Gehirntumor

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. April 2015
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Gehirntumore sind Wucherungen im Gehirn oder an den Hirnhäuten. Je nach Schwere der Erkrankung und Tumorart kann der Krebs operativ entfernt werden bzw. mit Chemotherapie oder Bestrahlungen therapiert werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Gehirntumor?

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Grundsätzlich können alle Tumore, welche innerhalb des Schädels wachsen, als Gehirntumore bezeichnet werden. Im engeren Sinne handelt es sich nur bei aus dem Gehirngewebe wachsenden Tumoren um Hirntumore. Wie bei allen Tumoren wird zwischen benignen, also gutartigen und malignen (bösartigen) Wucherungen unterschieden.

Obwohl gutartige Tumore keine Metastasen bilden, können sie großen Schaden im Gehirn anrichten. Im Gegensatz zu anderen Tumoren wachsen Hirntumore innerhalb eines durch den Schädel abgeschlossenen Bereichs, wodurch ihr Größenwachstum das umliegende Gewebe stärker beschädigt, weil es kaum ausweichen kann.

Ursachen

Es ist bis heute unklar, welche Komponenten letztlich zusammen kommen müssen, damit ein Gehirntumor entsteht. Trotz der relativ großen Unwissenheit auf diesem Gebiet konnte nachgewiesen werden, dass Menschen, welche über einen längeren Zeitraum Kontakt mit krebserregenden Substanzen hatten, ein erhöhtes Hirntumorrisiko aufweisen.

Solche karzinogene Substanzen können zum Beispiel in Pestiziden enthalten sein. Einige Zeit lang gingen Ärzte und Wissenschaftler davon aus, dass Verletzungen des Kopfes, wie etwa ein Schädel-Hirn-Trauma, zu einem erhöhten Risiko an einem Gehirntumor zu erkranken, führen. Diese Hypothese konnte jedoch nicht empirisch bewiesen werden und gilt als widerlegt.

Ebenso wenig wie Verletzungen des Schädels, konnten psychische Belastungen, Stress oder Elektrosmog als ursächliche Komponenten für ein Tumorwachstum im Gehirn nachgewiesen werden. Neben dem deutlich erhöhtem Krebsrisiko bei langjährigem Kontakt mit karzinogenen Substanzen, führt auch eine Strahlentherapie des Schädels bei Kindern zu einem nachweislich höheren Risiko für die Entwicklung eines Hirntumors. Obwohl dieser Fall selten eintritt, können auch genetische Vorbelastungen zur Entstehung von Gehirntumoren beitragen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome bei Gehirntumor:

Es gibt viele Symptome, die bei einem Gehirntumor auftreten können. Allerdings sind die Beschwerden, besonders zu Beginn der Erkrankung, sehr unspezifisch. Zuerst leiden Betroffene oft unter Kopfschmerzen und Schwindel. Werden diese Beschwerden mit der Zeit stärker, kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu.

Im späteren Verlauf sind auch Wesensveränderungen zu beobachten, sodass Angehörige manchmal das Gefühl bekommen einen ihnen wohl bekannten Menschen gar nicht mehr richtig zu kennen. Je nachdem, wo im Gehirn sich der Tumor befindet, kann es auch zu Lähmungen und Krampfanfällen kommen.

Treten Symptome wie Sprach- und Sehstörungen auf, gibt das bereits Hinweise darauf, in welchem Hirnareal der Tumor wahrscheinlich liegt. Der Verlauf eines Gehirntumors ist vom Einzelfall abhängig. Grundsätzlich ist die Prognose umso schlechter je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist.

Diagnose

Die richtige und frühzeitige Diagnosestellung eines Gehirntumors kann durchaus lebensrettend für einen Patienten sein. Liegt durch die Symptomatik nach der Anamneseerhebung der Verdacht nahe, dass es sich um einen Gehirntumor handeln könnte, gibt es verschiedene bildgebende Verfahren, durch welche Ärzte eine gesicherte Diagnose stellen können.

Zuerst wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) des Kopfes angeordnet. Dabei können Raumforderungen im Gehirn festgestellt werden. Werden verdächtige Raumforderungen im MRT oder CT gefunden, wird eine Lumbalpunktion durchgeführt. Dabei wird eine kleine Menge der Hirnflüssigkeit entnommen und labortechnisch untersucht.

Leiden Patienten unter epileptischen Anfällen, wird ein EEG angefertigt. Auch eine Angiographie kann zur Diagnosestellung hilfreich sein; dabei werden die Blutgefäße im Gehirn nach der Gabe eines Kontrastmittels mit Hilfe eines Röntgenapparates sichtbar gemacht.

Behandlung und Therapie

Da Gehirntumore, auch wenn sie gutartig sind, das Hirngewebe stark schädigen können, ist meist eine operative Entfernung der Wucherung notwendig. Dies ist jedoch nur in relativ frühen Stadien der Erkrankung möglich bzw. wenn sich der Tumor in einem Teil des Gehirns befindet, wo operiert werden kann.

Eine Operation am Gehirn bedeutet ein großes gesundheitliches Risiko, weswegen die Vorteile und Risiken einer Operation zuvor gründlich abgewogen werden müssen. Die erfolgversprechendste Vorgehensweise ist in vielen Fällen die Kombinationstherapie. Dabei wird der Tumor operativ entfernt, davor oder danach aber auch mit Bestrahlungen oder Chemotherapie behandelt. Allgemein gilt, dass die chirurgische Tumorentfernung die wichtigste therapeutische Maßnahme bei Gehirntumoren ist.

In manchen Fällen empfiehlt es sich jedoch zuerst andere Therapiemaßnahmen zu ergreifen, damit der Tumor schrumpft und so besser zu entfernen ist. In einigen Fällen kann auch nur ein Teil des Tumors entfernt werden, dadurch wird der Hirndruck reduziert, sodass das restliche Hirngewebe nicht mehr abgedrückt wird. Nach einer solchen Operation muss immer mit Chemotherapie oder Bestrahlungen gearbeitet werden, damit das verbleibende Tumorgewebe zerstört werden kann.

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Vorbeugung

Da die genauen Ursachen, die zu dieser Erkrankung führen, weitestgehend unbekannt sind, gibt es auch keine spezifischen Maßnahmen zur Prophylaxe eines Gehirntumors. Allgemein gilt, dass es zu keinerlei Kontakt mit kanzerogenen Substanzen kommen sollte. Auch ein allgemein gesunder Lebensstil kann hilfreich dabei sein, den Körper vor Krebs zu schützen bzw. die Krankheit besser zu überstehen.

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