Darmgeschwür

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. Dezember 2014
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Darmgeschwüre sind Verletzungen der Schleimhaut des Darms. Bei der Erosion handelt es sich um oberflächliche Wunden, der Ulkus ist eine Form des Darmgeschwürs, bei dem tiefere Schichten des Gewebes betroffen sind. Hauptursache von Darmgeschwüren sind Stress sowie Störungen der gesunden Verdauung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Darmgeschwüre?

Ein Darmgeschwür entsteht als Verletzung der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes, meistens handelt es sich dabei um ein Zwölffingerdarm-Geschwür. Magensäure greift die betroffene Stelle so stark an, dass in Folge eine Verletzung entsteht, ein Darmgeschwür. Im Verdacht stehen auch Helicobacter pylori-Bakterien sowie psychische Ursachen.

Das Darmgeschwür ist behandel- und heilbar, wiederkehrende Darmgeschwüre steigern aber auch das Risiko für eine Krebserkrankung. Deswegen steht bei der Behandlung von Darmgeschwüren immer die Erkennung und Behebung der Ursachen im Vordergrund.

Ursachen von Darmgeschwüren

Magen und Zwölffingerdarm sind von einer robusten Schleimhaut überzogen, die sie vor der aggressiven Magensäure schützen soll. Ist diese Schleimhaut angegriffen, entstehen schnell Darmgeschwüre, die bei Lage im Mageninneren auch als Magengeschwür bezeichnet werden. In Frage kommt eine Schädigung der Schleimhaut durch Infektion mit Helicobacter pylori-Bakterien, die sich zwar in jedem menschlichen Verdauungstrakt befinden, aber auch gefährlich werden können, wenn das innere Gleichgewicht gestört ist.

Diese Störung tritt auf, wenn zu viel Magensäure vorhanden ist, die bis in den Zwölffingerdarm vordringt. Begleitende Symptome sind oft Sodbrennen und Bauchschmerzen. Entstehen können Darmgeschwüre häufig auch durch Stress, der das Magennervensystem beeinträchtigt. Weitere Ursachen sind eine ungesunde Lebensweise in Verbindung mit Alkohol- und Zigarttengenuss sowie häufige Einnahme von Schmerzmitteln und anderen Medikamenten.

Symptome und Verlauf von Darmgeschwüren

Typische Symptome von Darmgeschwüren:

Darmgeschwüre äußern sich durch Symptome wie Bauchschmerzen im Oberbauch, Völlegefühl, Empfindlichkeit gegen gewisse Lebensmittel bis hin zur Unverträglichkeit, Appetitmangel oder Sodbrennen. Treten diese Beschwerden schnell nach der Nahrungsaufnahme auf, handelt es sich eher um ein Magengeschwür; bei späterem Auftreten liegt der Verdacht auf ein Darmgeschwür nahe, da der Nahrungsbrei den Zwölffingerdarm erst etwas später nach der Verdauung im Magen erreicht.

Schmerzen durch Darmgeschwüre treten oft nachts oder bei nüchternem Magen auf. Es gibt akute und chronische Verläufe. Das akute Darmgeschwür verursacht stärkere Beschwerden, verschwindet aber auch wieder mit der Zeit, selbst wenn es nicht behandelt wird. Chronische Verläufe äußern sich meist durch leichtere Beschwerden, die aber immer wiederkehren.

Ein Darmgeschwür kann zwar wieder abheilen, sollte aber aufgrund des Risikos für Folgeerkrankungen und des Leidensdrucks der Betroffenen niemals unbehandelt bleiben. Dadurch wird das Risiko schwerwiegender, wenn auch seltener Verläufe gemildert, die schlimmstenfalls in Verletzungen großer Blutgefäße mit inneren Blutungen oder Durchbrüche der Darmwand enden können und dann lebensbedrohlich werden.

Diagnose von Darmgeschwüren

Zu Beginn wird der Arzt eine Anamnese durchführen und den Patienten befragen, um den Verdacht auf ein Darmgeschwür zu festigen. Tast- und Ultraschalluntersuchungen werden ebenfalls durchgeführt, sofern sie nicht zu schmerzhaft sind. Die endgültige Diagnose erfolgt jedoch über Bluttests und im Zweifelsfall eine Magen-Darm-Spiegelung mit Biopsie.

Bluttests dienen dem Ausschluss weiterer möglicher Erkrankungen, können aber schon eine gewisse Sicherheit bringen. Endgültige Sicherheit der Diagnose "Darmgeschwür" bringt aber nur die Spiegelung der betroffenen Organe, auch wenn sie nicht bei allen Patienten durchgeführt werden. Auf diesem Wege können Bakterien sicher nachgewiesen werden und der Arzt kann die Schwere des Darmgeschwürs absolut sicher einschätzen.

Behandlung von Darmgeschwüren

Eine operative Entfernung eines Darmgeschwürs ist meistens nicht erforderlich. Nur bei schweren Verläufen kann ein operativer Eingriff den Beginn der Behandlung darstellen. OPs sind aber meist nur dann notwendig, wenn ein Risiko innerer Blutungen oder anderer lebensgefährlicher Komplikationen droht - je nach Patient können sie schon während der Spiegelung von Magen und Darm zur Sicherung der Diagnose durchgeführt werden. Danach werden dem Patienten magensäurehemmende Medikamente verschrieben, die von verträglichen Schmerzmitteln begleitet werden können.

Eine symptomatische Behandlung des Darmgeschwürs kann von Medikamenten gegen Sodbrennen erfolgen. Infektionen mit Helicobacter pylori-Bakterien werden von einem Antibiotikum behandelt, psychische Ursachen begründen den Beginn einer geeigneten Psychotherapie. Die Behandlung des Darmgeschwürs erfordert die Mitarbeit des Patienten erforderlich. Er sollte Mahlzeiten auf mehrere kleine, fettarme Portionen über den Tag verteilen, auf Alkohol, Nikotin und Kaffee sowie starke und scharfe Gewürze verzichten und die Einnahme von Schmerzmitteln auf ein notwendiges Minimum zu beschränken.

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Vorbeugung von Darmgeschwüren

Darmgeschwüre entstehen aufgrund einer ungesunden Lebensweise. Die Umstellung des Lebensstils auf gesundes, fettarmes Essen und die Reduktion des Genussmittelkonsums von Alkohol, Zigaretten und Kaffee sowie die Verringerung des Konsums von Schmerzmitteln beugen bereits optimal vor. Besser ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und natürlichen Lebensmitteln.

Stress und psychische Erkrankungen sind ebenfalls ein Risikofaktor für Darmgeschwüre, denen man durch Entspannung und Unterstützung dabei vorbeugen kann. Bei Beachtung dieser Verhaltensregeln kann man Magen- und Darmgeschwüren sehr effektiv vorbeugen und verringert das Risiko einer Erkrankung auf ein nahezu nicht mehr vorhandenes Minimum. Bei schon einmal aufgetretenem Darmgeschwür sollte man mit dem betreuenden Hausarzt über weitere Möglichkeiten zur Vorbeugung im Einzelfall sprechen.

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