Schwellungen (Ödeme)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Juli 2016
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Bei Schwellungen (Ödeme) handelt es sich um eine Flüssigkeitseinlagerung, bei der sich Wasser aus den Gefäßen im Zwischengewebe (Bindegewebe) ansammelt. Umgangssprachlich werden Ödeme daher auch als "Wassersucht" bezeichnet. Ödeme können durch Krankheiten verschiedenster Art ausgelöst werden. Daher ist in jedem Fall eine ärztliche Abklärung anzuraten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schwellung (Ödem)?

Schwellungen entstehen durch Wasser- oder Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Sie werden auch als Ödeme bezeichnet. Das Wasser oder die Flüssigkeit bildet sich außerhalb der Zellen und sammelt sich im Gewebe an.

Schwellungen können theoretisch an allen Körperstellen auftreten. Häufig sind jedoch die Beine davon betroffen. Ein typisches Anzeichen, dass es sich um eine Schwellung handelt, sind deutlich erkennbare Dellen, die nach Druck auf die angeschwollenen Bereiche bestehen bleiben.

Es gibt zahlreiche, zum Teil auch ernsthafte Ursachen, die für die Entstehung dieser Ödeme verantwortlich sein können. Daher sollte beim Auftreten der Symptome immer ein Arzt zur Abklärung der Ursachen für die Schwellungen aufgesucht werden.

Ursachen

Schwellungen können durch zahlreiche harmlose und ernsthafte Ursachen ausgelöst werden. Die häufigsten Ursachen sind Unfälle, wie zum Beispiel Stöße oder Stürze. Dabei wird das betroffene Gewebe verletzt und lagert Wasser oder Flüssigkeit im umliegenden Bereich ab.

Weitere typische Ursachen für Schwellungen oder Ödeme sind hormonelle Veränderungen wie beispielsweise während der Schwangerschaft oder auch bei einer Schilddrüsenunter- oder -überfunktion.

Auch Herzerkrankungen oder Durchblutungsstörungen können Schwellungen auslösen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Erkrankungen unterschiedlichster Natur, die als Ursache in Frage kommen. Dazu gehören Arthrose, Rheuma, Thrombose, Gicht und Arthritis.

Aber auch die verschiedensten Allergieerkrankungen können mit Schwellungen einhergehen.

Bänder- und Sehnenrisse an allen Gelenken, sowie Venenentzündungen und Mumps sind ebenfalls als Ursachen für Schwellungen bekannt. Seltener sind Medikamente, Infektionen und Entzündungen, sowie Eiweißmangel für Schwellungen verantwortlich.

Diagnose und Verlauf

Treten die Schwellungen aufgrund eines Unfalls oder einer Verletzung auf, ist die Diagnosestellung einfach. Haben die Schwellungen andere Ursachen, sind unter Umständen viele verschiedene Untersuchungen notwendig, um den Auslöser für die Symptome zu finden. Ein allgemeines Gespräch, in dem eventuelle Vorerkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und die Dauer der Beschwerden abgeklärt werden gehört genau wie eine allgemeine körperliche Untersuchung immer zur Diagnosestellung dazu.

Handelt es sich um Ödeme an den Beinen werden Venen und vielleicht vorhandene Krampfadern untersucht. Meist erfolgt auch eine Blut- und Urinuntersuchung. Je nach der vermuteten Ursache können Computertomographie, Ultraschalluntersuchungen oder Röntgenuntersuchungen durchgeführt werden. Auch eine Lymphographie, das ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Lymphwege kann durchgeführt werden.

Bei vermuteten Venen- oder auch Herzbeschwerden wird häufig eine Phlebographie vorgenommen. Dabei werden die Venen mit Hilfe eines Kontrastmittels untersucht. Der Krankheitsverlauf und die Dauer der Schwellungen hängt immer von den auslösenden Ursachen ab.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von auftretenden Schwellungen hängt in erster Linie immer von den diagnostizierten Ursachen der Symptome ab. Sind Verletzungen oder Unfälle für die Ödeme verantwortlich, können diese bei leichten Verletzungen lokal mit schmerzlindernden und abschwellenden Salben und Cremes behandelt werden. Liegen Bänder- oder Sehnenrisse vor, werden häufig nach Abheilen der Verletzung Bewegungstherapien eingesetzt.

Auch bei Herzerkrankungen, Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen gehören Sport und Bewegung, neben der medikamentösen Behandlung der Grunderkrankung mit zur Therapie.

Zusätzlich können Lymphdrainagen, Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände und Streichmassagen helfen, die eingelagerte Flüssigkeit aus dem Gewebe zu entfernen und die Bildung neuer Ödeme zu verhindern.

Auch verschiedene pflanzliche Mittel können die Gefäße stabilisieren und die Durchblutung anregen. Bei Schwellungen in den Beinen sollten diese zur Therapieunterstützung hoch gelagert werden.

Treten die Symptome aufgrund von allergischen Erkrankungen auf, werden entsprechende Medikamente verabreicht. Auch eine Sensibilisierung kann in manchen Fällen das Auftreten von erneuten Schwellungen verhindern.



Vorbeugung

Schwellungen können nicht durch allgemeine Maßnahmen in jedem Fall verhindert werden. Das Risiko von Unfällen und Verletzungen kann nur durch Vorsicht minimiert werden. Sport und Bewegung beugen in gewissem Umfang Herzerkrankungen, Durchblutungsstörungen und Venenerkrankungen vor. Bei allergischen Reaktionen hilft nur eine mögliche Vermeidung der Allergieauslöser. Es gibt jedoch nicht gegen alle Erkrankungen, die Schwellungen verursachen können vorbeugende Maßnahmen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Steko kommentierte am 30.08.2016 um 10:05 Uhr

Ich habe ein massives Lymphödem nach einem Tipiakopftrümmerbruch mit starken Schmerzen und dickem Knie verbunden. Kann das durch Physiotherapie wieder geheilt werden? Ich habe schon 18 KG hinter mir und keine Besserung. Jetzt nach 13 Wochen habe ich endlich ein Rezept zur Lymphdrainage erhalten. Bin immer noch krank geschrieben.