Birkenpollen-Allergie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. Dezember 2016
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Die Birkenpollen-Allergie zählt zu den häufigsten Formen von Heuschnupfen. Sie tritt vor allem während Übergangsphase zwischen Frühling und Sommer auf und äußert sich durch gereizte Augen, Kopfschmerzen und Reizungen der Nasenschleimhaut, wobei meist ein klares Sekret aus der Nase ausfließt. Unbehandelt kann eine Birkenpollen-Allergie zu einem allergischen Asthma führen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Birkenpollen-Allergie?

Als Birkenpollen-Allergie wird die Art der umgangssprachlich auch Heuschnupfen genannten allergischen Rhinitis bezeichnet, die von den namensgebenden Birkenpollen ausgelöst wird.

Dabei reagiert das Immunsystem auf die eigentlich harmlosen Pollen wie auf schädliche Krankheitserreger, die es abzuwehren gilt. Dies zeigt sich in einer Entzündung der Nasenschleimhaut, die mit verschiedenen weiteren Symptomen einhergehen kann. Aufgrund des zeitlich begrenzten Pollenflugs treten Birkenpollen-Allergien vorzugsweise im späten Frühling und frühen Sommer auf.

Ursachen

Wie bei anderen Allergien kommt es auch bei einer Birkenpollen-Allergie zu einer Fehlreaktion des menschlichen Körpers. Das körpereigene Immunsystem erkennt vermeintlich in den in den Birkenpollen enthaltenen Eiweißen mögliche Krankheitserreger, die in den Organismus eingedrungen sind. Entsprechend werden die Birkenpollen wie schädliche Eindringliche bekämpft.

Warum bei manchen Menschen eine Allergie gegen Birkenpollen oder andere Heuschnupfen-Auslöser auftritt, ist noch nicht abschließend geklärt. Es scheint jedoch eine erbliche Vorbelastung möglich zu sein. Außerdem spielt übertriebene Hygiene, insbesondere während der Kindheit, eine Rolle bei der Entstehung von Allergien.

Zudem sorgt die Klimaerwärmung dafür, dass die Birken ihre Pollen früher im Jahreslauf und über einen längeren Zeitraum abgeben werden. Da Birkenpollen besonders zahlreich auftreten und schon immer eine vergleichsweise lange Pollenflugzeit haben, reagieren auf sie besonders viele Menschen, die anfällig für Heuschnupfen sind.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Pollenallergie:

Die Symptome einer Birkenpollen-Allergie ähneln zunächst stark einer herkömmlichen Erkältung. Die Schleimhäute im Hals-Nasen-Rachenraum entzünden sich und schwellen an, es kommt zu häufigen Niesanfällen und aus der Nase tritt Sekret aus. Dieses ist allerdings als bei einem Infekt nicht zäh und gelblich, sondern klar und sehr flüssig. Außerdem sind gereizte Augen für eine Birkenpollenallergie typisch. Sie brennen, jucke und tränen und sind auch erkennbar gerötet.

Eine Birkenpollenallergie kann sich darüber hinaus durch ein Druckgefühl im Bereich der Stirn bis hin zu anhaltenden starken Kopfschmerzen bemerkbar machen. Neben einem allgemeinen Gefühl der Abgeschlagenheit kann eine Birkenpollenallergie auch Schlafprobleme und Konzentrationsstörungen zur Folge haben.

Insgesamt kann das Wohlbefinden eines Betroffenen durch die Birkenpollen-Allergie stark beeinträchtigt werden. Wenn eine Birkenpollen-Allergie bereits längere Zeit besteht, kann das Immunsystem durch eine übermäßige Sensibilisierung auch auf weitere Stoffe reagieren. Diese Kreuzallergien können in einem solchen Fall nicht nur bei anderen Pollenarten auftreten, sondern auch bei verschiedenen Nüssen, bei Obst wie Äpfeln und Pflaumen, bei Gemüse wie Fenchel und Sellerie und sogar bei Kräutern wie Majoran und Thymian.

Eine Kreuzallergie bleibt häufig geraume Zeit unentdeckt, da sie keine Atemwegsbeschwerden auslöst. Vielmehr zeigt sie sich in Form von Juckreiz, Hautausschlägen, Schwellungen oder Verdauungsproblemen, was nicht mit einer Birkenpollen-Allergie in Verbindung gebracht wird. Wenn eine Birkenpollen-Allergie nicht behandelt wird, kann sich aus ihr nach einigen Jahren überdies ein allergisches Asthma entwickeln.

Diagnose

Ob eine Birkenpollen-Allergie vorliegt, kann ein in Allergologie ausgebildeter Internist, HNO-Arzt oder Hautarzt feststellen. Dazu führt der Arzt zunächst eine ausführliche Anamnese durch, bei der unter anderem auch der Zeitraum nachgefragt wird, in dem die Beschwerden auftreten. Danach können verschiedene Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen, um festzustellen, welche Pollen genau den Heuschnupfen auslösen. Die häufigste Diagnosemethode ist der Prick-Test, bei dem mögliche Allergene mit feinen Nadeln in die Haut eingebracht werden. Beim Provokationstest trägt der Arzt das vermutete Allergen sogar direkt auf die Schleimhaut des Hals-Nasen-Rachenraums auf. Außerdem kann bei einer Blutuntersuchung gezielt nach Antikörpern gesucht werden. Diese Methode kommt vor allem bei Kindern zum Einsatz, da die anderen Tests vergleichsweise unangenehm sein können.

Behandlung und Therapie

Beim akuten Auftreten einer Birkenpollen-Allergie können antihistaminhaltige Medikamente für Erleichterung sorgen. Diese sind in unterschiedlichen Darreichungsformen wie Nasensprays, Augentropfen und Tabletten erhältlich. Die allergiehemmenden Wirkstoffe lindern die typischen Symptome, so dass ein normaler Alltag möglich ist.

Zusätzlich können Entspannungstechniken dazu beitragen, die Akutphase einer Birkenpollen-Allergie erträglich zu gestalten. Langfristig ist bei einer Birkenpollen-Allergie aber eine Hyposensibilisierung sinnvoll. Dabei wird der von der Allergie Betroffene außerhalb der Pollenflugphase regelmäßig in Kontakt mit Birkenpollen gebracht, so dass sich der Körper langsam an das Allergen gewöhnen kann. Diese Behandlung erfolgt unter ärztlicher Kontrolle und kann dafür sorgen, dass die Symptome stark gemindert werden oder die Birkenpollen-Allergie sogar gänzlich geheilt wird.



Vorbeugung

Wer unter einer Birkenpollen-Allergie leidet, kann dem Auftreten schlimmerer Beschwerden dadurch vorbeugen, dass die Zahl der Pollen im näheren Umfeld möglichst gering gehalten wird. Dazu sollte nach dem Nachhausekommen sofort geduscht und die Kleidung gewechselt werden.

Auch die Wohnung sollte regelmäßig gründlich gereinigt werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Wohnung nur zu Zeiten mit geringer Pollenbelastung, also nachts oder nach einem Regen, zu lüften. Zusätzlich können Pollenschutzgitter das Eindringen von Birkenpollen in den Wohnbereich reduzieren.

Langfristig kann einer Birkenpollen-Allergie durch eine Aktivierung des Immunsystems vorgebeugt werden. Wer beispielsweise das Risiko mindern möchte, dass die eigenen Kinder später an Heuschnupfen erkranken, sollte im Haushalt auf die Verwendung von Desinfektionsmitteln verzichten und es den Kindern ermöglichen, mit Haustieren und der Natur in Kontakt zu kommen.

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