Intercostalneuralgie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Dezember 2014
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Die Intercostalneuralgie ist eine Erkrankung, die auch unter dem medizinischen Fachbegriff Nervenschmerz bekannt ist und sich auf einen typischen Körperbereich bezieht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Intercostalneuralgie?

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Medikamente gegen: Schmerzen

Bei der Intercostalneuralgie entstehen schmerzhafte Beschwerden, die sich im Bereich der Brust und/oder im Rücken manifestieren. Typisch für die Intercostalneuralgie, dass die sich Schmerzen eher gürtel- oder ringförmig ausdehnen und in der Regel auf diese zwei Zonen beschränkt bleiben. Der genau zwischen den Rippen und der brustwand angegebene Schmerz ist ziehend und kann über einen mehr oder weniger langen Zeitraum anhalten.

Patientinnen und Patienten, die unter einer Intercostalneuralgie leiden, geben an, dass sich die Intensität des Schmerzes durch Husten oder Niesen verstärkt.

Ursachen von Intercostalneuralgie

Die Ursachen für die Entstehung der Intercostalneuralgie sind recht unterschiedlich, sodass die kausalen Zusammenhänge derzeit noch nicht genau festgelegt werden können. Typische Auslöser für eine Intercostalneuralgie sind zum Beispiel solche Krankheitsbilder, die sich ursprünglich auf die Wirbelsäule oder die Lunge beziehen. Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen der Rippenknochen und des Rippenfells können zu einer Intercostalneuralgie beitragen.

Bei allen diesen Auslösern treten mechanische Einwirkungen auf die Nervenwurzeln auf. Diese werden bei der Intercostalneuralgie durch die Entzündungen und Einengungen hervorgerufen. Eine Intercostalneuralgie hängt meist auch mit verschiedenen Herz-, Magen- Gallen- oder Lebererkrankungen oder mit einer Gürtelrose zusammen. Auch Knochenbrüche, krankhafte Veränderungen an den Nervenwurzeln und Schmerzen der weiblichen Brust können eine Ursache für die auftretenden Symptome sein.

Symptome und Verlauf von Intercostalneuralgie

Die bei einer Intercostalneuralgie zu beobachtenden Symptome stellen einen wichtigen Beitrag für eine gesicherte Krankheitserkennung dar. Neben den bereits beschriebenen Schmerzen beschreiben die von einer Intercostalneuralgie Betroffenen Missempfindungen wie kribbelnde Erscheinungen oder Taubheitsgefühle der Haut. Außerdem treten typische Fehlhaltungen auf, welche sich in einer anormalen Körperhaltung ausdrücken. Begleitet wird eine Intercostalneuralgie des Weiteren durch Schmerzen, die nicht nur weniger stark, sondern auch anfallsartig und heftig sein können. Im fortgeschrittenen Stadium einer Intercostalneuralgie sind eine eingeschränkte Atmung und sogar Atembeschwerden klassisch. Das Einatmen wird dabei durch die Schmerzen begrenzt.

Diagnose von Intercostalneuralgie

Bei der Diagnose der Intercostalneuralgie geht es zunächst darum, eine möglichst genaue Beschreibung der Krankheitszeichen von den Patientinnen und Patienten zu erhalten. Erweitert werden die diagnostischen Maßnahmen durch die manuelle Tastung durch den Arzt. So können die schmerzhaften Punkt erfasst werden. Da die Schmerzen örtlich eng beieinander liegen und sich an bestimmten Nervenwurzel hinziehen, ist dies schon ein eindeutiges Zeichen auf einen Intercostalneuralgie. Um eine eher unklare Diagnostik zu spezifizieren, werden medizinisch-technische Apparaturen wie bildgebende Verfahren, das EKG und die sogenannte Myelografie durchgeführt. Bei der Myelografie werden insbesondere der Spinalkanal (Nervenkanal) und die Wirbelsäule begutachtet. Das EKG dient zur Erkennung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Behandlung von Intercostalneuralgie

Die Behandlung der Intercostalneuralgie ist möglich und hängt im einzelnen Fall immer von den Resultaten der Diagnostik sowie von bestehenden Vor- oder Begleiterkrankungen ab. Die Therapie ist relativ breit gestreut und muss individuell genau abgeklärt werden.

Neben dem Einsatz von Medikamenten beinhaltet die Behandlung der Intercostalneuralgie ebenfalls die Verschreibung von physiotherapeutischen Maßnahmen sowie der Elektrotherapie. Das bedeutet im Einzelfall, dass die betroffenen Erkrankten bei einer Intercostalneuralgie mit einer Vielzahl hoch wirkungsvoller Arzneimittel versorgt werden können. Diese beinhalten neben den Schmerzmedikamenten (teilweise sogar Opiodie und Muskelrelaxantien) die Injektionen. Diese werden mit lokal wirkenden Betäubungsmitteln vorgenommen und lindern ebenfalls die schmerzhaften Einschränkungen.

Ergänzt werden die medikamentösen Methoden durch die physiotherapeutischen Anwendungen. Diese umfassen je nach Ausmaß der Erkrankung die manuelle Therapie und heilende Massagen. Im Rahmen der Physiotherapie können die Patientinnen und Patienten mit einer Intercostalneuralgie mit Wärme oder Kälte oder Druck behandelt werden. Die manuelle Therapie basiert auf dem Ausüben spezieller Handgriffe, die örtlich gezielt einwirken. und hinlänglich durch das Lösen von Nervenblockaden bekannt geworden sind.

Bewährte Heilmassagen sind bei einer Intercostalneuralgie ebenfalls sinnvoll, weil durch die Klopfungen, Streichungen oder das Kneten unter Umständen eine Linderung der Beschwerden herbeigeführt werden kann. Meist werden die einzelnen Maßnahmen bei der Intercostalneuralgie im Komplex angeboten.

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Vorbeugung von Intercostalneuralgie

Die Mediziner sind sich einig, dass es schwierig ist, einer Intercostalneuralgie unmittelbar vorzubeugen. Durch ausreichende körperliche Bewegung können einige Ursachen für die Intercostalneuralgie vermieden werden. Das heißt, dass sich verhärtete und verkürzte Bindegewebe und Muskeln in den Zwischenrippen gar nicht erst ausprägen können.

Darüber hinaus kann eine aktive Krankengymnastik dazu beitragen, Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur des Schultergürtels und der Wirbelsäulenmuskulatur der oberen und mittleren Areale vorzubeugen.

Um einer Intercostalneuralgie vorzubeugen, ist es sinnvoll, sich im Alltag wirbelsäulenschonend zu bewegen und Fehlhaltungen sowie die Muskulatur und das Bindegewebe schädigende Überlastungen und damit vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Fidelius kommentierte am 04.02.2015 um 22:22 Uhr

Ich habe 12 Tage vollstationär im Krankenhaus wegen Flankenschmerzen gelegen. Man hat mich gründlich untersucht, um eine Ursache meiner Flankenschmerzen, die durchaus stark waren, festzustellen. Die Ursache hat man aber nicht gefunden. Man entließ mich mit dem Hinweis, dass es vermutlich eine Intercostalneuralgie sei und ich in eine Uni-Klinik gehen solle. Man konnte mir nicht helfen. Mein Hausarzt hat mir alle Beschwerden und Schmerzen mit Kortison genommen. Nach der Kortison-Behandlung hatte ich keine Schmerzen und auch keine Probleme mit den genannten Flankenschmerzen mehr.

Tamara kommentierte am 08.03.2016 um 23:35 Uhr

Mein Sohn ist 13 Jahre und bei ihm wurde eine Intercostalneuralgie festgestellt, durch einen ziehenden Schmerz unterhalb der linken Achselhöhle und oberhalb des linken Brustkorbs. Das EKG war unauffällig. Der Arzt berührte nur eine bestimmte Stelle, die gleich schmerzte. Mein Sohn erwähnte letztens, dass er ein leichtes Ziehen spürte, am Rücken im Lungenbereich und es momentan nur beim Ausatmen unangenehm ist. Er ist schlank und seine Schultern hängen leicht nach vorne. Aber wie kommt man in dem Alter daran und geht das wirklich von selbst weg? Der Arzt meinte, man könne da nichts machen und das geht wieder weg. Wenn es weh tut, soll er Schmerzmittel nehmen. Ich will ja keine Panik aufbauen aber ist das wirklich auf die leichte Schulter zu nehmen? Habe mal gelesen, dass das ein Symptom von etwas ist. Muss das dann nicht richtig abgeklärt werden? Oder sollte ich wirklich erst noch warten? Danke für die Antwort!