Druckschmerz

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Druckschmerz

Die Wahrnehmung von Schmerz kann bei jedem Menschen individuell verschieden sein. Typische und häufig wiederkehrende Darstellungen von Schmerz sind unter anderem der stechende und klopfende, der Druckschmerz oder der stumpfe Schmerz.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Druckschmerz?

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Medikamente gegen: Schmerzen

Hinter der Bezeichnung Druckschmerz verbergen sich in der Regel örtlich begrenzt auftretende Auffälligkeiten, die durch unterschiedliche Auslöser hervorgerufen werden können. In diesem Zusammenhang werden die Druckschmerzen recht differenziert beschrieben. Das betrifft nicht nur die Region, sondern auch die Intensität und die Frequenz des Schmerzes.

Die Fähigkeit eines Menschen, einen Druckschmerz als diesen zu entwickeln, basiert auf einer natürlichen Fähigkeit des Organismus, die in medizinischen Fachkreisen als Druckdolenz bekannt ist. Diese Gegebenheit wird in der medizinischen Diagnostik genutzt, um durch die Tastung einen Druckschmerz auszulösen.

Ursachen

Druckschmerzen können unterschiedliche Hintergründe haben. Es müssen nicht immer krankhafte Ursachen sein, welche zu einem mehr oder weniger starken Druckschmerz führen. Im Allgemeinen können schon eng sitzende Schuhe, Gürtel oder beengende Kleider zu dieser Schmerzwahrnehmung beitragen. Im medizinischen Bereich haben die Druckschmerzen dann eine Bedeutung, wenn möglicherweise anormale Volumenzunahmen von Gewebe vorhanden sind oder wenn sich Organe in einer unrichtigen Lage befinden.

Die erste Ursache liebt zum Beispiel bei Tumoren, Abszessen, wuchernden Einschlüssen oder entzündlichen Prozessen mit akutem oder chronischem Verlauf vor. Im zweiten Fall können Druckschmerzen durch Knochenbrüche hervorgerufen werden.

Nicht nur Veränderungen körpereigener Gewebe, sondern auch Wassereinlagerungen oder Eiteransammlungen sowie Schwellungen an Gelenken oder unter der Haut können einen klassischen Druckschmerz bedingen. Ein Druckschmerz kann zudem ein Hinweis darauf sein, dass es zu baldigen Hautschädigungen durch einen Dekubitus kommt.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Die Druckschmerzen können einerseits ein Warnsignal, andererseits ein deutliches Anzeichen einer Erkrankung sein. Für die Diagnose des Druckschmerzes ist es zunächst wichtig, die Patienten im Gespräch nach der Qualität und Quantität sowie nach der Lokalisation des Druckschmerzes zu befragen. Ergänzt werden diese Aussagen durch die Palpation. Diese wird von einem Mediziner dort vorgenommen, wo sich die Ursache vermuten lässt.

In diesem Zusammenhang werden Druckschmerzen recht oft dort geprüft, wo sich diese am häufigsten ausprägen. Nicht sichtbare innere Organe, die im Bauchraum oder in der Brust liegen und im Verdacht stehen, erkrankt zu sein, können durch den Druckschmerz kontrolliert werden. So kann ein manuelles Verursachen durch den Untersucher ein Anzeichen für eine Blinddarm- oder Magenentzündung, eine Unterleibsentzündung oder ein Nervenschmerz sein. Ein stattfindender Herzinfarkt macht sich ebenfalls durch einen Druckschmerz im Brustraum bemerkbar.

Behandlung

Für die Behandlung eines Druckschmerzes stehen dem Facharzt unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Zunächst ist es sinnvoll, den Druckschmerz nach einer eingehenden Diagnostik in Abhängigkeit vom Resultat durch Medikamente zu beheben. In diesem Bezug gehören die klassischen Schmerzmedikamente in variierenden Stärken zu den Mitteln der Wahl. Dies kann sowohl bei akutem als auch bei chronischem Druckschmerz der Fall sein.

Bleibt der Druckschmerz erhalten oder tritt ständig wieder auf, kann eine operative Behandlung mit der chirurgischen Entfernung des Ursachenherdes sinnvoll sein. Dies ist zum Beispiel bekannt von der Entnahme der Entzündungsherde an Zahnwurzeln oder des Wurmfortsatzes oder der Eröffnung von Zysten und Abszessen.

Sind die von einem Druckschmerz betroffenen Patientinnen und Patienten immobil und überwiegend bettlägerig, ist es unumgänglich, die Position des Körpers zu wechseln. Das bedeutet im Rahmen der pflegerischen Tätigkeiten, dass diese Personen im Bett genau nach Lagerungsplan umgelagert werden und mit Lagerungshilfsmitteln auszustatten sind. So kann durch die Realisierung des Druckschmerzes ein angehendes Aufliegen vermieden werden.

Bei solchen Patientinnen oder Patienten, die stark unterernährt und abgemagert sind, muss besonders auf die Angabe von Druckschmerz geachtet werden, um Hautirritationen und Geschwüren vorzubeugen.

In vielen Fällen kann ein Druckschmerz in leichterer Form ein Anzeichen für ein Erbrechen sein. Nach der Entleerung des Magens kann der Druckschmerz vergehen. Schlecht sitzende Prothesen, unabhängig davon, ob sie sich im Mundraum befinden oder als Versorgung nach einer Amputation gedacht sind, können ebenfalls einen Druckschmerz hervorrufen. Sie müssen unbedingt neu angepasst oder gegebenenfalls nachgearbeitet werden.



Vorbeugung

Der Entstehung von Druckschmerzen kann schon mit relativ einfachen Mitteln vorgebeugt werden. Beim Einsatz künstlicher Hilfsmittel wie Prothesen sollte eine regelmäßige Nachkontrolle auf etwaige Druckstellen genügen. Kommt es zu einer anhaltenden Bettlägerigkeit, sind das Massieren der Haut und ein kontinuierliches Umlagern der Patienten sowie das Sauberhalten der Haut wichtige vorbeugende Maßnahmen.

Mechanische Krafteinwirkungen auf den Körper von außen sollten möglichst vermieden werden, damit kein nachfolgender Druckschmerz durch Hämatome auftreten kann. Entsprechende äußerlich anzuwendende Salben lindern die Blutergüsse. Bei Schwellungen können Druckschmerzen durch kühle Auflagen weitgehend verhindert werden. Dann bilden sich die Schwellungen zurück und die lokalen Nerven werden nicht mehr gereizt.

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