Computertomographie (CT)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. April 2016
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Die Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, mit dessen Hilfe Querschnittbilder sämtlicher Organe des menschlichen Körpers, aber auch des Skelettsystems, in verschiedenen Schichtdicken erstellt werden können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Computertomographie (CT)?

Die Computertomographie unterscheidet sich zur Kernspintomographie - Letztere wird auch als Magnetresonanztomographie bezeichnet - erheblich. Im Gegensatz zum Kernspintomograph besteht der Computertomograph nicht aus einer geschlossenen, sondern einer offenen Röhre. Er arbeitet zudem mit Röntgenstrahlen, der Kernspintomograph baut Magnetfelder auf.

Das erste CT-Gerät wurde bereits im Jahr 1972 in Betrieb genommen. Es ermöglichte damals schon eine sehr gute Darstellung der Weichteile des menschlichen Körpers, weshalb die Computertomographie auch sofort von vielen Radiologen eingesetzt wurde.

Der Computertomograph selbst besteht aus drei Elementen: der Röntgenröhre, dem Detektorsystem sowie einem Rechner, der die gelieferten Daten grafisch darstellt. Hierzu sendet der Tomograph auf die vorgesehene Region ein sehr eng begrenztes Röntgenstrahlenbündel.

Die Röntgenstrahlen werden durch den Körper in unterschiedlichem Maße verringert, was die Detektoren erfassen und in Signale umwandeln. Aus diesen Signalen unterschiedlicher Intensität werden dann die Querschnittbilder der Computertomographie erstellt.

Anwendung und Funktion

Die Computertomographie kann zum Aufspüren von Erkrankungen sämtlicher Organe, aber auch des Skelettsystems eingesetzt. Sehr häufig kommt sie beispielsweise bei der Untersuchung des Thorax (Lunge) zum Einsatz. Hier kann sie schon kleinste tumoröse Veränderungen aufzeigen.

Das Gleiche ist natürlich auch bei den Untersuchungen sämtlicher anderer Organe sowie des Skelettsystems möglich. Auch Veränderungen an den Bandscheiben, so beispielsweise Bandscheibenvorfälle, können mit ihrer Hilfe genau diagnostiziert werden. Unter Zuhilfenahme der Computertomographie ist es auch möglich, medikamentöse Substanzen in den Wirbelsäulenbereich zu spritzen, die eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Hierfür werden mehrere Termine benötigt.

Natürlich können durch das CT auch Knochenbrüche, Blutungen, Schwellungen und Entzündungen diagnostiziert werden. Da der Computertomograph über eine größere Röhre als der Kernspintomograph verfügt, können auch adipöse (übergewichtige) Personen problemlos untersucht werden. Wer unter Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen) leidet, sollte anstelle der Kernspintomographie ebenfalls die Computertomographie nutzen.

Was muss der Patient im Vorfeld beachten?

Um manche Organe, aber auch die Blutbahnen besser darstellen zu können, wird den Patienten vor Beginn oder während der Computertomographie Kontrastmittel verabreicht. Deshalb benötigt der Radiologe unbedingt zwei Laborwerte - den TSH- und den Kreatininwert. Der TSH-Wert gibt Aufschluss darüber, ob der Patient unter einer Schilddrüsenerkrankung leidet.

Der Kreatininwert wird deshalb benötigt, da das Kontrastmittel über die Nieren ausgeschieden wird. Liegt der Kreatininwert nicht im Normbereich, muss von einer Schädigung der Nieren ausgegangen werden. Bei einer vorliegenden Schilddrüsen- und/oder Nierenerkrankung wird dann auf ein anderes nichtjodhaltiges Kontrastmittel zurückgegriffen. Zudem muss jeder Patient - wenn es die Zeit noch zulässt - einen Fragebogen ausfüllen. Hier müssen beispielsweise eingenommene Medikamente, aber auch verschiedene Vorerkrankungen angegeben werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Untersuchungen kann dein CT aber relativ schnell und ohne große Vorbereitungen durchgeführt werden. Wenn möglich, sollte die Untersuchung nüchtern erfolgen. Findet sie an einem Nachmittag statt, können Patienten durchaus frühmorgens noch etwas Essen zu sich nehmen.

Bestenfalls, erkundigt man sich bereits bei der Terminvereinbarung genauer hierüber. Auf jeden Fall sollten Patienten keine metallischen Gegenstände, beispielsweise Ohrringe, Piercings oder Ringe tragen. Diese können zu sogenannten Bildartefakten führen, durch die die untersuchten Organe nur ungenau dargestellt werden. Zur Untersuchung selbst muss sich der Patient nicht unbedingt ausziehen, da die Röntgenstrahlen die Kleidung durchdringen. Nur ein eventuell vorhandener Gürtel und die Schuhe sollten vor der Computertomographie abgelegt werden, ebenso die Brille.

Ablauf und Durchführung

Die Computertomographie selbst läuft für den Patienten folgendermaßen ab: Zum vereinbarten Zeitpunkt erscheint er mit der Überweisung und den hierauf notierten Laborwerten. Eventuell muss er zuvor schon eine Kontrastmittellösung - entweder zu Hause oder in der Praxis - trinken. Der Patient wird dann in eine Umkleidekabine geführt, in der er alle persönlichen und metallischen Gegenstände lassen muss. Sodann legt er sich auf einen fahrbaren Tisch, der zu Beginn der Untersuchung in die Röhre hineinfährt.

Eine Medizinisch-Technische-Assistentin (MTA) wird eventuell einen intravenösen Zugang legen, durch den ebenfalls Kontrastmittel appliziert werden kann. Zudem erhält er noch einen Knauf, der beim Drücken ein Signal an den rechnergestützten Arbeitsplatz sendet. Hiermit kann er beispielsweise auf Unwohlsein, aber auch auf andere Probleme aufmerksam machen. Bei bestimmten Aufnahmen werden die Angestellten auch ein Atemkommando geben, welchem unbedingt Folge geleistet werden sollte.

Nach der völlig schmerzfreien Untersuchung findet in der Regel noch ein Gespräch mit dem untersuchenden Radiologen statt, der dem Patienten schon erste Ergebnisse mitteilt. Im Notfall bekommt er auch gleich einen Befundbericht sowie die Bilder vom CT - beispielsweise auf CD-ROM, vielleicht aber auch noch als Ausdruck - ausgehändigt.

Risiken, Gefahren und Nebenwirkungen

Wie bereits erwähnt, wird bei der Computertomographie Röntgenstrahlung eingesetzt, die um ein Vielfaches intensiver ist als bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen. Die Dosis der Strahlung hängt aber vom untersuchten Bereich ab.

So wird bei einem CT des Kopfes nur eine Strahlendosis von 1,5 bis 2,3 mSv (Millisievert) eingesetzt, während die Strahlendosis für eine Computertomographie des Thorax, des Abdomens oder des Beckens 9,9 mSv beträgt.

Zum Vergleich: Die jährliche natürliche Strahlungsaufnahme beträgt 2,1 mSv, bei einer Röntgenuntersuchung des Thorax werden 0,02 bis 0,1 mSv benötigt. Aus diesen Gründen sollte beispielsweise eine Röntgenuntersuchung des Thorax der Computertomographie dieser Region - wenn möglich - immer vorgezogen werden.

Auch die Kosten sind für eine herkömmliche Röntgenuntersuchung wesentlich niedriger als bei einer Computertomographie. Diese werden nur noch durch die Kosten für eine Kernspintomographie übertroffen.

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