Schmerzen Lendenwirbelsäule

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
Gesundpedia.deSymptome Schmerzen Lendenwirbelsäule

Schmerzen an der Lendenwirbelsäule treten häufig auf, da besonders der untere Bereich der Wirbelsäule im Alltag oft beansprucht wird. So haben bereits 60 bis 80 Prozent der Deutschen mit Problemen und Schmerzen in der Region Erfahrungen gesammelt. Lendenwirbelsäulenschmerzen gelten mittlerweile bereits als Volkskrankheit. Die Behandlung ist besonders wichtig, um die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schmerzen an der Lendenwirbelsäule?

Bei Lendenwirbelsäulenschmerzen handelt es sich nicht um eine Krankheit. Dennoch sind sie ein Hinweis dafür, dass etwas mit der Wirbelsäule nicht stimmt. Die Schmerzen treten im Bereich des unteren Rücken auf. Gleichzeitig ist es nicht selten, dass hinter den Empfindungen nicht die Lendenwirbelsäule selbst steckt, sondern die großen Rückenmuskeln.

Generell ist es ebenfalls möglich, dass der Ursprung der Beschwerden aus einer anderen Region stammt. So können Erkrankungen anderer Organe ihren Schmerz bis auf den unteren Rücken ausbreiten und an der Lendenwirbelsäule für unangenehme Empfindungen sorgen. Ist tatsächlich die Lendenwirbelsäule betroffen, so entstehen die Schmerzen aufgrund von Muskelverspannungen oder Verkürzungen der Muskeln, die dafür verantwortlich sind, dass sich die einzelnen Wirbel bewegen lassen.

Ursachen

Schmerzen an der Lendenwirbelsäule treten im Bereich von Rückenschmerzen besonders häufig auf. Für ihre Entstehung sind verschiedene Faktoren verantwortlich. In den meisten Fällen sollte der Mensch jedoch als ganzes Subjekt wahrgenommen werden. So spielen Psyche und Stress ebenfalls eine Rolle. Besonders häufig werden Muskelverspannungen als Ursache des Schmerzes identifiziert. Die betroffenen Muskeln sind direkt an einer der fünf Lendenwirbel befestigt.

Durch Fehlhaltungen, einseitige Belastungen, Bewegungsmangel und Stress können diese verspannt sein. Gleichzeitig steigern die verhärteten Muskelpartien die Schmerzempfindlichkeit des Betroffenen. Verantwortlich sein können hier auch lange Episoden die im Stehen oder Sitzen verbracht wurden oder das falsche Heben schwerer Gegenstände.

Aufgrund der Schmerzen neigen viele Menschen dazu, eine Schonhaltung einzunehmen, welche den Schmerz letztendlich weiter fördert. Eine weitere Ursache stellen Bandscheibenvorfälle dar. Durch Fehlbelastung oder Abnutzung kann der Faserring reißen und auf unterschiedliche Nerven drücken. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Existenz von Entzündungen, Wirbelblockaden, Tumoren, Fehlstellungen und Wachsstumsstörungen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Vor der körperlichen Untersuchung ist eine gründliche Befragung des Patienten für eine fachgerechte Diagnose notwendig. In dieser sollte der Betroffene die Art des Schmerzes, die genaue Region und Dauer identifizieren können. Durch eine korrekte Beschreibung ist es dem Arzt bereits möglich, gewisse Ursachen auszuschließen. In der physischen Untersuchung helfen Röntgenbilder und MRTs weiter. Bei diesen wird sichtbar, ob beispielsweise ein Bandscheibenvorfall die Beschwerden verursacht.

Auf Probleme der Lendenwirbelsäule lässt sich bei plötzlich auftretenden Schmerzen schließen. Besonders häufig treten diese nach einer bestimmten Bewegung auf. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu einer Muskelverspannung gekommen ist. Zwischen den einzelnen Wirbeln sitzen Faserringe, welche einen Gallertkern beinhalten. Dieser wirkt als Puffer, indem er den Druck, der auf Wirbel und Faserring ausgeübt wird, verteilt. Durch Abnutzung, Austrocknung und Fehlbelastung kann der Faserring reißen, der Gallertkern tritt aus. Das Gewebe kann Nerven einklemmen, wodurch die Schmerzen entstehen. Es wird von einem Bandscheibenvorfall gesprochen.

Behandlung und Therapie

Die Therapie hängt von der vorliegenden Ursache ab. Lösen Verspannungen und Abnutzungserscheinungen den Schmerz aus, steht anfangs die Schmerzbehandlung im Mittelpunkt. In der ersten Zeit sollten Betroffene sich bei akuten Schmerzen schonen, zudem werden Schmerzmittel in Form von Tabletten oder Injektionen verabreicht. Gleichzeitig ist die Gabe von Medikamenten üblich, welche entzündungshemmend wirken.

Bei sehr intensiven Muskelverspannungen können Medikamente Abhilfe verschaffen, welche die betroffenen Partien darin unterstützen, sich zu entspannen. Wichtig ist die Schmerztherapie dahin gehend, dass Patienten aus ihrer Schonhaltung gelockt werden. Wird wieder eine gesunde Körperhaltung eingenommen, wirkt dies entlastend auf die betroffene Muskulatur. Darüber hinaus unterstützen Wärme, Massagen und Physiotherapie den Heilungsprozess. Teil des Programms ist meistens ebenfalls moderater Sport. Im Mittelpunkt steht hier insbesondere eine Stärkung der Rückenmuskulatur.

Bei einem Bandscheibenvorfall wird zunächst eine konservative Methode angewendet. Bei dieser handelt es sich ebenfalls um Schmerzmittel und Wärmebehandlung. Wärme regt die Durchblutung an, wodurch sich die verspannte Muskulatur löst. Bettruhe ist auch bei einem Bandscheibenvorfall nicht angebracht. Stattdessen sollte möglichst schnell eine Physiotherapie angefangen werden. Ziel ist es, die Wirbelsäule zu entlasten und Muskeln aufzubauen. Bestehen weiterhin Schmerzen, so kann der Patient auch operiert werden. Dies kommt in Frage, wenn die eingeklemmten Nerven zu Lähmungen führen oder die Schmerzmittel keine Wirkung erzielen.

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Vorbeugung

Die beste Methode, um Schmerzen der Lendenwirbelsäule vorzubeugen, ist regelmäßige Bewegung. Sport sorgt für einen optimalen Muskelaufbau und eine effektive Entlastung der Wirbelsäule. Menschen, die einen großen Teil des Tages im Sitzen verbringen, sollten hin und wieder aufstehen. Besonders gut geeignet für den Rücken sind Schwimmtraining und Fahrradfahren mit erhöhtem Lenker. Darüber hinaus sollte Wert auf eine gesunde Körperhaltung gelegt werden. Diese umfasst auch das korrekte Aufstehen, Hinsetzen sowie das Hochheben und Tragen von Gegenständen. Die Zeichen des Körpers sollten nicht ignoriert werden. Sendet er Signale der Überbelastung, so ist es ratsam, schwere Gegenstände abzusetzen oder das Training vorerst nicht weiter fortzuführen.

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