Beugehemmung der Finger (Finger lassen sich nicht mehr beugen)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. April 2015
Gesundpedia.deSymptome Beugehemmung der Finger (Finger lassen sich nicht mehr beugen)

Bei einer Beugehemmung der Finger (Finger lassen sich nicht mehr beugen) ist die Bewegungsfreiheit der Hand stark eingeschränkt. Betroffene können entweder den gesamten Finger nicht mehr aus eigener Kraft zur Handinnenfläche führen oder nur die oberste Fingerkuppe. Die Erkrankung verläuft in den meisten Fällen schmerzhaft.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Beugehemmung der Finger (Finger lassen sich nicht mehr beugen)?

Hier informieren!

Medikamente gegen: Sportverletzungen

Zeige-, Mittel,- Ring sowie der kleine Finger der menschlichen Hand verfügen über zwei Beugesehnen, von denen eine tiefer liegt und die andere oberflächlicher. Die Beugesehnen werden von Sehnenscheiden schützend umgeben und von fünf Ringbändern sowie drei Kreuzbändern eng an den Knochen gehalten. Der Umfang der Beugesehnen beträgt fünf bis zehn Millimeter, wodurch die Gefahr eines Risses relativ gering ist.

Verletzungen resultieren eher aus gröberer äußerlicher Gewalt wie durch scharfe Gegenstände. Liegt eine Beugesehnenverletzung vor, so kommt es zur Beugehemmung des betroffenen Fingers. Betroffene sind nicht mehr dazu befähigt, eine kraftvolle Bewegung auszuüben. Stattdessen ist es möglich, dass der Finger schlaff nach hinten hängt. Die Symptomatik hängt davon ab, welche der beiden Beugesehnen betroffen ist. In den meisten Fällen reduziert sich die Bewegungsunfähigkeit auf die oberste oder mittlerste Fingerkuppe.

Ursachen

Eine Beugehemmung (Finger lassen sich nicht mehr beugen) entspringt einer nicht mehr intakten Beugesehne. Diese kann durch äußerliche Verletzungen wie Tierbisse oder Messerstiche in ihrer Funktion beeinflusst werden. Ebenso möglich ist jedoch das Vorliegen eines Schnellenden Fingers. Bei diesem handelt es sich um eine Verschleißerkrankung. Der zunehmende Verschleiß führt dazu, dass die Beugesehne am Umfang zunimmt.

Alle Sehnen in der Hand werden durch Ringbänder mit den Knochen verbunden. Durch die Ringbänder verbleiben die Sehnen auch während des Streckens und Beugens der Finger in dieser Position. Wird der Finger gebeugt, so gleitet die Sehne unter dem Ringband hindurch. Ist die Sehne durch den Verschleiß nun verdickt, kann sie das Ringband nur durch vergrößerten Kraftaufwand passieren.

Für eine Beugehemmung verantwortlich sein kann ebenfalls ein Karpaltunnelsyndrom. Es ist eng mit dem Schnellenden Finger verbunden. Bei diesem wird der Mittelnerv am Handgelenk so eingeengt, dass Empfindungsstörungen auftreten. Der Mittelnerv liegt zwischen dem Handwurzelknochen und einem Band. Er wird gemeinsam mit weiteren Sehnen durch den Karpaltunnel vom Unterarm in die Hand geleitet. Schwillt das Band an oder hat der Mittelnerv aus anderen Gründen keinen ausreichenden Platz mehr, so wird die Funktionstüchtigkeit stark eingeschränkt. Nach längerem Bestehen der Krankheit kann es zur Beugungsunfähigkeit von Zeige- und Mittelfinger kommen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose werden die Beugesehnen ausführlich untersucht. Übungen können dabei helfen, herauszufinden, ob eine Verletzung der Beugesehnen vorliegt und welche der beiden betroffen ist. Ist die oberflächliche Beugesehne verletzt, so ist es dem Betroffenen nicht mehr möglich, die obere oder mittlere Fingerkuppe zu beugen. Bei einer Verletzung von beiden Sehnen kann der gesamte Finger nicht der Handinnenfläche genähert werden. Bei der Diagnose helfen Übungen, bei denen der Patient den Finger gegen Widerstand beugen muss.

Vermutet der Arzt ein Karpaltunnelsyndrom, wird die Daumenmuskulatur zuerst abgetastet. Greifübungen geben Auskunft über den Grad der Erkrankung. Zudem wird der Empfindungssinn getestet. Spürt der Patient die Berührung mit einem Wattebausch nicht, ist die Sensibilität bereits nicht mehr intakt. Betroffene werden gebeten, kleinere Gegenstände wie Büroklammern aufzuheben, um den Tast- und Greifsinn zu untersuchen. Besteht weiterhin Unsicherheit, kann der Hoffmann-Tinel-Test oder das Phalen-Zeichen Anwendung finden.

Behandlung und Therapie

Je nachdem, welche Ursache für die Beugehemmung (Finger lassen sich nicht mehr beugen) vorliegt, werden unterschiedliche Therapieansätze gewählt. Ist die Beugesehne gerissen, ist es am effektivsten, sie in einem möglichst kleinen Zeitfenster wieder zu nähen. Wenn die Verletzung schon älter ist oder sich infiziert hat, müssen zwei Operationen durchgeführt werden. Bei der ersten verhindert ein Siliconstift, dass die Sehnen verkleben, in der zweiten kommt es dann zur Naht. Gegebenenfalls muss eine Transplantation vorgenommen werden.

Wurde das Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert, staffelt sich die Behandlung in konservative Maßnahmen und eine Operation. Bei einem leichteren Grad kann die Einnahme von Vitamin B6 sowie die Schonung der Hand helfen. Entzündungshemmende Medikamente und Betäubungsmittel können ebenfalls eine Linderung verschaffen. Verursacht das Karpaltunnelsyndrom eine Beugehemmung der Finger, so ist es normalerweise jedoch bereits fortgeschritten und bedarf einer Operation. Bei dieser durchtrennt der Arzt das Retinaculum. Der operative Eingriff erfolgt bei einer Spiegelung oder einer offenen Operation. Bereits kurze Zeit nach der manuellen Separierung erfahren Patienten eine rasche Verbesserung der Beschwerden.

Die Greiffunktion muss durch krankengymnastische Übungen geschult werden, ist jedoch wiedererlangbar. Die Operation garantiert eine rasche Linderung, weist aber auch ein höheres Verletzungsrisiko für Sehnen, Nerven und Gefäße auf, die in der Nähe der operierten Stelle liegen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Verletzungen


Vorbeugung

Eine Beugehemmung der Finger kann durch unterschiedliche Faktoren vorgebeugt werden. Zu diesen gehört die Vermeidung der übermäßigen Belastung der Hände, bei denen das Handgelenk gestreckt oder gebeugt wird. Nach längerer Anstrengung sollten die Handgelenke kurz durchgeschüttelt oder kalt abgewaschen werden. Es ist besonders bei regelmäßiger Arbeit am Computer wichtig, die Arme bequem während des Tippens abzulegen und den Händen immer wieder kürzere Pausen zu gönnen.

Bücher über Beugehemmung der Finger und Sportverletzungen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Beugehemmung der Finger (Finger lassen sich nicht mehr beugen)?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?