Muskelverhärtung in der Wade

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
Gesundpedia.deSymptome Muskelverhärtung in der Wade

Insbesondere Sportler sind der Gefahr ausgesetzt, eine Muskelverhärtung in der Wade zu erleiden. Diese schränkt oftmals den Alltag ein und wird als schmerzhaft empfunden. Unterschiedliche Maßnahmen helfen dabei, die Bewegungsfreiheit so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Muskelverhärtung in der Wade?

Die Veränderungen in der Muskulatur lassen sich oftmals nach außen hin als Knubbel oder Wulst wahrnehmen. Dabei wird vor allem die Druckausübung als schmerzhaft empfunden. Dabei existieren unterschiedliche Therapieansätze, welche bereits zu Hause ausgeübt werden können. Normalerweise ist ein Arztbesuch erst dann notwendig, wenn die Schmerzen sehr stark sind. Letztendlich handelt es sich bei einer Muskelverhärtung in der Wade um eine Muskelverspannung. Diese wird beispielsweise durch eine Überbelastung beim Sport ausgelöst.

Aber auch andere Faktoren können nicht ausgeschlossen werden. Die Stelle verfügt über einen lokal begrenzten Rahmen und hat sich meistens in langsamen Schritten entwickelt. Dabei verbleiben Muskelverhärtungen einige Tage oder Wochen. Während des Bestehens der Verspannung ist die Bewegung der Waden oft mit Schmerzen verbunden.

Ursachen

In den meisten Fällen ist eine sportliche Überbelastung an der Verspannung schuld. Sie resultiert aus einer festen Anspannung der Muskelfasern, die über einen längeren Zeitraum hinweg stattfindet. Die Muskulatur wird durch feine Blutgefäße versorgt, die Kapillare. Als Folge der starken Anspannung werden die Kapillare zusammengedrückt, wodurch die Muskulatur nicht mehr optimal durchblutet werden kann.

Aus der Durchblutungsstörung resultiert eine Entzündung, die wiederum zu einer weiteren Anspannung der betroffenen Muskulatur führt. Gleichzeitig ist sie die Ursache für die als krampfhaft empfundenen Schmerzen. Die Verspannung wird durch Überbelastung oder ungünstige Bewegungen verursacht. Der Körper ist nicht mehr dazu in der Lage, die Verspannung selbstständig zu lösen. Darüber hinaus kann eine Fehlstellung an der Muskelverhärtung schuld sein.

Neben Verspannungen kommen eingeklemmte Nerven und Arthose als Ursache in Frage. Dabei entstehen auf Grundlage dieser Faktoren eher seltener Muskelverhärtungen in der Wade. Sie können jedoch nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

Typische Krankheiten mit Muskelverhärtung

Diagnose

Eine Muskelverhärtung lässt sich in den meisten Fällen bereits durch das Abtasten des betroffenen Gewebes erkennen. Die Muskelverhärtung äußert sich oftmals durch einen Knoten in der Muskulatur. Darüber hinaus weisen die typischen stechenden Schmerzen auf das Vorliegen einer Muskelverhärtung hin. Betroffene klagen zudem vermehrt über Krämpfe. Normalerweise kann die Diagnose unter diesen Gesichtspunkten bereits zu Hause erfolgen. Erst, wenn die Schmerzen überhand nehmen und der normale Alltag stark eingeschränkt wird, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Dies gilt auch für den Fall, wenn die Beschwerden durch Hausmittel sich nicht bessern. Ärzte können die Diagnose schnell vollziehen. Grundlage bildet dabei die körperliche Untersuchung. Durch das Abtasten werden die druckempfindlichen Stellen identifiziert. Diese lassen sich zudem verschieben. Falls der Verdacht dennoch nicht bestätigt werden konnte, können Abbilder durchs Röntgen oder einem CT Aufschluss geben. Insbesondere Verhärtungen, welche durch Fehl- oder Überbelastungen ausgelöst wurden, verheilen in den meisten Fällen ohne weitere Komplikationen. Dabei nimmt der Heilungsprozess jedoch einige Tage bis Wochen in Anspruch.

Behandlung und Therapie

In erster Linie werden bei Muskelverhärtungen der Wade Hausmittel angewendet. Zu diesen gehört Wärme, zum Beispiel in Form einer Wärmeflasche oder eines heißen Bades, und Massagen. Warme Umschläge, Saunen und Infrarotlicht können ebenfalls Abhilfe schaffen. Die Massage sollten vorsichtig ausgeführt werden und die Schmerzgrenze nicht übermäßig überschreiten.

Empfehlenswert sind zudem leichte Dehnübungen. Insbesondere bei stärkeren Muskelverhärtungen sollte diese bei dem ersten Mal jedoch nicht selbstständig ausgeübt werden. Stattdessen empfiehlt es sich, die Dehngrundlagen durch einen Physiotherapeuten zu erlernen, um sie schließlich alleine anwenden zu können. Auch beim Dehnen ist es wichtig, dass keine übermäßigen Schmerzen ausgelöst werden. Ist es nicht möglich, bestimmte Positionen einzunehmen, sollten Betroffene ihren Körper nicht dazu zwingen.

Neben äußerlichen Anwendungen ist es ebenfalls von großer Bedeutung, die Flüssigkeitsaufnahme anzupassen. Mineralhaltige Flüssigkeiten verfügen über einen lösenden Effekt. Konnten die Hausmittel keinen Erfolg verbuchen, stehen auch medizinische Optionen offen. Zu diesen gehören beispielsweise Magnesium-Präparate. Darüber hinaus werden oftmals entzündungshemmende Mittel verschrieben. Ziel der Medikamente ist es, eine entspannende und lockernde Wirkung zu erreichen.

Konnte der Arzt keine medizinische Ursache für das Auftauchen der Muskelverhärtung in der Wade finden, so muss diese durch eine Überbelastung entstanden sein. Die Trainingsmethoden sollten genau analysiert werden, um in der Zukunft belastende Bewegungen vermeiden zu können. Ist der Sport wirklich der Auslöser für die Verhärtung, ist es lediglich durch solche Maßnahmen möglich, eine weitere Verhärtung zu vermeiden.

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Vorbeugung

Muskelverhärtungen in der Wade können vorgebeugt werden. Insbesondere Sportler sollten auf ihre Flüssigkeitszufuhr achten. Wichtig ist ebenfalls die Aufnahme von Magnesium. Bei starker körperlicher Betätigung ist der Magnesiumbedarf erhöht. Bestimmte Lebensmittel sowie Lutschtabletten helfen dabei, einen Mangel vorzubeugen. Darüber hinaus sollte nie darauf verzichtet werden, sich vor dem eigentlichen Training aufzuwärmen. Gegen Ende der Trainingseinheit sollten Dehnübungen ins sportliche Programm integriert werden. Insbesondere bei sportlichen Aktivitäten, die draußen stattfinden, sollten die Muskeln vor Kälte geschützt werden. Warme Kleidung hilft dabei, Unterkühlungen vorzubeugen. Da diese der Muskulatur schaden, sollte im Winter Funktionskleidung Anwendung finden.

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