Betäubungsmittel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 6. Juni 2016
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Mit einem Betäubungsmittel werden schwerste Schmerzen gelindert, manchmal auch ganz ausgeschaltet. Doch leider gehören auch Drogen zu dieser Kategorie und der Missbrauch wurde durch das Betäubungsmittelgesetz geregelt. Man unterscheidet zwischen medizinischen, verschreibungspflichtigen Betäubungsmitteln und der illegalen Benutzung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Betäubungsmittel?

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Medikamente gegen: Schmerzen

Die Betäubungsmittel werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, also werden die Substanzen überprüft und klassifiziert, welche Mittel der Verschreibungspflicht unterliegen und wie wirksam diese sind. Der Missbrauch ist jedoch vehement und leider nicht einzudämmen. Die Betäubungsmittel enthalten Substanzen, die nicht nur Schmerzen nehmen, sondern eben auch Rauschzustände verursachen. In der Hauptsache enthalten sie Methadon, Levamethadon, Kokain, Codein, Heroin und Morphium. Es muss also unterschieden werden, welche Substanzen keinen medizinischen Nutzen haben und welche therapeutisch sehr wertvoll sind. Dabei ist aber stets zu bedenken, dass die Betäubungsmittel physisch und psychisch abhängig machen können.

Wirkung und medizinische Anwendung

Die Betäubungsmittel sind aus der Medizin gar nicht mehr wegzudenken, sie lindern die Schmerzen und Symptome ums vielfache. Genau hier liegt auch der Nutzen, Patienten und Patientinnen nehmen diese Mittel, um die Schmerzen zu reduzieren und somit erträglich zu machen. Auch Schmerzmittel weisen diese Substanzen auf, aber in sehr kleiner Konzentration. Für die Medizin sind Betäubungsmittel aber sehr wichtig, sie werden für eine örtliche Betäubung gebraucht. Auch für die Narkose sind Betäubungsmittel da, eine Operation oder eine schmerzhafte Untersuchung wäre ohne diese Mittel gar nicht möglich.

Sie sind auch in der Palliativ-Medizin wirklich unersetzlich geworden und wird Menschen mit unheilbaren Krankheiten verabreicht. Dadurch wird ein menschenwürdiges Sterben ermöglicht, ohne Schmerzen werden die Patienten in einen Dämmerzustand versetzt. Die Betäubungsmittel wirken entspannend und erleichtern somit den Sterbevorgang. Außerdem werden Betäubungsmittel in der Psychiatrie eingesetzt, hier werden Personen mit den unterschiedlichsten Erkrankungen ruhig gestellt. Einige dieser Substanzen werden durchaus auch in verschreibungspflichtigen Medikamenten eingesetzt, sie können unter ärztlicher Kontrolle vorübergehend durchaus eingenommen werden.

Formen und Gruppen

Ob das Medikament als unbedenklich eingestuft wird und damit frei verkäuflich ist, wird nach den Inhaltsstoffen beurteilt. Manche Tabletten sind verschreibungspflichtig und manche fallen sogar unter das Betäubungsmittelgesetz. Betäubungsmittel sind natürlich grundsätzlich vom Arzt zu verordnen, auf einem speziellen Formular, das nur die Bundesdruckerei herstellt. Wie die Darreichungsform aussieht, entscheidet der Arzt, er kann Tabletten, Tropfen oder Ampullen verschreiben. Aber auch hier müssen Höchstmengen eingehalten werden und die Medikamente dürfen nur über einen Zeitraum von 30 Tagen eingesetzt werden. Es gibt Abweichungen, die aber immer der Ausnahmefall bleiben sollten. Berechtigt sind nur bestimmte Fachärzte und bereits nach einer Woche ist das Rezept ungültig.

Dosierung

Die Dosierung dieser Mittel ist genau einzuhalten, denn bei unsachgemäßer Dosierung können erhebliche Schäden auftreten. Das zentrale Nervensystem kann ganz erheblich geschädigt werden, es können Rauschzustände und Gefühlswallungen auftreten. Körperliche Beschwerden wurden ebenfalls beobachtet, Nervosität, Magenbeschwerden, Mundtrockenheit, Schwindel und Verstopfungen sind keine Seltenheit. Ganz besonders ist auch auf die Abhängigkeit zu achten, denn Betäubungsmittel machen süchtig. So verlangt der Körper immer mehr der Substanzen und die Dosis muss ständig erhöht werden.

In einigen Fällen sind Lähmungen der Atmungsorgane aufgetreten, auch das deutet natürlich auf eine Überdosierung an. Halluzinationen und Schlafstörungen können durch Betäubungsmittel ebenfalls ausgelöst werden. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden ist erhöht und der Blutdruck kann Kapriolen schlagen. Art und Dosierung muss also eingehalten werden, die Nebenwirkungen deuten immer auf eine Überdosierung hin.

Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen

Im Lauf der Zeit sind natürlich viele Betäubungsmittel entwickelt worden, es sind also natürliche und auch chemisch hergestellte Mittel auf dem Markt. Es werden Sedative verordnet, zu denen gehören Barbiturate und Benzodiazepinen. Unter den Betäubungsmitteln befinden sich aber auch Halluzinigene, zu denen LSD, Cannabis, Heroin, Kokain und Morphium zählen. Bekannt dafür sind die Kokapflanze und der Marihuana-Strauch.

Es gibt übrigens auch eine Mohn-Pflanze, die Morphium enthält. Morphin ist ein besonders starkes Derivat und gehört zu den wohl bekanntesten Betäubungsmitteln. Opiate und Opioide können auch synthetisch hergestellt werden. Die moderne Industrie kann natürlich Betäubungsmittel auch künstlich herstellen, LSD und Heroin sind nur einige Beispiele. Manche Betäubungsmittel spielen auch in der Homöopathie eine Rolle, sie werden verdünnt angewendet.

Meistens geht es hier um Alkaloide, die im Volksmund mehr als Giftpflanzen bekannt sind. In der Homöopathie hat sich Cannabis als sehr heilsam erwiesen, es wird auch als Hanfsalbe angewendet. In der alternativen Medizin werden auch Schlangengifte angewendet, die natürlich alle verschreibungspflichtige Betäubungsmittel sind. Sie werden nur ausgegeben, wenn ein gültiges Rezept vorliegt.



Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Bei Anwendung eines Betäubungsmittels kann es selbstverständlich zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Besonders sind Herzrhythmusstörungen zu verzeichnen und auch die Herzfrequenz wird beeinflusst. Bei gleichzeitiger Einnahme von Betablockern, Kalziumkanalblockern oder blutdrucksenkenden Mitteln ist die Wechselwirkung ganz extrem. Bei Beruhigungs- oder Schlafmitteln kann die Wirkung erheblich verstärkt werden.

Folgende Mittel können die Morphin-Wirkung verstärken, dazu gehört natürlich Alkohol und Mittel gegen Depressionen. Muskelentspannende Mittel sind ebenso schädlich, wie Allergie-Mittel. Dagegen kann das Antibiotikum Rifampicin die Wirkung erheblich abschwächen. Natürlich kann jedes Betäubungsmittel das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, so dürfen Patienten nicht am Straßenverkehr teilnehmen und auch schwere Maschinen dürfen nicht bedient werden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind oft zu erwarten, man sollte also immer den Arzt fragen, was zusammen eingenommen werden darf, und was eben nicht. Mit Betäubungsmitteln ist nicht zu spaßen, es lindert nämlich nicht nur die Schmerzen, sondern hat erhebliche Nebenwirkungen, die sich bei Wechselwirkungen noch verstärken können.

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