Nasenpolypen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Oktober 2013

Nasenpolypen sind gutartige Geschwulste der Nasenhöhlen. Die Gründe von Nasenpolypen sind vielfältig. Bei rechtzeitiger Behandlung können sie meist therapiert und damit möglichen Folgeerkrankungen vorgebeugt werden.

Inhaltsverzeichnis

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Als Nasenpolypen bezeichnet man in der Medizin gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. In der Regel treten Nasenpolypen in beiden Nasenhöhlen auf. Nasenpolypen können einzeln auftreten, aber auch das Auftreten mehrerer gleichzeitiger Nasenpolypen ist möglich.

Die Zellen, aus denen Nasenpolypen bestehen, sind identisch mit denen der Nasenschleimhaut. Aus den Nasennebenhöhlen wachsen die Nasenpolypen in die Nasenhaupthöhlen.

Mögliche Folgen von Nasenpolypen liegen unter anderem in Problemen mit der Nasenatmung. Meist entwickeln sich Nasenpolypen erst nach der Vollendung des 30. Lebensjahres.

Ursachen von Nasenpolypen

Nasenpolypen können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Zu diesen möglichen Ursachen zählen beispielsweise ein häufiges Erkranken an Schnupfen oder das Vorliegen chronischer Nasennebenhöhlenentzündungen.

Als weitere mögliche Ursachen von Nasenpolypen werden vorliegende Allergien angenommen - beispielsweise kann es sich bei solchen Allergien um Unverträglichkeiten gegenüber Schmerzmitteln handeln. Und auch ein Pilzbefall der Nasenschleimhäute kann in ursächlicher Beziehung zu Nasenpolypen stehen.

Neueren Untersuchungen zu Folge tragen auch erbliche Faktoren zur Ausbildung von Nasenpolypen bei: So erkrankten im Rahmen einer Studie deutlich mehr Menschen an Nasenpolypen, bei denen diese auch familiär auftraten. Weitere Einflussfaktoren auf Nasenpolypen sind laut der Studie außerdem in Umweltfaktoren (beispielsweise Luftverunreinigungen) und in Chemikalien am Arbeitsplatz zu finden.

Symptome und Verlauf von Nasenpolypen

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. In der Regel treten Nasenpolypen in beiden Nasenhöhlen auf.

Durch Nasenpolypen verursachte Symptome können neben einer möglichen Einschränkung der Nasenatmung auch in einer damit verbundenen Veränderung der Stimme bestehen; aufgrund der Wucherungen in den Nasenhöhlen kann die Stimme näselnd klingen. Nasenpolypen können weiterhin dazu führen, dass das Geruchsempfinden eingeschränkt ist.

Auch kann es infolge von Nasenpolypen zu einer vermehrten Sekretproduktion der Nase und zu Kopfschmerzen kommen. Während des Schlafs können die Wucherungen zu vermehrtem Schnarchen führen. Bestehen Nasenpolypen weiter fort und wachsen, so können sie auch das Auftreten von Entzündungen der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs begünstigen.

Symptome wie Schnarchen oder Kopfschmerzen legen sich in der Regel rasch nach einer erfolgreichen Behandlung der Nasenpolypen. Vor allem nach operativem Entfernen der Nasenpolypen kann es allerdings in einigen Fällen zu einer Neubildung von Nasenpolypen kommen.

Diagnose von Nasenpolypen

Größere Nasenpolypen erkennt der HNO-Arzt bei einem kurzen Blick in die Nasenhaupthöhle sofort. Dem geht in der Regel ein kurzes Gespräch, bei dem die Art der Beschwerden sowie etwaige Vorerkrankungen besprochen werden, voraus. Um auch kleinere Polypen in den Nasennebenhöhlen ausfindig zu machen, wird mithilfe von Spiegeln und einem Nasenendoskop eine Nasenhöhlenspiegelung, auch Nasenendoskopie genannt, durchgeführt. Dies kann entweder von vorne durch die Nasenlöcher oder von hinten durch den Mund geschehen.

Um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen und wirklich jeden noch so kleinen Polypen zu finden, können zusätzlich noch bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie (CT) oder Volumentomographie (DVT) zum Einsatz kommen, die dem Arzt ein noch genaueres und eindeutigeres Bild der Nase zeigen. Früher wurden zu diesem Zweck auch häufig Röntgenaufnahmen angefertigt, was heutzutage aber nur noch selten der Fall ist. Werden bei der Suche nach Nasenpolypen zudem Anzeichen auf eine eventuelle Nasennebenhöhlen-Entzündung entdeckt, wird zusätzlich noch ein Sekretabstrich gemacht.

Behandlung von Nasenpolypen

Die Behandlung von Nasenpolypen ist sowohl medikamentös als auch chirurgisch möglich. Die Methode der Wahl richtet sich dabei unter anderem nach der Ausbreitung der Nasenpolypen und dem Grad der Einschränkung der Nasenatmung.

Liegen lediglich vereinzelte Nasenpolypen vor, so ist beispielsweise eine Behandlung mit leicht kortisonhaltigen Präparaten möglich; solche Präparate können sowohl in Form von Nasensprays als auch in Tablettenform verabreicht werden.

Bis ein entsprechendes Nasenspray seine Wirkung in der Beseitigung von Nasenpolypen entfaltet, kann es einige Wochen dauern; allerdings entfaltet ein solches Spray in der Regel aber auch weniger potenzielle Nebenwirkungen als ein Präparat auf Tablettenbasis.

Haben sich Nasenpolypen bereits weiter ausgebreitet oder liegt eine deutliche Einschränkung der Nasenatmung vor, so kann auch ein operatives Entfernen der Nasenpolypen sinnvoll sein. Eine solche Operation kann beim Vorliegen einzelner Polypen gelegentlich unter lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Sind auch die Nasennebenhöhlen von Nasenpolypen betroffen, so kann eine entsprechende Operation der Nasennebenhöhlen notwendig sein. Eine postoperative Nachbehandlung kann ebenfalls aus kortisonhaltigem Nasenspray bestehen.

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Vorbeugung von Nasenpolypen

Um der Entstehung von Nasenpolypen vorzubeugen, empfiehlt es sich unter anderem, Risikofaktoren zu bekämpfen, die ein Ausbilden von Nasenpolypen begünstigen. Dazu kann beispielsweise ein rechtzeitiges Bekämpfen von Schnupfenerkrankungen zählen oder ein etwaiges Therapieren vorliegender Allergien.

Liegen Schmerzmittelallergien vor, ist es ratsam, entsprechende Mittel zu meiden. Wenn ein Entstehen von Nasenpolypen nicht vermieden werden konnte, ist eine rasche Behandlung zur Vermeidung von Folgeerkrankungen dennoch ratsam.

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