Hausmittel gegen Verstopfung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. September 2016
Gesundpedia.deHausmittel Hausmittel gegen Verstopfung

Bei Verstopfung ist der Stuhl hart und trocken und löst sich oft nur schwer. Teilweise hat man sogar Schmerzen beim Stuhlgang. Die wohl häufigste Ursache ist ein Mangel an Ballaststoffen und Wasser. Aber auch das Ignorieren des Dranges, weil man zu beschäftigt ist. Auch können Verstopfungen als eine Nebenwirkung bei Arzneimitteln (Eisenpräparate), mangelnde körperlicher Ertüchtigung oder einer zu regelmäßige Einnahme von Abführmitteln auftreten. Um die Eingeweide wieder in Schwung zu bringen, gibt es viele verschiedene Hausrezepte und Naturheilmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft bei Verstopfung?

  • Es ist wichtig zu wissen, dass viele Ärzte behaupten, dass manche Patienten bloß eine „Pseudo-Verstopfung“ haben, da sie denken, sie müssten mehrmals täglich oder täglich Stuhlgang haben. Dabei folgt die Verdauung jedes Menschen seinem eigenen Rhythmus und diejenigen, die mehrmals täglich aufs Klo müssen sind genauso gesund, wie diejenigen, die nur alle drei Tage Stuhlgang haben.
  • Am Wichtigsten ist es viel zu trinken. Gerade, wenn man viele Ballaststoffe zu sich nimmt, muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
  • Ballaststoffe sind ein sehr wichtiger Bestandteil der guten Verdauung. Am Besten man beginnt den Tag mit einem ballaststoffreichen Kleiefrühstück oder gut gemixtem Müsli. Durch diese Ballaststoffe wird dem Stuhl Masse gegeben und dadurch wird er schneller durch den Verdauungstrakt getrieben. Wenn man diese Art von Nahrung nicht gewohnt ist, sollte man nicht zu viel davon zu Anfang essen, da es dann zu Blähungen und Magenkrämpfen führen kann.
  • Getrocknete Früchte, wie Aprikosen, Birnen, Feigem und Pflaumen, aber auch Haferflocken und Nüsse sind reich an löslichen Ballaststoffen. Diese quellen dann in den Eingeweiden auf und sorgen für weicheren Stuhl.

Schnelle Hilfe bei Verstopfung

  • Morgens ein Kaffee hilft Wunder. Das Koffein fördert die Verdauung, denn es stimuliert den Dickdarm und veranlasst somit den Stuhlgang.
  • Auch ein anderes heißes Getränk am morgen, wie z.B. Kräutertee oder einfach nur eine Tasse, mit heißem Wasser und ein wenig Zitrone und Honig.
  • Zitronensaft wirkt ähnlich wie ein käufliches Abführmittel. Allerdings sollte nicht allzuviel auf einmal eingenommen werden.



Hausmittel gegen Verstopfungen

  • Ein Hausmittel aus Omas Küchenschrank sind Flohsamen. Man gibt 1-2 TL zerstoßenen Flohsamens in 1 Tasse heißen Wasser und lässt es dann 2 Stunden ziehen. Danach kann man je nach Geschmack noch etwas Zitrone und Honig hinzufügen und es trinken.

  • Ein weiteres Naturheilmittel sind Leinsamen. Sie sind sehr reich an Ballaststoffen und enthalten außerdem noch Omega-3-Fette, die sehr gut für den Blutkreislauf und das Herz sind. Leinsamen können gut zusammen mit Müsli gegessen werden. Ein weiterer Trick ist, die Samen in einer Mühle zu mahlen und sie dann in einem Glas Orangensaft unterzurühren.
  • Löwenzahntee hat eine leicht abführende Wirkung. Ein Rezept aus der traditionellen Küche: 1 TL Löwenzahnwurzel auf eine Tasse kochendes Wasser. Hiervon sollten etwa drei Tassen am Tag getrunken werden.
  • Eins, der wohl ältesten Hausmittel gegen Verstopfung sind Dörrpflaumen. Jede Pflaume enthält etwa 1g Ballaststoff. Außerdem besitzen diese Früchte einen Wirkstoff, welcher die Darmkontraktionen anregt und den Stuhldrang erhöht.

Weitere Informationen sind unter Verstopfung zu finden. Verstopfungen sind zwar eine lästige Angelegenheit, aber meistens harmlos. Doch sollten Verstopfungen niemals unterschätzt werden, denn sie können auch eine ernste Erkrankung, wie z.B Darmkrebs oder einen Darmverschluss, anzeigen. Wenn die Verstopfung mehr als 2 Wochen anhält oder Blut im Stuhl entdeckt wird sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Bücher über Verstopfung

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Hausmittel gegen Verstopfung?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?