Entzündete Brustwarzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. Oktober 2016
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An schmerzhaft entzündeten Brustwarzen können nicht nur stillende Frauen leiden. Auch Männer können die so genannte Mastitis bekommen. Doch es gibt Behandlungsmöglichkeiten, die schnell Erfolg versprechen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind entzündete Brustwarzen?

Eine Mastitis ist eine Entzündung der Brustwarzen. Genauer handelt es sich um eine meist bakterielle Entzündung der Brustdrüse oder der Milchdrüse. Bei stillenden Müttern handelt es sich um eine Mastitis puerperalis. Unabhängig vom Stillen eines Babys tritt sie nur selten auf. Diese Entzündung ist dann eine Mastitis non puerperalis. Während der Wechseljahre kann durch eine Weitung der Milchdrüsen und Einsickern des enthaltenen Sekrets in das umliegende Brustgewebe eine chronische Entzündung auftreten. Diese so genannte periduktale Mastitis ist nicht bakteriell.

Ursachen

Ursache für eine Mastitis sind Keime, die durch Mikrorisse im Gewebe in die Brustdrüse eindringen und dort eine Entzündung verursachen. Es handelt sich meist um Erreger aus dem Mund- oder Rachenraum. Am häufigsten werden diese durch den trinkenden Säugling übertragen. Die Verletzungen an der Brustwarze entstehen bei stillenden Müttern durch das Saugen des Kindes. Oft führt auch ein falsches Anlegen dazu, dass der Winkel zwischen dem Mund des Kindes und der Brust das Entstehen der Risse noch mit begünstigt. Das Kind hat häufig auch Keime der Mutter oder einer anderen Person an sich, die dann übertragen werden.

Mikroverletzungen entstehen bei nicht stillenden Frauen und Männern auch durch scheuerndes Gewebe von Kleidung. Die Bakterien werden dann oft durch das Betasten der schmerzenden Brustwarze mit nicht keimfreien Fingern übertragen. Im Fall einer periduktalen Mastitis liegt die Ursache in einer Aufweitung der Milchkanäle durch das Stauen des Brustsekrets. Dadurch gelangt das Sekret der Brustdrüsen in das umliegende Gewebe, was wiederum die Entzündung verursacht. Grund dafür ist, dass das Immunsystem das Sekret als Fremdkörper einstuft. Dementsprechend kommt es zu einer Abwehrreaktion mit Entzündungssymptomen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Die eindeutigen Symptome einer Brustwarzenentzündung erleichtern die Diagnose. neben den typischen Entzündungssymptomen wie Fieber und Mattigkeit kommt es zu einer Rötung der Brust. Außerdem treten besonders um den Bereich der betroffenen Brustwarze starke Schmerzen sowie eine Verhärtung der Brust auf. Der gesamte Brustbereich schwillt an und ist überwärmt. Teilweise tritt auch ein Sekret aus. Dieses kann benutzt werden, um die auslösenden Bakterien zu bestimmen. Die medikamentöse Behandlung kann dann dementsprechend darauf abgestimmt werden.

Die Diagnose erfolgt meist aufgrund der Beschreibung der Symptome durch die Betroffenen. Zusätzlich wird die Brust oft abgetastet und auf bedenkliche Verhärtungen hin untersucht. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zudem zu einer Bildung von Abszessen kommen. Die periduktale Mastitis weist im Vergleich dazu einen abgeschwächten Verlauf auf. Typisch ist eine schmerzhafte Verhärtung der Brustwarzen und das vermehrte Ausscheiden des Sekrets der Milchdrüsen. Um eine Krebserkrankung auszuschließen, wird zur Diagnose auch eine Mammografie durchgeführt.

Die allgemeine Diagnose erfolgt wie bei den anderen Arten der Brustwarzenentzündung auch auf Grundlage der Beschreibung der Beschwerden durch die Patienten sowie dem Abtasten der Brust. Die periduktale Mastitis weist im Vergleich dazu einen abgeschwächten Verlauf auf. Typisch ist eine schmerzhafte Verhärtung der Brustwarzen und das vermehrte Ausscheiden des Sekrets der Milchdrüsen. Um eine Krebserkrankung auszuschließen, wird zur Diagnose auch eine Mammografie durchgeführt. Die allgemeine Diagnose erfolgt wie bei den anderen Arten der Brustwarzenentzündung auch auf Grundlage der Beschreibung der Beschwerden durch die Patienten sowie dem Abtasten der Brust.

Behandlung und Therapie

Die Therapie sollte frühzeitig erfolgen. Zunächst sollte die Brust gekühlt werden. Bewährt haben sich Quarkumschläge sowie mit Essig vermengte Tonerde, die direkt auf die Brust aufgetragen wird. Ist keines dieser Mittel zur Hand, kann auch mit Eisbeuteln gekühlt werden. Um den Organismus bei der Bekämpfung der Keime zu unterstützen, werden oft Antibiotika gegeben. Zudem gibt es Medikamente, die die Sekretbildung drosseln. In seltenen Fällen der Mastitis puerperalis wird das Abstillen des Kindes als Therapie eingesetzt. Mittlerweile wird davon jedoch immer häufiger Abstand genommen. Offenbar kommt es durch das Abstillen eher zu einer Verschleppung der Entzündung. Schmerzhafte Abszesse werden meist operativ geöffnet und der enthaltene Eiter entfernt.

Bei einer periduktalen Mastitis ist es zudem oft erforderlich, die erweiterten Milchgänge operativ zu entfernen. Dazu werden diese mit der verbundenen Drüse entfernt. Unterstützend kann ein besonders gutsitzender BH aus einem natürlichen Gewebe getragen werden. Idealerweise handelt es sich dabei um Baumwolle. Ebenso ist es wichtig, Staunässe zu vermeiden. Diese kann das Wachstum weiterer Bakterien begünstigen. Am einfachsten ist es, die Brust so oft wie möglich unbedeckt zu lassen. Stilleinlagen sollten häufig gewechselt werden.

Bei einer periduktalen Mastitis ist es zudem oft erforderlich, die erweiterten Milchgänge operativ zu entfernen. Dazu werden diese mit der verbundenen Drüse entfernt. Unterstützend kann ein besonders gutsitzender BH aus einem natürlichen Gewebe getragen werden. Idealerweise handelt es sich dabei um Baumwolle. Ebenso ist es wichtig, Staunässe zu vermeiden. Diese kann das Wachstum weiterer Bakterien begünstigen. Am einfachsten ist es, die Brust so oft wie möglich unbedeckt zu lassen. Stilleinlagen sollten häufig gewechselt werden.



Vorbeugung

Um einer Brustwarzenentzündung während der Stillzeit vorzubeugen, kommt es zunächst auf die richtige Technik des Anlegens an. Das Kind sollte den gesamten Warzenhof im Mund haben. Ein Einschlafen des Kindes an der Brust begünstigt gerade in der ersten Zeit des Wochenbettes die Entstehung von Mikroverletzungen. Vor dem Stillen sollte die Brust möglich mit lauwarmem Wasser gewaschen werden.

Nach dem Stillen ist es am besten, wenn die Brustwarze an der Luft trocknen kann. Dabei schließen sich kleine Risse schneller und Keime können nicht mehr eintreten. Verschwitzte Kleidung sollte so schnell wie möglich von den Brüsten entfernt werden. Gerade bei Sportlern kommt es häufig zu einer Mastitis, weil das synthetische Gewebe der Sportkleidung in Kombination mit dem Schweiß an der Brustwarze gerieben hat. Die kleinen Wunden sind der ideale Nährboden für Keime, wenn das Milieu weiterhin feucht und warm bleibt.

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