Hausmittel gegen Fieber

Letzte Aktualisierung am 17. Februar 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Fieber ist meistens ein Zeichen dafür, dass der Körper eine Krankheit bekämpft. Der Temperaturanstieg ist somit nicht eine Ursache einer Krankheit, sondern wird bewusst vom Körper eingesetzt, denn die Immunzellen, welche die Krankheit bekämpfen, können am besten unter einer Temperatur zwischen 38-41°C arbeiten. Es ist wichtig zu wissen, dass in diesem Fall eine Reduzierung der Körpertemperatur nicht das primäre Ziel darstellt, denn nur so hilft der Körper sich selbst am besten. Doch gibt es einige Hausrezepte, die helfen, wenn man unter Fieber leidet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fieber?

Fieber bezeichnet den Anstieg der Körperkerntemperatur. Diese liegt beim Menschen zwischen 36,0 und 37,2 Grad Celsius. Von Fieber wird entsprechend bei Temperaturen zwischen 37,9 und 41,4 Grad Celsius gesprochen. Das Messen erfolgt mittels geeigneter Messgeräte, wobei die rektale Messung die genaueste ist. Für diagnostische Zwecke hat sich das Fiebermessen im Ohr durchgesetzt. Darüber hinaus kann noch höheres Fieber tödlich sein, da eine erhöhte Körpertemperatur das Denaturieren von Eiweißen veranlasst - innerkörperliche Strukturen leiden also unter einem Fieber. Dennoch ist ein Anstieg der Körperkerntemperatur ein vom Organismus gesteuerter Prozess, der als Teil des Immunsystems verstanden werden kann.

Fieber sorgt dafür, dass körperfremde Viren, Pilze und Bakterien (in selteneren Fällen auch andere Stoffe) besser bekämpft werden können. Hierfür findet ein Zusammenspiel aus verschiedenen Genen, Nerven, Hormonen und Proteinen statt, wobei durch bestimmte Reaktionen eine innerkörperliche Wärmeerzeugung möglich wird. Gleichzeitig ist dieser Prozess nach oben hin reguliert: Der Körper ist so ausgerichtet, dass er sich in der Regel nicht selbst überhitzt. Im Zuge des Fiebers werden dann Krankheitserreger zusätzlich bekämpft. Außerdem kann die sich zeigende Fieberkurve zur Diagnose der ursächlichen Krankheit herangezogen werden.

Wer ist betroffen?

Alle Menschen können von Fieber betroffen sein, da es als natürlich gegebene Abwehrreaktion des Körpers ständig auftritt. Schließlich tritt (sehr leichtes) Fieber auch schon bei nicht bedrohlichen Infektionen auf. Seltenst tritt es ohne Anlass auf. Dabei ist Fieber streng genommen ein wünschenswerter Prozess, da er Teil der körperlichen Krankheitsabwehr ist. Dennoch kann dieser Prozess sehr kräftezehrend sein, weshalb der Fiebrige durchaus von Versorgung (Flüssigkeitsgabe) abhängig werden kann.

Fieber kann entsprechend unter schlechten Umständen und in sehr schweren Fällen tödlich sein. Fieber hat dabei immense und sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den Menschen: Bei Kindern kann es zu Fieberkrämpfen führen, es kann dehydrieren, Schüttelfrost verursachen und vieles mehr. Es korreliert auch mit Schlappheit, Appetitlosigkeit usw. Der Verlauf von Fieber ist maßgeblich abhängig von der Kondition des Betroffenen und von der Krankheit, auf die es die Reaktion ist.

Ursachen

Zwar ist die Ursache für Fieber zumeist in einer Infektion zu suchen, aber das Symptom Fieber dann zu senken, kann einen Krankheitsverlauf eher verschlechtern als verbessern. Tritt Fieber auf, muss die Ursache gefunden werden, wobei das Fieber eher betreut als behandelt gehört.

Was hilft gegen Fieber?

  • Bei Fieber muss darauf geachtet werden, dass der Körper nicht austrocknet. Dass heißt es soll viel getrunken werden (mindestens 2 Liter pro Tag). Da der Körper bei Fieber auch vermehrt schwitzt, ist es hilfreich Sportgetränke zu trinken, um auch die verloren gegangenen Minerale zu ersetzen.
  • Vitamin C-reiche Getränke, wie z.B. Orangensaft oder eine heiße Zitrone unterstützen das Immunsystem.
  • Angenehm und hilfreich sind kalte Trauben, da sie viel Flüssigkeit enthalten und eine Erfrischung darstellen.

Schnelle Hilfe bei Fieber

  • Feuchtkalte Handtücher oder Waschlappen auf Nacken und Stirn helfen dem Körper sich nicht allzu stark zu erhitzen. Außerdem können Achselhöhlen und Leistengegend mit einem kalten Waschlappen abgerieben werden, da sich hier die Hitze besonders staut.
  • Der Schafgarbentee lässt einen stark schwitzen, weil er die Poren öffnet und so das Fieber „heraustreibt“. 1 EL der Blüten und Blätter der Schafgarbe sollten mit kochendem Wasser übergossen werden und dann 10 Minuten in einer Tasse ziehen. Bevor der tee getrunken werden kann, sollten die Blüten und Blätter herausgefiltert werden.
  • Andere Tees, wie Holunderblüten- oder Ingwertee sind auch schweißtreibend und helfen dem Körper die Infektion abzuwehren.



Hausmittel

  • Ein uraltes Hausmittel gegen Fieber ist, sich in ein Bettlaken einzuwickeln, welches zuvor mit kaltem Wasser befeuchtet wurde. Ärzte warnen aber heutzutage davor, dass der Körper zu schnell abkühlt, weswegen man das Laken mit lauwarmem anstatt mit kaltem Wasser befeuchten sollte. Wenn der Körper sich wieder aufgewärmt hat (nach etwa 15 Minuten) sollte man sich wieder aus dem Laken befreien.

  • Omas Heilmittel ist die Nasse-Socken-Variante. Hierbei werden die Füße zuerst in heißem Wasser gebadet und danach in kalte, nasse Baumwollsocken gesteckt (diese sollten aber nicht mehr triefend nass sein, sondern ausgewrungen). Darüber zieht man noch ein paar trockene Wollsocken und geht dann zu Bett. Diese Methode hilft das Fieber zu senken, indem sich das Blut des Körpers in die Füße zieht und damit die Blutzirkulation stark erhöht wird.
  • Ein weiteres Naturheilmittel ist ein heißes Fußbad mit Senf. Die richtige Mischung hierfür sind 2 TL Senf oder Senfpulver auf einen Liter heißes Wasser.
  • Schwitzen ist bei Fieber immer sehr hilfreich. Deswegen sollte man heiße Suppen essen und am besten mit Cayennepfeffer oder Chilischoten nachwürzen. Diese enthalten Capsaicin, welches zum Schwitzen anregt und somit eine schnellere Blutzirkulation fördert.
  • Ein Ammenmärchen soll an dieser Stelle noch aufgeklärt werden: „Hungere deine Erkältung aus, damit du kein Fieber mästest!“ lautet eine englische Redensart. Auch wenn man bei Fieber oft keinen Hunger verspürt, sollte man z.B. heiße Hühnerbrühe zu sich nehmen.

Für weitere Informationen siehe Fieber. Wenn das Fieber auf über 39,5° C ansteigt, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn das Fieber unter 39° C bleibt, aber dafür nach drei Tagen immer noch keine Besserung auftritt, sollte eine Untersuchung stattfinden. Sobald sich ein steifer Nacken, starke Kopfschmerzen, Ausschlag oder sehr starke Lichtempfindlichkeit bemerkbar macht, empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen.

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