Brustwarzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
Gesundpedia.deAnatomie Brustwarzen

Beim Menschen treten die Brustwarzen paarweise auf, sind rechts und links auf der Brust und dienen vorwiegend als Nahrungsversorgung für den Nachwuchs. Die Brustwarzen sind mit kleinen Ausgängen versehen, durch welche die Muttermilch weitergeleitet werden kann. Je nach Mensch unterscheiden sich die Brustwarzen in ihrer Pigmentierung, Größe sowie Form.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Medizinisch heißt die Brustwarze Papilla mammae. Mediziner verwenden auch immer wieder den Begriff "Mamille". Umgangssprachlich werden sie jedoch auch immer als Nippel bezeichnet. Die Brustwarzen treten paarweise auf und werden schon in der früheren Entwicklungsphase des Embryos angelegt.

Während beim Mann die Brustwarzen eine rein kosmetische Funktion aufweisen und - wie bei der Frau - vorwiegend als stark erogene Zone dienen, weisen die Brustwarzen bei den Frauen sehr wohl auch andere Funktionen auf. So sind die weiblichen Brustwarzen nichts anderes als die Mündung der Milchdrüsen. Die Milchdrüsen liegen direkt im Brustgewebe. Auf Grund der Hormonproduktion in der Schwangerschaft, werden die Milchdrüsen aber erst nach der Geburt des Kindes aktiviert und dienen somit der Nahrungsversorgung.

Anatomie

Auch wenn weibliche Säugetiere sogenannte Milchleisten mit mehr als zwei Zitzen bzw. Vielzitzenmäuse sogar bis zu zwölf Brustwarzen verfügen, ist die Funktion dieselbe. Selbst der Aufbau der Brustwarzen ist mit jenem des Menschen vergleichbar. 20 Brustdrüsen befinden sich in der weiblichen Brust; all jene münden in der Brustwarze. Jedoch kann der Mensch die Ausgänge nicht mit dem bloßen Auge erkennen.

Die Brustwarzen unterscheiden sich in ihrer Form, Größe sowie Pigmentierung. Helle Personen haben helle Brustwarzen; dunkle Menschen verfügen hingegen über dunkle Brustwarzen. Die Farben der Brustwarzen können zwischen rosa und dunkelbraun variieren. Wird die Brustwarze berührt bzw. empfindet der Mensch Kälte, richten sich die Brustwarzen auf und verhärten. Mitunter kann die Brustwarze auch durch eine sexuelle Erregung hart werden.

Funktion

Die männlichen sowie weiblichen Brustwarzen zählen zu den erogenen Zonen. Jedoch verändern sich die Brustwarzen der Frau während der Schwangerschaft. Die männlichen Brustwarzen dienen primär der ästhetischen Funktion bzw. der sexuellen Stimulation. Schlussendlich münden zahlreiche Nervenenden im Warzenvorhof sowie in den Brustwarzen.

Wobei das Zusammenziehen der Brustwarzen primär den Sinn hat, dass das Baby seine Nahrungsquelle leichter findet. Jene Berührung sorgt in weiterer Linie für den Milcheinschuss. Jedoch gibt es auch Mütter, bei denen bereits die Milch einschießt, sofern sie nur an das Stillen denken. Die Milchmenge ist davon abhängig, wie groß das Baby bereits ist. Jede gesunde Frau ist im Regelfall in der Lage, dass sie Muttermilch produziert.

Möchte die Frau nicht stillen, kann sie die Milch auch aus der Brust abpumpen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Gefahr eines Milchstaus gegeben ist, welcher sich vorwiegend durch starke Schmerzen bemerkbar macht.

Die männliche Brust weist - im Gegensatz zur weiblichen Brust - keine weiteren Funktionen auf. Das bedeutet aber nicht, dass sie vor etwaigen Krankheiten oder Verletzungen gefeit ist.

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Erkrankungen der Brustwarzen

Beginnt die Brustwarze zu schmerzen bzw. treten sichtbare Veränderungen auf, muss man damit rechnen, dass etwaige Defekte im darunter befindlichen Gewebe vorliegen. Mitunter können das Entzündungen der Drüse oder auch Brustkrebs sein. Handelt es sich bereits um Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium, kann sich die Brustwarze bereits nach innen verlagern bzw. "einfallen".

Die Haut der Brustwarze ist relativ zart und dünn, sodass sich - etwa bei mechanischen Reizungen - diese recht schnell entzünden kann. In wenigen Fällen kann die Haut auch einreißen. Der Vorteil: Die Haut regeneriert sich relativ schnell wieder von selbst.

Liegt jedoch eine Entzündung der Brustwarze während der Stillphase vor, so muss das Stillen unterbrochen werden. Die Milch wird abgepumpt, sodass kein Milchstau entsteht. Schlussendlich würde ein Milchstau für äußerst starke Brustschmerzen bei der betroffenen Person sorgen.

Mitunter gibt es auch angeborene Veränderungen der Brustwarzen. So gibt es die Hohl- oder Schlupfwarzen; bei jenen Formen sind die Warzenspitzen nach innen gerichtet. Schlupfwarzen sorgen hingegen dafür, dass das Stillen deutlich erschwert wird. Mitunter kann aber auch eine dritte Brustwarze vorhanden sein, welche oftmals im Bauch- oder Brustbereich lokalisiert wird. Die "überschüssige" Brustwarze stellt jedoch keine Krankheit dar, sondern wird vielmehr als "Schönheitsfehler" erkannt, der im Laufe der Zeit behoben werden kann.

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