Unterernährung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
Gesundpedia.deSymptome Unterernährung

Der Arzt spricht dann von einer Mangel- oder Unterernährung, wenn er ein Ernährungsdefizit feststellen kann. Das bedeutet, dass der Körper nicht ausreichend mit der zugeführten Ernährung versorgt wird. Somit fehlen dem Körper Energie, lebenswichtige Nährstoffe und auch Eiweiß.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Unterernährung?

Die klassische Mangel- wie Unterernährung ist eine Form der Fehlernährung. Diese Fehlernährung, welche medizinisch Malnutrition genannt wird, entsteht vorwiegend dann, wenn die Person zu wenig Nahrung konsumiert. Somit kann eine quantitative oder generelle Unterernährung auftreten.

Aber selbst eine unausgewogene Ernährung kann dazu führen, dass die Person an einer Unterernährung leidet. Hier spricht man von einer qualitativen oder spezifischen Unter- bzw. Mangelernährung. Hier wird zwar die Energiezufuhr gewährleistet, jedoch ist eine Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Eiweiß nicht gegeben oder unzureichend.

Ursachen

Viele vertreten die Ansicht, dass eine Unterernährung nur in Gebieten auftreten kann, wo überhaupt eine unzureichende Nahrungsversorgung herrscht. Das ist jedoch nicht ganz richtig; selbst in Deutschland gibt es immer wieder Fälle einer Unterernährung. Somit liegt die Ursache nicht nur darin, dass es kein Angebot an der Nahrung gibt. Vorwiegend liegen die Ursachen auf Grund Erkrankungen der Patienten (Schluckstörungen oder auch Erkrankungen der Speiseröhre) sowie etwa Probleme mit dem Magen.

Selbst Diabetes mellitus oder auch die Magersucht kann eine Unterernährung als Folge haben. Auch hier treten immer wieder unzureichende Versorgungen der Nährstoffe auf. Auch Verdauungsstörungen sowie Entzündungen des Dickdarms bringen oftmals eine Unterernährung mit sich. Klassische Unterernährungen stehen immer wieder mit Erkrankungen. Auch Krebs kann mitunter eine Unterernährung verursachen. Der Tumor bringt Veränderungen mit sich, welche vor allem einen erhöhten Energieverbrauch verursachen sowie eine Nahrungsaufnahme, auf Grund von Appetitlosigkeit oder Übelkeit, nicht möglich ist.

Auch können psychische Belastungen ein Mitgrund sein, warum eine Unterernährung entsteht. Die Unterernährung und Mangelernährung tritt auch immer wieder im hohen Alter auf. Hier sind vor allem der nachlassende Appetit sowie auch die Selbstvernachlässig verantwortlich, dass viele ältere Personen an einem Nahrungsdefizit leiden. Selbst Medikamente können mitunter eine Appetitlosigkeit verursachen, sodass eine Unterernährung entsteht. Auch Kaubeschwerden wie Schluckstörungen spielen im Alter eine wesentliche Rolle, dass die Person an einer Mangelernährung leidet.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

In erster Linie stellt der Mediziner seinem Patienten diverse Fragen, die vorwiegend einen Aufschluss über dessen Ernährungsgewohnheiten geben sollen. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Arzt einen Überblick über allfällige Medikamente oder Grunderkrankungen erhält. Des Weiteren untersucht und kontrolliert der Arzt das äußere Erscheinungsbild des Patienten. Schlussendlich macht sich eine Unterernährung mit einem dramatischen Gewichtsverlust oder Untergewicht bemerkbar.

Der Patient hat schlaffe Hautfalten, Hautveränderungen sowie Veränderungen der Augen und Lippen. Ebenfalls beschreibt der Patient Appetitlosigkeit und klagt - in manchen Fällen - auch über Übelkeit. Um sicher zu sein, dass es sich um eine Unterernährung handelt, beobachtet der Mediziner die Gewichtsveränderungen in den letzten Monaten. Hat der Patient innerhalb der letzten sechs Monate rund 10 Prozent des Gewichts verloren, schließt alles darauf, dass etwaige Krankheitsprozesse im Körper vorhanden sind. Ebenfalls überprüft der Mediziner die Medikamente des Patienten.

Schlussendlich kann diese Appetitlosigkeit auch einen Gewichtsverlust verursachen. Des Weiteren wird der Betroffene auf Schluckbeschwerden oder Kaustörungen untersucht. Ebenfalls fertigt der Mediziner ein Blutbild an. In diesem erkennt er einen Eiweißmangel oder auch eine unzureichende Vitaminzufuhr. Bei einer anhaltenden Unterernährung sowie einem Vitaminmangel, ist es möglich, dass die Krankheit - unbehandelt - fatale Folgen mit sich bringt. Je nach Ursache, kann die Krankheit sogar zum Tod des Patienten führen.

Behandlung

In erster Linie wird bei der Therapie darauf geachtet, dass die etwaigen Ursachen der Unterernährung beseitigt werden. Des Weiteren versucht der Mediziner etwaige Nährstoffdefizite auszugleichen. Im Endeffekt hängt die Therapie und Behandlung vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Während der Therapie wird darauf geachtet, dass der Patient eine vollwertige und ausgewogene Kost erhält.

Ebenfalls werden nährstoffreiche Lebensmittel zubereitet; des Weiteren ist es wichtig, dass der Betroffene Lebensmittel und Speisen erhält, welche er als Lieblingsspeisen tituliert. Wichtig ist, dass mehrere kleinere Portionen pro Tag zu sich genommen werden. Leidet der Patient unter einem Vitaminmangel, ist es wichtig, dass dieser mittels diversen Nährstoffpräparaten ausgeglichen wird. Ebenfalls sollten bei Schluck- und Kaubeschwerden die Speisen eher breiig oder flüssig verabreicht werden.

Bei älteren Menschen ist es wichtig, dass auch Schnabeltassen, Teller mit einem rutschfestem Boden oder auch Besteck, welches über einen verdickten Griff verfügt, zur Anwendung gelangt. Oftmals ist auch eine individuelle Betreuung von älteren Personen notwendig, damit hier darauf geachtet wird, dass diese die zubereitete Nahrung auch konsumieren. Vorwiegend kann die Nahrung auch als Flüssignahrung (Astronautennahrung) verabreicht werden, damit gegen die Unterernährung vorgegangen wird.

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Vorbeugung

Eine klassische Vorbeugung ist nur bedingt möglich. Stellen Außenstehende Essstörungen oder eine sehr geringe Nahrungsaufnahme des Betroffenen fest, ist es wichtig, hier relativ schnell Hilfe zu organisieren. Bei älteren Menschen muss ebenfalls die Gewichtskontrolle erfolgen, um im Vorfeld zu agieren. Eine Vorbeugung durch Betroffenen selbst, ist nur selten bis gar nicht möglich.

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