Erysipel (Wundrose)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. März 2016
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Von führenden Medizinern wird vor allem ein Erysipel (Wundrose) als eine nicht zu vernachlässigende Erkrankung der Haut angesehen. Die Haut schützt den menschlichen Körper unter anderem vor gefährlichen Bakterien. Nicht selten kommt es jedoch zu Funktionsstörungen im Bereich der Haut.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Erysipel (Wundrose)?

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Als ein Erysipel bezeichnet man grundsätzlich eine Entzündung im Bereich der Haut. Gemäß den Aussagen von führenden Medizinern sowie den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert ein Erysipel auf einer bakteriellen Infektion.

Im Volksmund wird ein Erysipel als Wundrose bezeichnet. Bei einem Erysipel handelt es sich um eine ansteckende Krankheit. Eine Übertragung der Bakterien ist in diesem Zusammenhang allerdings nur von Mensch zu Mensch möglich.

Ursachen

Wie bereits erwähnt wurde, zeichnen sich Bakterien für das Auftreten eines Erysipels verantwortlich. Die verantwortlichen Bakterien dringen über kleine Wunden im Bereich der Haut ein. Im Anschluss an diesen Vorgang befallen die Bakterien die Lymphgefäße.

Im Inneren der Lymphgefäße produzieren die Bakterien spezielle Giftstoffe, welche zu einem Erysipel führen können. Neben Verletzungen können auch Insektenstiche als eine mögliche Gefahrenquelle angesehen werden. Nicht selten zeichnet sich auch eine Pilzerkrankung für das Auftreten eines Erysipels verantwortlich.

Sowohl Pilzerkrankungen im Bereich der Finger als auch Pilzerkrankungen im Bereich der Zehen können zu einem Erysipel führen. Bevor ein Erysipel behandelt werden kann, sollten die vorliegenden Symptome einer näheren Betrachtung unterzogen werden.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome eines Erysipels:

Sofern es zu einem Erysipel kommt, können verschiedene Symptome beobachtet werden. In den meisten Fällen tritt ein Erysipel entweder im Bereich des Gesichts oder im Bereich der Beine in Erscheinung. Besonders häufig geht ein Erysipel mit Rötungen einher. Die Rötungen warten des Öfteren mit einer erhöhten Temperatur auf.

Neben den Rötungen werden auch kleinere Blutungen als ein erstes Anzeichen auf ein Erysipel angesehen. Im weiteren Verlauf der Krankheit bilden sich kleine Blasen an der Oberfläche der Haut. Darüber hinaus leiden die betroffenen Personen immer wieder unter starken Schmerzen im Bereich der Lymphknoten. Da diese im Rahmen der Krankheit oftmals sehr stark anschwellen können, sollte ein Erysipel zielgerichtet behandelt werden.

Ein Erysipel kann das Auftreten von Fieber sowie Schüttelfrost begünstigen. Bereits bei den ersten Anzeichen auf ein Erysipel sollte ein fachkundiger Arzt aufgesucht werden.

Diagnose

Damit ein Erysipel zuverlässig diagnostiziert werden kann, sollte grundsätzlich ein fachkundiger Hautarzt aufgesucht werden. Die bereits erwähnten Symptome werden in den meisten Fällen von dem behandelnden Arzt als ein eindeutiges Anzeichen auf ein Erysipel angesehen. Im Rahmen der Untersuchung muss unter anderem der Grad der Entzündung ermittelt werden. Aus diesem Grund wird grundsätzlich ein Blutbild erstellt. Nur so kann der behandelnde Arzt auch die verantwortlichen Bakterien ausfindig machen.

Die Haut der betroffenen Personen wird im Rahmen der Untersuchung einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Basierend auf einer äußerst gründlichen Vorgehensweise können mögliche Verletzungen relativ schnell ermittelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Anschluss an die Untersuchung zur Erstellung eines zielgerichteten Therapieplans genutzt. Im Rahmen der Therapie sollen unter anderem die Symptome eines Erysipels gelindert werden.

Behandlung

Ein Erysipel wird in den meisten Fällen mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt. Als ein besonders beliebter Wirkstoff wird Penicillin angesehen. Sollten die betroffenen Personen jedoch auf den eingesetzten Wirkstoff allergisch reagieren, kann auch ein alternatives Präparat zum Einsatz kommen.

In Bezug auf die Wirkungsweise erfüllen sämtliche Präparate die Anforderungen der modernen Medizin. So werden die verantwortlichen Bakterien wirkungsvoll bekämpft. Sofern mehrere Bakterienarten für das Auftreten eines Erysipels verantwortlich sind, erfolgt eine Kombination von einzelnen Präparaten. Die Behandlung wird des Öfteren stationär durchgeführt. Nur so können die benötigten Präparate intravenös verabreicht werden.

Je nach Verlauf der Krankheit erstreckt sich die Behandlung über einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen. Nach circa zwei Tagen können die betroffenen Personen das Krankenhaus wieder verlassen. Im weiteren Verlauf der Therapie kommen Tabletten zum Einsatz.

Begleitsymptome wie beispielsweise Fieber oder Kopfschmerzen werden mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Da ein Erysipel relativ häufig in Erscheinung tritt, wird dem Aspekt der Vorbeugung immer wieder besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt.

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Vorbeugung

Ein Erysipel kann in den meisten Fällen verhindert werden. So sollten alle gefährdeten Personen ihre Haut mit einem besonders hohen Maß an Sorgfalt pflegen. Als gefährdete Personen werden beispielsweise alle Personen angesehen, welche unter einer Autoimmunerkrankung leiden. Neben dieser Personengruppe werden auch Diabetiker als äußerst gefährdet angesehen.

Die Pflegeempfehlungen werden jedoch nur als ein kleiner Bestandteil der Vorsorge angesehen. Während des alltäglichen Lebens empfiehlt es sich, auf eine besonnene Vorgehensweise zu achten. Nur wenn die Empfehlungen konsequent berücksichtigt werden, kann einem Erysipel vorgebeugt werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Jay kommentierte am 07.11.2015 um 06:54 Uhr

Ich leide das vierte Mal innerhalb von 11 Monaten an einem Erysipel. Ich und die Ärzte wissen nicht mehr, wie ich es verhindern kann! Dabei bin ich erst 28 und habe es immer wieder an der Leiste. Was kann ich tun? Es gibt keine Eintrittspforte.

eva kommentierte am 01.09.2016 um 19:50 Uhr

Hallo jay, das geht mir ganz genauso! Hat man bei dir denn wenigstens eine vernünftige Diagnostik mit Blutabnahme gemacht? Oder auch nur blind Antibiotikum gegeben? Ich habe gelesen, dass man bei rezidivierenden Erysipelen eine Langzeitbehandlung mit Penicillin machen kann. Wenn mich nicht alles täuscht, kann man sich sogar ein Depot spritzen lassen. Allerdings bräuchte man einen fähigen Arzt,der weiß was er tut.