Burning-Mouth-Syndrom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Dezember 2014
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Unter dem Begriff Burning-Mouth-Syndrom fasst man brennende Schmerzen an den Schleimhäuten von Mundhöhle und Zunge zusammen. Die Symptome werden oft durch stetiges Reiben oder Saugen verursacht, meist auch durch verschiedene Krankheiten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Burning-Mouth-Syndrom?

Als Burning-Mouth-Syndrom, das auch Glossodynie oder Zungenbrennen genannt wird, bezeichnet man ein Brennen oder einen anderen Schmerz im Mundraum. Etwa fünf Prozent aller Menschen leiden unter den Symptomen, wobei der Anteil der Frauen sehr viel höher ist als der der Männer.

Üblich für die Beschwerden ist, dass sie erst ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Da sie so vielfältig sind, sind die Ursachen für das Burning-Mouth-Syndrom häufig nicht aufzufinden. Wird die Ursache erkannt, ist das Burning-Mouth-Syndrom verhältnismäßig leicht zu therapieren.

Ursachen

Das Burning-Mouth-Syndrom kann viele Ursachen haben. Häufig handelt es sich dabei um eine Reaktion im Mundraum auf einen schlecht sitzenden Zahnersatz, der permanent an den Schleimhäuten reibt. Auch das Material, aus dem die Prothese gemacht ist und gegen das der Patient eine Unverträglichkeit hat, kann am Burning-Mouth-Syndrom Schuld haben.

Gleichzeitig kann der Grund dafür auch in einem kariösen Befall, einer Entzündung des Zahnfleischs oder der Schleimhäute sowie einem Geschwür liegen. Auch eine Allergie gegen bestimmte Lebensmittel, der Befall durch Pilze oder die Nebenwirkung eines Medikaments ist möglich. Ungefährliche Verformungen der Zunge, wie etwa bei Falten- oder die Landkartenzungen, sorgen für Reibungen an den Schleimhäuten und können die Schmerzen verursachen.

Auch der Mangel an Vitaminen oder Eisen gehört zu den möglichen Ursachen für das Burning-Mouth-Syndrom, ebenso Störungen im Stoffwechselbereich. Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose können dazu führen, dass die Nerven im Mundraum geschädigt werden. Schließlich können auch psychische Probleme bis hin zu Depressionen für das Burning-Mouth-Syndrom verantwortlich sein.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome eines Burning-Mouth-Syndrom:

Beim Burning-Mouth-Syndrom kommt es zu einem meist brennenden Schmerz an den Schleimhäuten im Mundraum. Meist treten die Beschwerden an den Rändern der Zunge auf, also auch an ihrer Spitze. Sie können aber auch die Zungenwurzel sowie die Schleimhäute an Gaumen, Lippen und Wangen befallen. Sowohl permanente Beschwerden als auch ein phasenweises Auftreten ist möglich. Meist nimmt der Schmerz zum Abend hin zu.

Kurzfristige Linderung kann durch die Aufnahme von Nahrung erreicht werden. Zusätzlich zu den Schmerzen kann es beim Burning-Mouth-Syndrom auch zu einem trockenen Mund, einer Veränderung des Geschmacksempfindens und zu einem pelzigen Gefühl auf der Zunge kommen. Auf der anderen Seite ist aber auch ein erhöhter Speichelfluss möglich.

Diagnose

Die Diagnose des Burning-Mouth-Syndroms ist recht schwierig, da die Ursachen so vielfältig sind. Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt, der durch die Kenntnis der Krankheitsgeschichte möglicherweise einen Verdacht äußern kann. Erkennt er, dass die Beschwerden auf Probleme mit den Zähnen, dem Zahnfleisch oder einer Zahnprothese zurückzuführen sind, überweist er den Patienten an einen Zahnarzt oder einen Kieferorthopäden.

Liegt die Vermutung nahe, dass die Ursache in einer Hauterkrankung liegt, macht der Hausarzt einen Abstrich oder nimmt eine Gewebeprobe. Diese untersucht er unter dem Mikroskop, um eine Veränderung des Gewebes erkennen zu können. Im Fall von Eisenmangel oder neurologischer Ursachen verweist der Hausarzt seinen Patienten an den zuständigen Facharzt.

Können keine körperlichen Gründe für das Auftreten des Burning-Mouth-Syndroms gefunden werden, kann auch eine psychische oder psychosomatische Ursache in Erwägung gezogen werden. Auch in diesem Fall erfolgt die Überweisung zum entsprechenden Facharzt.

Behandlung

Wurde die Ursache für das Burning-Mouth-Syndrom erkannt, kann der zuständige Facharzt dieses auch behandeln. Liegt der Grund in der Verwendung einer schlecht sitzenden Zahnprothese oder Zahnspange begründet, so wird ein Zahnarzt mit einer Korrektur dieses Missstandes für das Verschwinden der Symptome sorgen können.

Für den Fall, dass Karies oder die Fehlstellung eines Zahns das Burning-Mouth-Syndrom verursachen, so nimmt der Zahnarzt durch seine Behandlung eine Korrektur vor. Bei Mangel an Eisen oder Vitaminen verschreibt der Hausarzt eine wirksame Therapie, ebenso bei einer Hautkrankheit im Mundraum. Nicht empfehlenswert ist die reine Behandlung des Burning-Mouth-Syndroms mit einer Mundspülung.

Die innere Erkrankung, auf die das Zungenbrennen hinweisen kann, wird durch die dazu passende Behandlungsmethode geheilt. Liegt eine Depression oder eine andere psychische Störung vor, kann diese durch die Gabe von Medikamenten, wie etwa Antidepressiva, gelindert werden, was zugleich das Burning-Mouth-Syndrom behandelt. Eine Lösung für ein Problem in diesem Bereich kann auch eine Therapie darstellen.

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Vorbeugung

Generell ist eine gute Mundhygiene für die Vorbeugung des Burning-Mouth-Syndroms von großer Wichtigkeit. Dazu zählt vor allem das regelmäßige Zähneputzen, aber auch das Reinigen der Zunge. Ist ein Zahnersatz oder eine Zahnspange nötig, muss diese in Absprache mit dem Zahntechniker so erstellt werden, dass sie keine Reibung im Mundraum verursacht.

Ist die Unverträglichkeit eines Lebensmittels bekannt, sollte die Ernährung auf dieses überprüft und in jedem Fall darauf verzichtet werden. Die Aufnahme von genügend Vitaminen und eisenhaltigen Lebensmitteln beugt Mangelerscheinungen vor, die letztlich zum Burning-Mouth-Syndrom führen können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Eberhard kommentierte am 22.11.2015 um 15:01 Uhr

Nach einer operativen Darmverlegung, die 7 Stunden dauerte, um einen Galle-Reflux zu beseitigen habe ich ständig ein Brennen im Mund. Das bei festem Schlafen verschwinde und am Morgen wieder beginnt. So geht das schon 5 Jahre lang. Durch den Austritt der brennenden Flüssigkeit kommt es zu Schmerzen im Dickdarm sowie im Spinalgelenk und auch in den Genitalien. Kann mir jemand einen Rat geben?