Hausmittel gegen Schnarchen

Letzte Aktualisierung am 17. Oktober 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Schnarchen ist für den Betroffenen kein wirkliches Problem, vielmehr aber für den Bett- oder Zimmernachbar. Das Geräusch des Schnarchens entsteht durch eine Verengung der Atemwege und wenn deswegen die Rachenwand, der Kehlkopfdeckel, das Zäpfchen oder das Gaumensegel zu schwingen anfangen. Hier sind einige Selbstverteidigungstipps für „Nachbarn“ und Hilfen gegen das Schnarchen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Schnarchen?

Atmung beim Schnarchen

Der Begriff Schnarchen beschreibt Atemgeräusche, die jemand während des Schlafens von sich gibt. Die Geräusche können regelmäßig oder unregelmäßig sein und hören sich an wie ein Röcheln, Sägen oder Knattern. Sie können sehr laut sein, werden aber von den Betroffenen selbst häufig nicht wahrgenommen. Die Schnarchgeräusche kommen durch das Vibrieren von Gaumensegel und Zäpfchen während des Atmens zustande. In den meisten Fällen ist das Schnarchen vielleicht für die Umgebung störend, aber harmlos. Anders sieht es aus, wenn jemand unter Atemaussetzern während des Schnarchens leidet (Schlafapnoe). Zur Vorsicht sollte man ein regelmäßiges Schnarchen vorsichtshalber von einem Arzt abklären lassen.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind die meisten Erwachsenen ab einem gewissen Alter, egal ob Männer oder Frauen, weil mit zunehmendem Alter die Muskulatur und das Rachengewebe erschlafft. Auch Menschen mit Übergewicht schnarchen häufig. Es können aber auch Kinder schnarchen, wenn die Rachenmandeln vergrößert sind oder sie unter einer verstopften Nase leiden.

Ursachen

Schnarchen kann unterschiedliche Ursachen haben. So kann eine Erkältung durch die geschwollenen Schleimhäute die Atemwege verlegen und dadurch die typischen Atemgeräusche verursachen. Zur Erschlaffung der Rachenmuskulatur kann auch Alkoholgenuss beitragen sowie die Einnahme von Medikamenten, die die Muskelspannung herabsetzen. Bei manchen Menschen sind die oberen Luftwege verengt durch vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln, Allergien, Nasennebenhöhlenentzündungen, Nasenscheidewandverkrümmungen oder durch vermehrtes Fettgewebe im Rachenbereich durch Übergewicht.

Bei normalem Schnarchen kann in den meisten Fällen trotzdem genügend Atemluft passieren, anders als bei der Schlafapnoe, wo es regelmäßig mehrfach in der Nacht zu Atemstillständen kommt, weil die Atemwege völlig verlegt sind und die Betroffenen keine Luft mehr bekommen. Dadurch muss das Herz stärker pumpen und der Blutdruck steigt. Eine Schlafapnoe kann Herzrhythmusstörungen verursachen und erhöht für die Betroffenen allgemein das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls.

Schlafapnoe senkt aber auch allgemein die Lebensqualität der Betroffenen, weil sie wegen der nächtlichen Atemaussetzer nicht erholsam schlafen und deshalb unter Tagesmüdigkeit leiden, die bei manchen zu einem Sekundenschlaf führen kann. Viele haben durch das Fehlen eines erholsamen Schlafes Konzentrationsprobleme, die Lust auf Sexualität kann herabgesetzt sein und bei Männern kann es auch zu Erektionsstörungen kommen. Die Einschränkungen in der Lebensqualität können Betroffene stark belasten und zu seelischen Problemen wie Ängsten und Depressionen führen.

Was hilft gegen Schnarchen?

  • Ein Trick gegen Schnarchen ist das Kopfende des Bettes ein wenig anzuheben. Hierfür können ein paar Bretter unter die vorderen Bettpfosten gelegt werden, aber auch je ein Telefonbuch unter einem Pfosten können helfen. Der Sinn des ganzen ist, dass der Kopf höher gelegt wird, damit kein Rachengewebe in den Atemwegen versackt. Dies kann auch durch zusätzliche Kissen erreicht werden.
  • Das Gurgeln mit Mundwasser (am besten Pfefferminzmundwasser) hilft gegen Schnarchen. Denn dieses Hausmittel sorgt dafür, dass sich die Schleimhaut in der Nase und im Rachen zusammenzieht. Am meisten wirkt diese Methode, wenn eine Erkältung Mitschuld am Schnarchen hat.
  • In Online-Apotheken gibt es Schaumstoffhalskrausen, die einem üblicherweise bei einem Schleudertrauma verschrieben werden. Doch gegen Schnarchen helfen sie mindestens genauso gut, denn durch sie wird das Kinn hochgehalten und der Rachen nicht eingeknickt. Dadurch bleiben die Atemwege frei und es fällt leichter zu atmen.

Schnelle Hilfe bei Schnarchen

  • Ein weiterer Trick gegen das Schnarchen ist auf der Seite zu schlafen, denn durch die seitliche Lage wird verhindert, dass das Gaumensegel, sowie der hintere Bereich der Zunge in den Rachen fallen und so die Atemwege blockieren. So passiert es beim Schlafen in der Rückenlage. Da sich viele Menschen im Schlaf wieder in die Rückenlage drehen gibt es 2 kleine Tricks. Der eine ist ein Kissen zu umarmen, damit die seitliche Lage länger eingehalten wird und der andere ist sich eine kleine Tasche in den Rücken des Pyjamas zu nähen um dort einen Tennisball drin zu verstecken. Denn jedes Mal wenn man versucht sich auf den Rücken zu drehen, stört der Tennisball erheblich und sofort dreht man sich wieder.
  • In einer Online-Apotheke sind Nasenstreifen erhältlich, die ein Atmen durch die Nase erleichtern. Durch diese Streifen werden die Nasenflügel angehoben und die Luft strömt leichter in die Nase ein. Einfach vor dem Einschlafen diese Nasenstreifen, wie auf der Gebrauchsanweisung beschrieben, auf die Nase kleben.
  • Wer oft schnarcht und raucht, sollte mit dem Rauchen aufhören, da der Tabakrauch die Schleimhäute reizt und der Rachen anschwillt. Dadurch werden die Atemwege blockiert.

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Alternative Heilmittel

  • Manchmal wird das Schnarchen auch durch den Pollenflug ausgelöst. Wenn dies der Fall ist, gibt es ein wunderbares alternatives Heilmittel gegen das Schnarchen: Brennnesseltee. Um eine Tasse frischen Tees herzustellen, werden etwa 1 Teelöffel getrockneter Brennnesselblätter mit kochendem Wasser übergossen und für 5 Minuten zugedeckt ziehen gelassen. Von diesem Tee sollten 3 Tassen täglich getrunken werden.
  • Die häufigste Ursache, durch die Schnarchen verursacht wird, ist Übergewicht. Durch das zusätzliche Fettgewebe werden die Atemwege zusammengedrückt. Der Prozess des Abnehmens dauert zwar lange, sollte aber unbedingt in Erwägung gezogen werden, da Übergewicht auch weitere Krankheiten wie zum Beispiel Bluthochdruck mit sich bringt.
  • Wenn der Partner schnarcht helfen Ohrstöpsel. Außerdem sollte unbedingt darauf geachtet werden vor dem Partner ins Bett zu gehen, da einen dann das Schnarchen manchmal gar nicht mehr stört.

Weitere Informationen sind unter Schnarchen, verstopfte Nase und Polypen zu finden. Hin und wieder schnarcht jeder, doch übermäßig häufiges und lautes Schnarchen kann auf eine Krankheit hindeuten und zwar das Schlafapnoe-Syndrom. Symptome dieser Krankheit sind unter anderem Atemstillstände, eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum gezwungenen Sekundenschlaf und Durchschlafstörungen.

Quellen

  • Hans Konrad Biesalski, Matthias Pirlich, Stephan C. Bischoff, Arved Weimann: Ernährungsmedizin. Thieme, 5. Auflage 2017.
  • Rubin, F.: Meine besten Hausmittel: Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln. ZS Verlag GmbH, München 2016
  • Vukovic, L.: 1001 natürliche Hausmittel: für Haus und Garten, Gesundheit und Körperpflege. Dorling Kindersley Deutschland GmbH, 2017.
  • Hademar (u.a.) Bankhofer: Das große Buch der Hausmittel. München, 2003.


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Rosi kommentierte am 24.03.2016

Ich habe bei meinem Mann vieles ausprobiert. Besonders gut hat bei ihm das Spülen der Nase mit einer Salzlösung funktioniert. Ich habe dafür ein naturbelassenes Meersalz genommen. Einen Teelöffel auf ein Glas Wasser und dann die Nase spülen. Aber das hat er gerade einmal eine Woche gemacht und dann ging die Lust dazu verloren. Hier im Forum bin ich auf eine Creme gestoßen. Die heißt Asgo soft und soll gegen Schnarchen helfen, aber wohl nur bei Personen, die in der Nase schnarchen und nicht im Rachen. Bei meinem Mann funktioniert sie sehr gut. Sie ist günstig und wirkt, das ist also besser als die lästigen Spülungen. Seitdem ist es deutlich ruhiger im Schlafzimmer.