Hirnblutung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. November 2014
Gesundpedia.deKrankheiten Hirnblutung

Eine Hirnblutung ist eine durch Kopfverletzungen hervorgerufene Verletzung von Blutgefäßen zwischen Schädel und Hirn oder direkt im Hirn. Das austretende Blut führt zu einem Druck, der Nervenbahnen beschädigt und schlimmstenfalls zum Tod führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hirnblutung?

Eine Hirnblutung entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn oder zwischen Hirn und Schädel reißt und durch die Blutung ein schädlicher Druck verursacht wird. Eine Hirnblutung kann ausgelöst werden durch einen Stoß auf den Kopf oder ähnliches.

Die Flüssigkeit zwischen Hirn und Schädel (Hirnwasser) kann den Aufprall dann nicht abbremsen und das Hirn stößt gegen den Knochen. Auch wenn der Stoß eventuell nur gering war und nur zu einem vorübergehenden Schwindel führte, eine daraus resultierende Hirnblutung kann lebensgefährlich sein.

Ursachen

Eine Hirnblutung entsteht in der Regel durch ein Trauma, verursacht durch einen Unfall und einer Verletzung des Kopfes. Auch das bloße Stoßen des Kopfes kann zu Hirnblutungen führen, besonders bei älteren Personen. Am Hirn treten meist drei unterschiedliche Hämatome auf:

Bei einem Subduralhämatom werden die drei oberen Schichten des Gehirns verletzt. Die daraus resultierende Blutung wächst an und verursacht einen Druck auf das Gehirn, der langsam das Bewusstsein verringert und bis zum Tod führen kann. Symptome können sofort auftreten oder sich über Tage und Wochen hinziehen.

Ein Epiduralhämatom wird ausgelöst durch eine gerissene Arterie zwischen Knochen und Gehirn. Auch diese Blutung lässt den Druck auf das Gehirn ansteigen. Den Betroffenen wird schwindelig oder sie fallen in Ohnmacht und benötigen sofortige Hilfe.

Ein Intraparenchymalhämatom bewirkt Blutungen im Gehirn selbst und kann das Gehirn dadurch dauerhaft schädigen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Gehirnerschütterung:

Je nach Grad der Verletzung werden Anzeichen einer Hirnblutung sofort erkennbar oder sie benötigen Tage oder Wochen, um in Erscheinung zu treten. Direkt nach dem Unfall und der Verletzung bemerkt der Betroffene womöglich keinerlei Auswirkungen. Doch mit der Zeit steigt der Druck auf das Gehirn. Die darauf folgenden Symptome können sein: ansteigende Kopfschmerzen; Erbrechen; Schwindel; Verwirrung; verschieden große Pupillen; schwache Glieder auf nur einer Körperhälfte; ansteigender Blutdruck.

Bei einer Kopfverletzung, in Verbindung mit den aufgezählten Symptomen, sollte sofort eine Notaufnahme aufgesucht werden. Auch wenn der Betroffene sich nach der Verletzung gut fühlt, sollte er einem Kollegen oder Freund davon erzählen und ihn bitten ein Auge auf ihn zu werfen.

Diagnose

Die Diagnose einer Hirnblutung kann sich als schwierig erweisen, da viele Betroffene nach Eintreten der Verletzung unbeschadet scheinen. Nachdem sich jedoch oben gelistete Anzeichen und Symptome erkennbar machen und der Arzt eine Hirnblutung vermutet, können folgende Verfahren zur Diagnose verwendet werden. Mit der Computertomografie werden detailgenaue Aufnahmen vom Inneren des Gehirns gemacht, sodass der Arzt mögliche Anzeichen auf Verletzungen ausmachen kann. Ein ähnliches aber seltener angewandtes Verfahren ist die Kernspintomografie. Statt Röntgenstrahlen werden hier Magnet- und Radiowellen verwendet, um Aufnahmen vom Gehirn zu machen. In beiden Fällen befindet sich der Patient während der Aufnahme in einer Art langen Röhre.

Behandlung und Therapie

Kleinere Subduralhämatome müssen ggf. nicht entfernt werden, da sie nur geringe Hirnblutung auslösen und durch entsprechende Medikation an der Vergrößerung gehindert werden können. In vielen Fällen jedoch benötigt eine Hirnblutung eine Operation, während dieser die auf das Hirn drückende Flüssigkeit entfernt wird.

Wenn die Ansammlung des Blutes exakt lokalisiert werden kann, wird ein Loch in den Schädel gebohrt und die Flüssigkeit abgesaugt. Bei komplexeren Verletzungen kann es auch nötig sein, den Schädelknochen großflächig zu öffnen. Nach der Operation werden bis zu einem Jahr Medikamente eingenommen, um postoperative Krämpfe zu verhindern. Amnesie, Aufmerksamkeitsstörungen, Schlafprobleme und Kopfschmerzen bleiben eventuell noch eine Weile bestehen und sind normale Nebenerscheinungen der Operation.

Die Heilung nach einer behandelten Hirnblutung kann sich eine Zeitlang hinziehen und bleibt womöglich unabgeschlossen. Der größte Anteil des Heilungsprozesses findet in den ersten sechs Monaten statt. Bei Kindern verheilt die Verletzung in der Regel schneller und umfassender als bei Erwachsenen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Verletzungen


Vorbeugung und regenerative Maßnahmen

Um einer Hirnblutung vorzubeugen, sollten folgende Hinweise beachtet werden. Sportarten und Bewegungen, die ein gesteigertes Risiko für Kopfverletzungen birgen, sollten immer mit einem Helm ausgeführt werden. Dazu zählen zum Beispiel Kontaktsportarten, Fahrradfahren, Motorradfahren, Skifahren, Reiten, Skating, Skateboardfahren, Snowboarding, etc.

Besonders beim Autofahren sollte immer darauf geachtet werden, dass man selbst und die mitfahrenden Personen und Kinder den Sicherheitsgurt angelegt haben. Die Gefahr für Kopfverletzungen beim Autofahren ist besonders hoch.

Besonders Kinder müssen vor Verletzungen geschützt werden. So sollte auf passende, feste Kindersitze geachtet werden. Auch Tischkanten und Ecken können mit entsprechenden Elementen gesichert werden. Für Kleinkinder sollten Treppen abgesperrt werden, um Stürze zu vermeiden.

Bücher zum Thema Gehirnerschütterung

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Hirnblutung?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?