Salmonellenvergiftung (Salmonellose, Salmonellen Enteritis)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Dezember 2014

Salmonellen Enteritis oder eine sogenannte Salmonellose bezeichnet eine Vergiftung durch Salmonellen. Eine Salmonellenvergiftung äußert sich häufig durch typische Symptome, wie: Durchfall, Erbrechen und Bauchkrämpfe. Eine Salmonellen-Infektion titt vor allem in den warmen Sommermonaten vermehrt auf. Der Grund ist häufig eine unzureichende Hygiene.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Salmonellenvergiftung (Salmonellose)?

Eine Salmonellenvergiftung ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die in der Fachsprache auch als Salmonellose oder Salmonellen Enteritis bezeichnet wird. Durch die Wortendung "-itis" wird deutlich, dass es sich um einen entzündlichen Vorgang handelt. Salmonellen können eine Infektion auslösen. Die Entzündung betrifft ganz spezielle Organe und Organsysteme, die dem Magen-Darm-Trakt zugeordnet werden können. Die Infektionserkrankung tritt vor allem in den Sommermonaten verstärkt auf und ist häufig auf mangelnde Hygiene zurückzuführen.

Ursachen

Die Ursachen für eine Salmonellenvergiftung sind relativ eindeutig definierbar. Die Salmonellose oder Salmonellenvergiftung wird durch einen speziellen krankheitserregenden Bakterienstamm verursacht, die in der Mikrobiologie als Salmonellen bekannt sind.

Salmonellen werden über die Nahrung aufgenommen und vermehren sich im Organismus unter günstigen Verhältnissen. Salmonellenvergiftungen können auftreten, wenn salmonellenhaltige Gerichte wie Fleischspeisen, Geflügel- und Eiergerichte sowie milchhaltige Nahrungsmittel aufgenommen werden.

Diese bieten den Krankheitserregern die besten Voraussetzungen, um zu wachsen und sich zu vermehren. Speisen, die mehrmals aufgetaut, demgegenüber unzureichend erhitzt und durchgegart werden und möglicherweise leicht verderblich sind, gehören zu den Auslösern der Salmonellenvergiftung.

Wenn diese Speisen in den Verdauungstrakt gelangen, dann vermehren sich diese so stark und bilden krankmachende Stoffwechselendprodukte, welche zu Vergiftungserscheinungen oder einer Vergiftung führen. Bereits eine geringe Konzentration von Salmonellen kann bei älteren Menschen, schon vorerkrankten Erwachsenen oder Kindern eine Salmonellose hervorrufen.

Symptome und Verlauf

Häufig wird eine Salmonellose mit einer Grippe des Magens und/oder des Darmes verwechselt. Die Symptome und der Verlauf der Salmonellose sind jedoch wesentlich intensiver, bedrohlicher und langwieriger. Aus diesem Grund sollten geschwächte Personen wie Kinder und Senioren beim Arzt unbedingt vorstellig werden.

Die Zeichen der Salmonellenvergiftung treten insbesondere im Magen-Darmtrakt auf, da sich die Salmonellen bei einer Salmonellenvergiftung ausschließlich in den Schleimhäuten des Magens und des Darmes festsetzen.

Bei der Salmonellenvergiftung treten unterschiedliche Symptome auf, die beim unbehandelten Verlauf zu lebensbedrohlichen Problemen führen können. Diese basieren hauptsächlich auf dem immensen Verlust an Flüssigkeit, welche durch den auftretenden Durchfall, das ständige Erbrechen und die mangelnde Flüssigkeitsaufnahme durch Übelkeit hervorgerufen wird.

Weitere Symptome können eine gesteigerte Körpertemperatur bis hin zu hohem Fieber sein. Allgemein fühlen sich die erkrankten Menschen schlapp und abgeschlagen.

Diagnose

Eine Salmonellenvergiftung kann oft schon in der Anamnese durch die Symptome diagnostiziert werden. Charakteristisch für eine Salmonellenvergiftung ist heftiger Durchfall und starkes Erbrechen. Damit die Diagnose aber gesichert ist, stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung. Es kann eine Stuhlprobe untersucht werden, oder aber auch das Blut.

Über das Blut sind zwei verschiedene Diagnoseverfahren möglich: die gezielte Untersuchung nach Salmonellen oder eine Untersuchung auf Entzündungen im Körper. Bei einer Stuhlprobe, wird gezielt nach den Salmonellen gesucht. Auch eine Probe von Erbrochenem kann im Labor auf den Erreger getestet werden. Sowohl bei einer Blutuntersuchung auf Erreger, einer Stuhlprobe als auch bei Erbrochenem wird dann eine Zellkultur angelegt, die anschließend biochemisch oder serologisch untersucht wird. Seltener wird ein Rektalabstrich durchgeführt, um Salmonellen nachzuweisen. Bis die Ergebnisse vorliegen, kann es einige Tage dauern.

Inzwischen gibt es zwar schneller Diagnoseverfahren, diese stellen aber auch nur eine Verdachtsdiagnose dar. Für eine absolut gesicherte Diagnose ist das Anlegen einer Kultur unumgänglich. Beim Verdacht auf eine Salmonellenvergiftung sind aber auch noch weitere Untersuchungen zu empfehlen. Da die Symptome den Betroffenen häufig sehr schwächen, sollte auch der allgemeine Zustand des Patienten begutachtet werden. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass keine Dehydrierung durch den Brechdurchfall vorliegt.

Behandlung und Therapie

Ein Ersatz sowohl des verlorenen Flüssigkeitsvolumens als auch der fehlenden Mineralien, welche für die Körperfunktion benötigt und als Elektrolyte bezeichnet werden, stehen bei einer Behandlung der Salmonellenvergiftung im Mittelpunkt.

Eine weitere Therapie, die in Kombination mit anderen Faktoren erfolgt, besteht in einer gesonderten diätetischen Ernährung, die vorwiegend auf leichter Kost basiert. Neben magen- und darmschonenden Getränken wie Kamillen- oder Fencheltee werden geriebene Äpfel empfohlen, um dem Durchfall entgegenzuwirken.

Da eine Salmonellenvergiftung gleichsam von Erbrechen, Übelkeit und Durchfall begleitet ist, tragen entsprechende Medikamente sowohl oral als auch über die Venen zu einer Besserung bei. Darüber hinaus werden Antibiotika gegeben, um die krankheitserregenden Keime im Körper zu beseitigen.

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Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen gegen eine Salmonellenvergiftung sind generell möglich. In diesem Zusammenhang gilt es, die Krankheitsherde zu erkennen und zu meiden.

Mit Salmonellen durchsetzte Gerichte, die bereits an deren farblichem Aussehen und Geruch erkennbar sind, Speisen auf Basis roher Eier, Geflügelspeisen sowie Milchprodukte sollten gerade in den warmen Sommermonaten gut durchgegart und teilweise gemieden werden.

Auch rohes Fleisch wie Hackfleisch kann eine Ursache für eine Salmonellenvergiftung werden. Darüber hinaus treten Salmonellenvergiftungen insbesondere bei Kindern auf, wenn sie mit Erregern behaftetes Eis essen.

Aufgetautes Fleisch und die Auftausäfte, die sich an Küchengeräten befinden, können ebenfalls zu einer Infektion mit Salmonellen beitragen und eine Salmonellenvergiftung hervorrufen.

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