Spondylose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. November 2016
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Die Spondylose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, welche vorwiegend dann ausgelöst wird, wenn ein Verschleiß der Bandscheiben eingetreten ist. Schmerzmittel, Physiotherapien oder auch operative Eingriffe können dabei helfen, dass die Verschleiß-Symptome gelindert werden. Im Regelfall klagen Personen über die Spondylose, welche bereits das 65. Lebensjahr überschritten haben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Spondylose?

Der Begriff Spondylose ist ein allgemeiner Terminus für Bandscheibenprobleme oder Schmerzen, die in Verbindung mit der Wirbelsäule stehen. Die Bandscheiben dehydrieren und schrumpfen; in weiterer Folge entstehen Knochensporne oder auch andere Anzeichen, die auf eine Osteoarthritis hinweisen. Die Spondylose ist eine weit verbreitete Krankheit, die sich im Laufe der Lebensjahre verschlimmert.

Mediziner vermuten, dass mitunter genetische Komponenten schuld daran sind, dass oftmals die Spondylose intensiver als bei anderen Betroffenen ausfällt. Statistisch gesehen leiden rund 90 Prozent aller Personen über 65 Jahren an der Spondylose; mitunter handelt es sich auch um sehr sanfte Formen und Ausprägungen, welche jedoch auf Röntgenaufnahmen zu erkennen sind. Viele Menschen wissen daher nicht, dass sie eine Spondylose haben, sofern die typischen Beschwerden und Symptome fehlen. Treten die ersten Beschwerden auf, ist eine konservative Behandlung - in den meisten Fällen - nicht mehr hilfreich.

Ursachen

Die Physik der Wirbelsäule verändert sich im Laufe des Lebens. Der Grund sind verschiedene Belastungen, welche - vor allem im hohen Alter - zu einer sogenannten Spondylose führen können. Bei vielen Menschen treten bereits erste Dehydrationen und Schrumpfungen der Bandscheiben ab dem 40. Lebensjahr ein. Dieses Schrumpfen der Bandscheiben sorgt im weiteren Verlauf dazu, dass es einen vermehrten Knochenkontakt gibt.

Die Bandscheiben werden zudem schwächer, was dazu führt, dass immer mehr Nervenreizungen gegeben sind. Mitunter kann die Schwächung der Bandscheiben auch von falschen und fehlgeleiteten Reaktionen führen, die in weiterer Folge dazu führen, dass ein vermehrter Knochenwuchs gegeben ist. Die Knochensporne sorgen für eine Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäule. Selbst die Bänder, die zwischen den Wirbelkörpern liegen, werden mit der Zeit "steifer" und schränken sodann die Bewegungsfreiheit ein. Auch diese Bewegungseinschränkung ist ein Zeichen einer auftretenden Spondylose.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Spondylose:

Der Patient klagt zunehmend über Nacken- sowie Rückenschmerzen und auch über Schmerzen in den Bereichen der Bandscheiben und Lendenwirbelsäule. Mitunter tritt immer wieder ein Kribbeln in den betroffenen Arealen auf; in einigen Fällen klagen die Patienten auch über ein Taubheitsgefühl. Mitunter treten auch Muskelverspannungen sowie Lähmungserscheinungen auf.

Primär besteht auch eine allgemeine Einschränkung der Bewegungsfähigkeit; die Schmerzen können so weit gehen, dass das soziale Leben der Betroffenen massiv eingeschränkt wird. Der Krankheitsverlauf richtet sich vorwiegend nach dem Lebensstil und den Behandlungen. Da die Spondylose keinen genauen Verlauf mit sich bringt, sondern im Endeffekt den Verschleiß der Bandscheiben fortführt und die Symptome wie Beschwerden stärker werden, kann keine Prognose gestellt werden.

Diagnose

Der Mediziner beginnt mit der körperlichen Untersuchung, kontrolliert die Beweglichkeit der Wirbelsäule des Betroffenen und testet, ob etwaige Bewegungen Schmerzen oder mitunter Spannungen auslösen. Im weiteren Verlauf prüft der Arzt die [Reflex]]e und Stärke der Muskulatur. Danach sollen mehreren bildgebende Verfahren einen Aufschluss bringen, ob eine Spondylose vorliegt oder nicht. Dabei wird eine Röntgenaufnahme des Nackens angefertigt.

In fast allen Fällen wird auch eine Computertomographie verordnet, damit die Wirbelsäule von unterschiedlichen Blickwinkeln überprüft werden kann. Des Weiteren kann eine magnetische Resonanz (kurz auch MRT genannt) dafür sorgen, dass die Bänder sowie auch das Gewebe überprüft werden. So kann der Mediziner feststellen, ob etwaige Nerven gepresst sind. Mittels eines Myelogramms kann die Wirbelsäule noch deutlicher auf Röntgenbildern dargestellt werden; dabei injiziert der Mediziner ein Kontrastmittel.

Behandlung und Therapie

Je nach Anzeichen, Beschwerden und Symptomen sowie Alter, richtet sich die Behandlung. Vorwiegend versucht der Mediziner die Behandlung und Therapie dahingehend auszurichten, dass der Patient weniger bis keine Schmerzen ertragen muss, normale Aktivitäten möglich sind und im weiteren Verlauf weitere Schäden, die dazu führen, dass die Spondylose verstärkt wird, zu verhindern. Sollten gängige Schmerzmittel nicht helfen, die Schmerzen zu unterbinden, können mitunter Muskelrelaxantien verordnet werden.

Bei anderen Patienten wurde bereits beobachtet, dass auch Medikamente hilfreich sind, welche vorwiegend bei Epilepsie verwendet werden. Jene sorgen nämlich für eine Entlastung der geschädigten Nerven. Mitunter helfen auch Prednison-Injektionen. Die Behandlung der Spondylose erfolgt vorwiegend mit einem Physiotherapeuten. Jener lehrt dem Betroffenen unterschiedliche Übungen, damit der Rücken gestärkt wird. Das sorgt im weiteren Behandlungsverlauf für eine Reduktion und Minderung der Schmerzen wie Beschwerden.

Versagen jedoch alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten, entscheidet sich der Mediziner - gemeinsam mit dem Patienten - für einen operativen Eingriff. Dabei wird vorzugsweise darauf geachtet, dass die Bandscheiben sowie auch die Nerven wieder genügend Platz haben, sodass die Beschwerden beseitigt werden.



Vorbeugung

Da die Spondylose ein Resultat einer langjährigen Abnutzung ist, kann die Erkrankung nur bedingt vorgebeugt werden. Wichtig sind rückenschonende und entlastende Tätigkeit, die Verminderung von Übergewicht sowie auch die Stärkung der Rückenmuskulatur.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Karl kommentierte am 09.07.2016 um 16:07 Uhr

Seit 2 bis 3 Jahren leide ich unter anfangs leichten, jetzt aber starken Schmerzen im Lendenwirbelbereich, so weist das Röntgenergebnis Spondylose aus. Mein Hausarzt lehnt aber die Verordnung von schmerzmindernden Medikamenten, wie z.B. Kortison wegen möglicher Nebenwirkungen ab. Ich habe mir nun selbst geholfen, indem ich versuche Belastungen der Wirbelsäule zu minimieren. Mit einem Rollator habe ich beim Laufen überhaupt keine Schmerzen. Ich bin 88 und mache nun viele, auch kurze Wege mit dem Auto, der Rollator ist immer dabei. Das hilft. Zu Hause habe ich nun die meisten Schmerzen und kann mir nur mit Sitzen oder Liegen helfen. Erbitte Ihre Meinung zu Medikamenten und wenn ja, zu welchen. Naturprodukte helfen überhaupt nicht. Habe das über 1 Jahr ausprobiert. Dank im Voraus für eine kompetente Meinung.

McCollough Gabriele kommentierte am 28.10.2016 um 03:43 Uhr

Ich bin 51 Jahre alt. Ich leide an Thorakale Spondylose, Lumbosakrale Spondylose, Zervikale Spondylose, Stenose der Lendenwirbelsauele, Bandscheibenvorfall der Halswirbelsauele, und Spondylosisthese. Dazu kommt noch Karpaltunnelsyntrom in beiden Haenden sowie Nerveschaden im rechten Arm. Dazu kommt noch Osteoarthritis ( Arthrose) in beiden Haenden und Handgelenken dazu. Sowie Fibromyalgie. Ich kann nicht mehr Laufen, Stehen, Sitzen. Steifheit im ganzen Koerper. Schmerzen im Beckenbereich. Schwäche und Schmerzen in beiden Beinen. Da ich in Amerika lebe ist es nicht so einfach Ärzte aufzusuchen, denn hier muss man fast alle Behandlungen selbst bezahlen. Dadurch muss ich mit meinen täglichen Schmerzen leben. Da ich schon seit über einen Jahr nicht mehr arbeitsfähig bin und von niemandem keinerlei Unterstützung bekomme kann ich leider nichts gegen diese Krankheiten und Schmerzen unternehmen.