Hausmittel gegen Verstopfung

Letzte Aktualisierung am 9. Oktober 2017 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Bei Verstopfung ist der Stuhl hart und trocken und löst sich oft nur schwer. Teilweise hat man sogar Schmerzen beim Stuhlgang. Die wohl häufigste Ursache ist ein Mangel an Ballaststoffen und Wasser. Aber auch das Ignorieren des Dranges, weil man zu beschäftigt ist. Auch können Verstopfungen als eine Nebenwirkung bei Arzneimitteln (Eisenpräparate), mangelnde körperlicher Ertüchtigung oder einer zu regelmäßige Einnahme von Abführmitteln auftreten. Um die Eingeweide wieder in Schwung zu bringen, gibt es viele verschiedene Hausrezepte und Naturheilmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Verstopfung?

Jeder Mensch hat schon mal unter Verstopfung gelitten und weiß, wie unangenehm dieses Gefühl sein kann. Meist handelt es sich jedoch um ein vorübergehendes Problem. In einigen wenigen Fällen liegt allerdings eine krankhafte Verstopfung vor. Eine Verstopfung (Obstipation) liegt vor, wenn die Stuhlentleerung zu selten erfolgt oder erschwert ist. So gibt es mehrere Kriterien, die für eine Darmverstopfung sprechen. Zu diesen Kriterien zählen unter anderem das ständige Gefühl der unvollständigen Darmentleerung, der Eindruck einer Blockade am Darmausgang, ein hoher aufzuwendender Pressdruck beim Stuhlgang, die manuelle Nachhilfe bei der Entleerung, harter Stuhlgang oder weniger als drei Darmentleerungen in der Woche.

Wenn mindestens zwei dieser Symptome zutreffen, handelt es sich um eine Obstipation. Die Verstopfung kann chronisch oder auch akut sein. In den weitaus meisten Fällen handelt es sich um eine chronische Obstipation. Bei einer akuten Verstopfung muss jedoch dringend ein Arzt zurate gezogen werden, weil ein Notfall (Darmverschluss) vorliegen könnte.

Wer ist betroffen?

Mehr als ein Drittel aller Menschen fühlen sich durch eine Verstopfung beeinträchtigt. Dabei liegt in der Mehrzahl der Fälle keine krankhafte Störung vor. Am häufigsten klagen Frauen und ältere Menschen über Verstopfung. An wirklich krankhafter Obstipation leiden in Europa jedoch lediglich fünf bis 15 Prozent der Menschen.

Ursachen

Die Ursachen für chronische Verstopfungen sind vielfältig. Eine chronische Obstipation kann in vielen Fällen durch Stress ausgelöst werden. Der Darm ist hochempfindlich und reagiert sehr leicht auf Störungen beim Zusammenspiel von Nerven, Gehirn und Darm. Daher treten auch bei Erkrankungen des Nervensystems häufig Verstopfungen auf. Weitere Ursachen können Hormonstörungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Überfunktion der Nebenschilddrüse sein. Auch bei Diabetes mellitus kommt es nicht selten zu Verstopfungen, weil durch die Glukose Nervenzellen geschädigt werden. Die Reizweiterleitung ist dadurch vermindert, sodass die Darmmuskulatur oft nur noch unzureichend angeregt wird.

Auch Niereninsuffizienz kann aufgrund verstärkter Kalziumfreisetzung zu Verstopfung führen, da Kalzium die Signalweiterleitung stört. Des Weiteren treten Verstopfungen häufig im Rahmen einer Schwangerschaft aufgrund von hormonellen Umstellungen auf. Viele Medikamente wie Antidepressiva, Beruhigungsmittel oder Protonenpumpenblocker können ebenfalls eine Obstipation verursachen. Nicht zuletzt führen Passagehindernisse am Enddarm wie Fisteln, Verengungen des Analkanals, Hämorrhoiden oder ein Mastdarmvorfall zu Verstopfungen. Auch im Rahmen des sogenannten Reizdarmsyndroms treten neben Durchfällen häufig Verstopfungen auf.

Was hilft bei Verstopfung?

  • Es ist wichtig zu wissen, dass viele Ärzte behaupten, dass manche Patienten bloß eine „Pseudo-Verstopfung“ haben, da sie denken, sie müssten mehrmals täglich oder täglich Stuhlgang haben. Dabei folgt die Verdauung jedes Menschen seinem eigenen Rhythmus und diejenigen, die mehrmals täglich aufs Klo müssen sind genauso gesund, wie diejenigen, die nur alle drei Tage Stuhlgang haben.
  • Am Wichtigsten ist es viel zu trinken. Gerade, wenn man viele Ballaststoffe zu sich nimmt, muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
  • Ballaststoffe sind ein sehr wichtiger Bestandteil der guten Verdauung. Am Besten man beginnt den Tag mit einem ballaststoffreichen Kleiefrühstück oder gut gemixtem Müsli. Durch diese Ballaststoffe wird dem Stuhl Masse gegeben und dadurch wird er schneller durch den Verdauungstrakt getrieben. Wenn man diese Art von Nahrung nicht gewohnt ist, sollte man nicht zu viel davon zu Anfang essen, da es dann zu Blähungen und Magenkrämpfen führen kann.
  • Getrocknete Früchte, wie Aprikosen, Birnen, Feigem und Pflaumen, aber auch Haferflocken und Nüsse sind reich an löslichen Ballaststoffen. Diese quellen dann in den Eingeweiden auf und sorgen für weicheren Stuhl.

Schnelle Hilfe bei Verstopfung

  • Morgens ein Kaffee hilft Wunder. Das Koffein fördert die Verdauung, denn es stimuliert den Dickdarm und veranlasst somit den Stuhlgang.
  • Auch ein anderes heißes Getränk am morgen, wie z.B. Kräutertee oder einfach nur eine Tasse, mit heißem Wasser und ein wenig Zitrone und Honig.
  • Zitronensaft wirkt ähnlich wie ein käufliches Abführmittel. Allerdings sollte nicht allzuviel auf einmal eingenommen werden.

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Hausmittel gegen Verstopfungen

  • Ein Hausmittel aus Omas Küchenschrank sind Flohsamen. Man gibt 1-2 TL zerstoßenen Flohsamens in 1 Tasse heißen Wasser und lässt es dann 2 Stunden ziehen. Danach kann man je nach Geschmack noch etwas Zitrone und Honig hinzufügen und es trinken.

  • Ein weiteres Naturheilmittel sind Leinsamen. Sie sind sehr reich an Ballaststoffen und enthalten außerdem noch Omega-3-Fette, die sehr gut für den Blutkreislauf und das Herz sind. Leinsamen können gut zusammen mit Müsli gegessen werden. Ein weiterer Trick ist, die Samen in einer Mühle zu mahlen und sie dann in einem Glas Orangensaft unterzurühren.
  • Löwenzahntee hat eine leicht abführende Wirkung. Ein Rezept aus der traditionellen Küche: 1 TL Löwenzahnwurzel auf eine Tasse kochendes Wasser. Hiervon sollten etwa drei Tassen am Tag getrunken werden.
  • Eins, der wohl ältesten Hausmittel gegen Verstopfung sind Dörrpflaumen. Jede Pflaume enthält etwa 1g Ballaststoff. Außerdem besitzen diese Früchte einen Wirkstoff, welcher die Darmkontraktionen anregt und den Stuhldrang erhöht.

Weitere Informationen sind unter Verstopfung zu finden. Verstopfungen sind zwar eine lästige Angelegenheit, aber meistens harmlos. Doch sollten Verstopfungen niemals unterschätzt werden, denn sie können auch eine ernste Erkrankung, wie z.B Darmkrebs oder einen Darmverschluss, anzeigen. Wenn die Verstopfung mehr als 2 Wochen anhält oder Blut im Stuhl entdeckt wird sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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