Geschwollene Füße

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. Mai 2016
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Geschwollene Füße und Beine sind bei vielen Personen ein häufig beobachtetes Problem. Meistens schwellen die Fußgelenke und ganze Beine am Abend an, wobei sie sich schwer und müde anfühlen. Das Symptom geschwollene Füße betrifft dabei Frauen wie auch Männer gleichermaßen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind geschwollene Füße?

Normalerweise sind geschwollene Füße und Beine das Resultat eines sehr anstrengenden Tages und werden einfach akzeptiert. Doch gerade die Frage, welche Ursache geschwollene Füße haben, ist wichtig, da auch eine ernst zunehmende Erkrankung den Grund bilden kann. Geschwollene Füße und Beine sind Wasseransammlungen (Ödeme) innerhalb des Gewebes.

Das Wasser entstammt dem Gefäßsystem des jeweiligen Beines und positioniert sich im umliegenden Gewebebereich. Die Flüssigkeitsmenge im Körper ist somit wesentlich höher als die Menge, welche der Körper abbauen kann. Ödeme treten nicht allein an Fuß oder Bein auf, sondern zeigen sich im gesamten Körper je nach Erkrankung der Person. Geschwollene Füße und Beine machen damit auf eine eventuelle Störung im Venensystem aufmerksam.

Ursachen

Geschwollene Füße und Beine entstehen durch veränderte Druckverhältnisse zwischen dem Gewebe und den Gefäßen. Dies kann einerseits durch wesentlich zu langes Stehen oder Sitzen, Überlastung sowie mangelnde Bewegung und andererseits durch eine genetisch veranlagte Venenschwäche entstehen. Während einer Schwangerschaft sind geschwollene Füße das Resultat eines veränderten Hormonhaushalts.

Geschwollene Beine werden zudem von sehr unterschiedlichen Krankheiten ausgelöst und bedürfen einer ärztlichen Untersuchung. Herzerkrankungen wie zum Beispiel ein Herzklappenfehler oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zeigen als Symptom geschwollene Füße beziehungsweise Beine. Des Weiteren können gewisse Medikamente wie beispielsweise Kortison Ödeme an Beinen und Füßen hervorrufen. Ebenso können Gefäßentzündungen wie auch -verschlüssse die Ursache für geschwollene Beine sein.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Geschwollene Füße sollten somit stets ärztlich untersucht werden, um sicherzustellen, ob die Ursache an einer Grunderkrankung liegt oder welche anderen Hintergründe für die Ödeme verantwortlich sind. Für eine exakte Diagnose wird die Anamnese (Krankengeschichte) des Patienten sowie der Verlauf und das Auftreten der geschwollenen Füße benötigt.

Zur Diagnoseerstellung für geschwollene Füße beziehungsweise Beine wird als Erstes die äußere Erscheinung der Beine in Augenschein genommen. Hier zeigen Hautkrampfadern/Krampfadern sowie Besenreiser auf eine Venenerkrankung hin. Eine sehr einfache und klassische Untersuchung ist, mittels der Finger auf die Ödeme des Gewebes zu drücken. Bleibt dabei die entstandene Delle eine Zeit bestehen, ist dies ein eindeutiger Hinweis auf Flüssigkeitseinlagerungen.

Zusätzlich können eine Ultraschalluntersuchung sowie Phlebographie (Venenuntersuchung mittels Kontrastmittel) detaillierte Informationen verschaffen. Werden geschwollene Füße und Beine mit Veränderungen keiner professionellen Behandlung unterzogen, können sich die Symptome weiter verschlechtern. Somit können geschwollene Füße und Beine zu Thrombosen, offenen Beinen oder schlimmstenfalls zu Embolien führen.

Behandlung

Gegen geschwollene Füße kann die betreffende Person bereits selbst einige Maßnahmen treffen. So sollen geschwollene Füße und Beine beispielsweise auch nachts auf Venenkissen erhöht gelagert sowie gekühlt werden. Mithilfe der Hochlagerung wird es der überschüssigen Flüssigkeit wesentlich erleichtert abzufließen, sodass sich die Schwellung verringert. Entwässernde Medikamente (Diuretika), Lymphdrainagen und Wechselduschen können geschwollene Füße und Beine entlasten.

Um die Ödeme zu verringern, bieten sich zudem feuchtkalte Umschläge an. Dafür werden Handtücher mit kühlem Wasser getränkt, ausgewrungen und um Knöchel und Füße gelegt. Die Tücher sollten die Füße so lang bedecken, bis sie warm werden. Ist die Venenschwäche allerdings genetisch bedingt, ist eine spezielle Venengymnastik empfehlenswert. Hierbei werden im Besonderen die Muskeln der Waden trainiert, da diese den Blutstrom in Richtung des Herzens zurück pumpen.

Ausdauersportarten wie beispielsweise Schwimmen und Wandern, Nordic Walking sowie Radfahren helfen ebenso gegen geschwollene Füße. Des Weiteren werden speziell angepasste Kompressionsstrümpfe empfohlen, welche eine gewissen Druck auf die Venen ausüben. Dadurch werden sämtliche Gefäße eingeengt, sodass die Venenklappen sich wesentlich besser schließen. Der Stoffwechsel wird dadurch zusätzlich unterstützt, wodurch geschwollene Füße und Beine verhindert werden können.

Bei den Kompressionsstrümpfen stehen vier unterschiedliche zur Verfügung. Sie bieten eine unterschiedliche Festigkeit des Materials und somit auch in ihrem Druck auf Gewebe und Venen. Zu guter Letzt besteht die Möglichkeit schwache Venen mittels eines chirurgischen Eingriffs behandeln zu lassen, um geschwollene Füße und Beine zu verhindern.



Vorbeugung

Um geschwollene Füße zu vermeiden, ist häufige Bewegung sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Vermeidung zu ausgedehnten Stehens und Sitzens zu empfehlen. Anstatt den Aufzug zu benutzen, sollten Betroffene das Treppenhaus nutzen und regelmäßig Spaziergänge zu unternehmen. Des Weiteren ist Radfahren ein exzellentes Training, um die Venen gesund zu erhalten. Gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein weiterer Aspekt gegen geschwollene Füße, wobei der übermäßige Genuss von Alkohol stets zu vermeiden ist.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

geschwollener Fuß kommentierte am 20.08.2015 um 11:36 Uhr

Meine Freundin ist derzeit im Urlaub in Kroatien und klagt seit Tagen über einen linken geschwollenen Fuß. Fingerdrucktest ist negativ, keine Rötung oder Erwärmung und heute morgen kam eine gewisse Steifigkeit dazu. Bin selbst Pflegefachkraft, mache mir jedoch keinen Reim darauf.