Knoten in der Brust

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Juli 2015
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Ein Knoten in der Brust ist für jede Frau ein Schreckmoment. Allerdings muss ein solcher "Knubbel" in der Brust nicht zwangslaufig bedrohlich sein. Und: Auch bei Männern können sich, wenn auch eher selten, im Brustbereich Knoten und Zysten bilden, die untersucht und eventuell auch behandelt werden müssen. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass man im Zweifelsfall immer einen Arzt aufsucht – sei es auch erst einmal nur der Hausarzt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Knoten in der Brust?

Ein Knoten in der Brust kann viele Ursachen haben und in den meisten Fällen handelt es sich bei den Verhärtungen, Knubbeln, Schwellungen und Geschwulsten um gutartige Knotenarten. Vor allem bei jungen Frauen wuchern Knoten oft hormonabhängig aus den Bindegewebezellen heraus und sind kein Grund zur Sorge. Diese Knoten nennt man Fibroadenome, sie sind gutartig und haben keine erhöhende Wirkung auf das Brustkrebsrisiko.

Hinter anderen Knubbeln verbergen sich oft Zysten, bei denen es sich um harmlose Flüssigkeits- oder Fettansammlungen im Gewebe handelt. Des Weiteren kann sich durch das Wachstum des Busens und auch durch die Entstehung von kleinen und harmlosen Knoten das gesamte Bindegewebe der Brüste ändern – beispielsweise wird dieses in Folge härter, knotiger und straffer. Diese Änderungen werden von vielen Betroffenen als unangenehm und schmerzhaft spannend verspürt, was oft zu Unsicherheiten führt.

Ursachen

Die häufigste Ursache für Knoten, Knubbel, Zysten sind hormonelle Schwankungen oder Veränderungen. Von diesen sind vor allem junge Frauen sehr oft betroffen. Denn vor der Menstruation bilden sich ungemein häufig hormonabhängige Knoten, die nach dieser wieder verschwinden. Manchmal lösen diese Beschwerden aus, manchmal bleiben sie unbemerkt.

Denn Knoten und Knubbel, vor allem die von kurzlebiger Präsenz, müssen nicht immer so groß sein, dass man sie problemlos ertasten kann. Übrigens können Knubbel und Knoten auch aufgrund der hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft auftreten. Allerdings sollte man im Zweifelsfall beim nächsten Vorsorgetermin mit dem Frauenarzt sprechen, da die hormonellen Schwankungen hier von längerer Dauer sein können.

Weitere Ursachen kann eine hormonelle oder stoffwechselbedingte Fehlfunktion des Körpers sein oder auch eine Entzündung des Drüsengewebes. Wichtig zu beachten ist, dass man jedem auffälligen Knoten unbedingt auf den Grund gehen sollte. Denn Knoten können auch bösartige Ursachen, etwa Krebsgeschwüre, haben.

Symptome und Verlauf

In den meisten Fällen wird der Knoten in der Brust von der Frau selbst entdeckt oder bei der Krebsvorsorge beim Gynäkologen. Ganz egal aber, durch wen oder wann der Knoten entdeckt wurde, bei auffälligeren Funden muss immer so schnell wie möglich ein Facharzt aufgesucht werden. Hier ist der erste Ansprechpartner bestenfalls der Frauenarzt. Er wird den Knoten in der Brust ebenfalls abtasten und weitere Diagnoseverfahren einleiten. Denn nachdem man einen Knoten in der Brust entdeckt hat, gilt es erst einmal herauszufinden, um welche Art von Knoten oder Knubbel es sich handelt.

Durch ein Brustkrebs-Screening oder eine Gewebeprobe (Biopsie) kann man beispielsweise mehr über die Beschaffenheit und Ursache des Knotens in Erfahrung bringen: beispielsweise aus welchem Körpermaterial er besteht. Weitere Diagnoseverfahren können eine Ultraschalluntersuchung oder eine Kernspintomografie des Busens sein. Die Biopsie ist übrigens eines der sichersten Verfahren, um die Gut- oder Bösartigkeit des Knotens diagnostiziere zu können.

Behandlung und Therapie

Statistiken zufolge erweist sich ein Knoten in der Brust nur bei einem von fünf Fällen als bösartiger Brustkrebs. Allerdings muss dieser so schnell wie möglich behandelt werden. Deshalb ist eine Früherkennung ebenso wichtig, wie eine zügige Diagnose lebensrettend sein kann.

Brustkrebs kann heute durch verschiedene Behandlungswege therapiert werden – durch eine operative Entfernung des befallenen Gewebes, aber auch durch begleitende Chemotherapien. Bei sehr fortgeschrittenen und drastischen Fällen kann die ganze Brust betroffen sein. Die Folge wäre eine komplette Amputation und anschließende Rekonstruktion des Busens.

Des Weiteren folgen Antikörper-Therapien und langzeitige Vorsorge- und Nachuntersuchungen, die einen weiteren Befall der betroffenen Brust soweit es geht ausschließen sollen. Gutartige Geschwüre in der Brust werden je nach Art und Schwere durch Medikamente, Hormone oder durch einen operativen Eingriff behandelt, bei dem erst einmal nur der Knubbel entfernt wird.

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Vorbeugung

Einem Knoten in der Brust kann man nicht vorbeugen. Allerdings kann man, indem man seine Brüste regelmäßig abtastet und Veränderungen in der fühlbaren Struktur des Gewebes beobachtet, bei einem solchen viel schneller handeln. Wie bereits angedeutet, müssen Spannungen und Knötchen vor und während der Periode oder Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches sein. Bei Unsicherheiten und längeren Beschwerden sollte man aber unbedingt so zeitig wie möglich einen Arzt konsultieren.

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