Nackenverspannung (Steifer Nacken)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. November 2016
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Bei einer Nackenverspannung bzw. Nackenschmerzen handelt es sich meist um Muskelverspannungen und -verkrampfungen der Hals-Schultermuskulatur. Dies löst allgemeine Schmerzen oder Beschwerden bei der Drehung des Kopfes in eine bestimmte Richtung aus. Gründe sind oft eine falsche Sitzhaltung oder körperliche Anspannung (Stress, Angst). Manchmal verhindern diese muskulären Probleme auch komplett die Bewegung und sorgen somit für zusätzliche Beschwerden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nackenverspannung?

Von einer Nackenverspannung spricht man, wenn der Nacken schmerzt und bei Bewegung intensive Beschwerden verursacht. Es kann sich dabei um einen steifen Nacken handeln, der nur bei der Drehung des Kopfs in eine bestimmte Richtung wehtut. Häufig liegt aber auch eine Nackenverspannung vor, die permanent schmerzt und sich selbst in Ruhelage nicht von alleine bessert.

Ein Nackenverspannung kann als alleinstehende Erkrankung betrachtet werden, wenn sie ohne Symptome einhergeht, die auf eine andere Krankheit hindeuten - sie kann aber auch als Symptom auftreten.

Ursachen

Eine Nackenverspannung entsteht durch eine Kombination aus der genetischen Veranlagung für Probleme mit der Wirbelsäule sowie aus einer schlechten Haltung im Schlaf- und Wachzustand.

Ein falsches Kissen, eine ungesunde Sitzhaltung oder ungünstige Arbeitsbedingungen können dafür sorgen, dass eine Nackenverspannung einsetzt oder sich nicht mehr von alleine wieder zurückbildet. Sie kann aber auch auf eine zugrundeliegende Erkrankung hindeuten, wenn sie mit weiteren Symptomen einhergeht.

Der steife Nacken entsteht beispielsweise bei einer Meningitis, also einer Hirnhautentzündung, sowie als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen des Gehirns auftreten. Gelegentlich handelt es sich dabei auch um bakterielle Entzündungen im Bereich der Halswirbelsäule oder um einfache Alterserscheinungen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome:

Der steife Nacken setzt oft spontan und schwach ein, verschlimmert sich aber im Laufe der Zeit immer mehr. Wenn die Nackenverspannung alleine das Problem ist, bringt sie nicht selten Kopfschmerzen, eine verringerte Schlafqualität, Verstimmungen und erhöhte Reizbarkeit des Patienten mit sich. Das erscheint nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, wie sehr sich permanente Nackenverspannungen auf die Lebensqualität auswirken können.

Wenn der steife Nacken jedoch kurz nach einer Erkältung oder Grippe auftritt und von Fieber, leichten Halluzinationen, Lichtempfindlichkeit und einem allgemein weggetretenen Bewusstseinszustand begleitet wird, muss der Betroffene umgehend in ein Krankenhaus: Es handelt sich nicht um eine harmlose Nackenverspannung, sondern um eine Meningitis mit akutem Behandlungsbedarf.

Behandlung und Therapie

Die Nackenverspannung als alleiniges Problem lässt sich am besten durch Methoden wie Massagen, Wärmepflaster und andere wärmende Anwendungen sowie die Hilfe eines Chiropraktikers behandeln.

Ist der steife Nacken das Resultat falscher Körperhaltung ist, sollte der Lebensstil überprüft und notfalls korrigiert werden. Das beginnt beim geeigneten Kissen fürs individuelle Schlafverhalten und endet bei der Anschaffung eines ergonomischen Bürostuhls und gelegentlichen Erholungspausen mit Bewegung während der Arbeitszeit.

Begleiterscheinungen der Nackenverspannung können medikamentös behandelt werden, Kopfschmerzen etwa mit einfachen Schmerzmitteln, die in der Apotheke frei erhältlich sind.

Handelt es sich hingegen um ein ernsthaftes Problem der Wirbelsäule, bei der diese bereits beschädigt wurde oder dies passieren könnte, kann es sein, dass eine operative Maßnahme erforderlich ist, um den Verlauf aufzuhalten und die Schäden zu beheben.

Bei entzündlichen Erscheinungen wie der Meningitis, die eine starke Nackenverspannung mit sich bringen, wird vor allem die Grunderkrankung behandelt, also die Infektion selbst. Wenn der steife Nacken für die Betroffenen unerträglich wird, ist es möglich, Schmerzmittel zu verschreiben, die ihm die Sache einfacher machen.



Vorbeugung

Um einer Nackenverspannung vorzubeugen, ist immer und überall die richtige Haltung und die Schonung der Halswirbelsäule wichtig. Das richtige Schlafkissen, eine gesunde Sitzhaltung und korrekte Arbeitsbedingungen sind wichtig, wenn man sich keinen steifen Nacken zuziehen will. Infektionskrankheiten sollten bei Bedarf ebenfalls sofort behandelt werden - immerhin kann selbst eine simple Erkältung zu einer gefährlichen Meningitis führen, wenn sie nicht gut verläuft und nicht schnell genug behandelt wird.

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