Hausmittel gegen Verbrennung (Verbrühung)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. Juni 2015
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Bei einer Verbrennung wird die Haut durch Strom, trockene oder feuchte Hitze verbrannt. Die häufigste Ursache ist heißes Fett, kochendes Wasser oder ein Unfall. Verbrennungen werden in 3 Kategorien unterteilt. Verbrennungen 1. Grades: Spannungsgefühl, Schwellung und Rötung der Haut und Schmerzen; Verbrennungen 2. Grades: Schwellung und Blasenbildung; Verbrennung 3. Grades: verkohlte Haut (rot, weiß oder schwarz) und anfangs schmerzlos.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Verbrennung (Verbrühung)?

  • Das wichtigste Hausmittel gegen Verbrennung und als allererstes auszuführende Selbsthilfemaßnahe ist die verbrannte Stelle für etwa 20 Minuten unter fließendes, kaltes Wasser zu halten. Sofern kein Wasser vorhanden ist, kann auch eine andere Flüssigkeit (Eistee oder Milch) verwendet werden. Sie darf nicht irritierend sein (Cola).
  • Durch das Naturheilmittel Echinancea wird zum einen die Infektionsabwehr des Körpers verbessert und zum anderen die Regeneration der Haut. Dreimal am Tag werden 15 Tropfen einer Tinktur mit Wasser vermischt eingenommen.
  • Bei Verbrennungen im Mund ist Kühlung wieder der erste Schritt. Am besten den Mund unter kaltes, laufendes Wasser halten. Noch besser helfen Eiswürfel, wenn welche vorhanden sind. Nach dem Kühlen kann mit einer Salzwasserlösung (1 Teelöffel Salz auf 300 ml Wasser) gegurgelt werden. Durch das Salz werden Keime abgetötet und die verbrannten Stellen desinfiziert sowie gesäubert. Bei Kindern sollte diese Salzlösung nicht angewandt werden, da beim Schlucken Lebensgefahr entstehen kann.

Schnelle Hilfe bei Verbrennung (Verbrühung)

  • Bei einer Verbrennung sind sofort Kleidung oder Schmuckstücke zu entfernen, da die Wunde noch anschwillt und sich dadurch Einschnürungen ergeben können. Dann für 20 Minuten kühlen.
  • Einen provisorischen Verband aus Klarsichtfolie oder einer sauberen Plastiktüte herstellen. Nach der Kühlung kann auch ein feuchtes Tuch aufgelegt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass Brandblasen nicht aufplatzen, da dadurch eine mögliche Infektion der Wunde entstehen kann.
  • Nach diesen ersten Behandlungsschritten sollte die Wunde für 24 Stunden in Ruhe gelassen werden. Am besten einen losen Verband umlegen, damit die Haut die Wunde nicht verklebt und außerdem beim Entfernen die neue Haut nicht wieder abgerissen wird. Sobald eine Brandblase platzt, sollte der Bereich gereinigt und eine antibakterielle Salbe aufgetragen werden.

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Alternative Heilmittel

  • Nach etwa 2 bis 3 Tagen können alternative Heilmittel gegen Verbrennungen angewandt werden. Omas Hausmittel gegen Verbrennungen sind Kamillenblüten. Einfach einen Wattebausch in starkem Kamillentee tränken du auf die Wunde legen.
  • Das Gel der Aloe Vera Pflanze kühlt die verbrannte Haut, lindert den Schmerz, spendet Feuchtigkeit und hält Bakterien fern. Einfach ein Blatt der Pflanze aufschneiden und den Saft auftragen oder ein käufliches Aloe Vera Gel verwenden.
  • Es gibt Salben, die enthalten den Wirkstoff Hypericin. Dies ist ein Bestandteil der gelben Blüten des Johanniskrautes und sehr bekannt für seine wundheilende Wirkung. Es kann jedoch auch selbst eine Kompresse mit der heilenden Substanz hergestellt werden. Einfach einen Teelöffel der getrockneten gelben Blüten in einer Tasse Wasser mit heißem Wasser übergießen und 6 Minuten ziehen lassen. Anschließend ein Tuch darin tränken und auf die Wunde legen.
  • Ein anderes homöopathisches Heilmittel gegen Verbrennungen ist Urtica. Diese Salbe auf die verbrannten Stellen auftragen, sofern diese keine Blasen bilden.

Wenn jedoch Blasenbildung auftritt, kann dagegen das Naturheilmittel Cantharis eingenommen werden. Diese Globuli sind in Onlineapotheken erhältlich. Es werden stündlich 5 Globuli eingenommen.

Weitere Informationen sind unter Verbrennung (Verbrühung) zu finden. Verbrennungen 1. Grades können bis zu einer handflächengroßen Stelle gut selber behandelt werden. Wenn Verbrennungen 2. Grades die Größe eines 2 Eurostückes überschreiten, sollte ein Arzt eingeschaltet werden. Alle Verbrennungen 3. Grades benötigen eine ärztliche Behandlung. Sobald bei leichteren Verbrennungen das Opfer fröstelt, Fieber und Erbrechen bekommt, oder wenn Eiter an der verbrannten Stelle austritt, sollte zum Arzt gegangen werden.

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Weitere Infos

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Kheda kommentierte am 04.08.2015 um 22:07 Uhr

Bei kleinen Verbrennungen oder Verbrühungen verwende ich immer Zahnpasta. Zuerst muss man natürlich mit kaltem Wasser abkühlen, dann Zahnpasta auftragen. Das kühlt gut und nach einem Tag vergisst man, dass man sich verbrannt hat. Aber dies sollte man nur auf kleinen Stellen von Spritzern anwenden. Nicht bei größeren Stellen und starken Verbrennungen.