut gegen das Erscheinungsbild dieser Krankheit helfen.

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Vorbeugung

Um Akne vorzubeugen, ist eine regelmäßige und gründliche Reinigung des Gesichtes unerlässlich. Allerdings sollte man es dabei nicht übertreiben und zu aggressive Produkte verwenden. Jedoch ist auch dies kein Garant dafür, von Akne verschont zu bleiben, denn diese Krankheit kann durchaus vererbt werden. Außerdem sollte man die Haut nicht unnötig mit Make up bedecken, da die sie dadurch nicht atmen kann.

Das Rauchen ist ebenfalls nicht unbedingt förderlich für eine schöne Haut, denn Nikotin kann diese schnell fahl aussehen lassen und auch Akne fördern. Die hormonell bedingten Ursachen für Akne (Geschlechtshormone) sind jedoch nicht beeinflussbar.

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