Hausmittel gegen Kater

Letzte Aktualisierung am 1. Februar 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Wer kennt nicht das Gefühl eines Katers nach einer durchzechten Nacht. Einem ist schlecht, der Kopf hämmert und manchmal bekommt man sogar Schweißausbrüche. Durch den Alkohol verliert der Körper Flüssigkeit und Mineralien. Ein paar Hausmittel gegen Kater helfen die Auswirkungen in Grenzen zu halten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kater?

Bei einem Kater handelt es sich um die Gesamtheit der Symptome einer leichten Alkoholvergiftung. Er beschreibt daher die - meist am nächsten Morgen spürbaren - Folgen von Alkoholgenuss. Dabei sind Kopfschmerzen, das Gefühl von Schwere, eine Flauegefühl im Magen, Appetitlosigkeit und leichtes Zittern leichte körperliche Symptome. Eine Gastritis und Erbrechen können ebenfalls vorkommen. Psychisch kommen noch Gereiztheit, depressive Verstimmungen, Gedächtnislücken (bekannt als Filmriss) und Antriebslosigkeit in Betracht.

Die Symptome einer leichten Alkoholintoxikation sind dabei nicht fix, sondern variieren von Mensch zu Mensch sehr stark. Dabei ist das Auftreten eines Katers ebenfalls nicht an eine bestimmte Menge konsumierten Alkohols gebunden. Vielmehr verhält es sich so, dass die Art des Alkohols, die körperliche Konstitution und die Nahrungsaufnahme einen großen Einfluss auf die Auswirkungen der Alkoholintoxikation haben.

So sind Fuselalkohole eher damit verbunden, einen Kater auszulösen. Gleichzeitig wirken Kohlensäure und Zucker befördernd. Menschen, die insgesamt weniger Alkohol konsumieren, sind anfälliger für die Folgen des Alkoholkonsums usw. Das Auftreten eines Katers ist eine sehr individuelle Sache: So gibt es auch Menschen - insbesondere solche, die sehr regelmäßig Alkohol konsumieren - die nie oder kaum unter einer leichten Alkoholintoxikation zu leiden scheinen.

Wer ist betroffen?

Ein Kater kann jeden Menschen betreffen, der Alkohol konsumiert hat. Grundsätzlich ist die Verstoffwechselung von Ethanol bei allen Menschen gleich. Dennoch gibt es Personen, die aufgrund ihres Enzymhaushaltes besonders gefährdet sind, einen Kater zu erleiden. Schon geringe Trinkmengen können ihn auslösen. Bei anderen Menschen benötigt es hingegen ein Vielfaches der Alkoholmenge, um einen Kater zu provozieren. Kinder können insgesamt schneller eine leichte Alkoholvergiftung erleiden als Erwachsene, was vor allem auf das geringere Gewicht und die fehlende Konditionierung zurückzuführen ist.

Die Symptome eines Katers können zudem auch bei anderen Vergiftungen (beispielsweise bei einer Benzinvergiftung) auftreten. Somit ist es möglich, dass sich ein Mensch verkatert fühlt, ohne Alkohol getrunken zu haben.

Ursachen

Die Ursache der Intoxikation selbst besteht dabei vor allem in Dehydration infolge des Alkoholkonsums. Der Körper scheidet im Zuge des Abbaus von Alkoholen mehr Wasser aus, als er aufgenommen hat. Dies führt zu den erwähnten Kopfschmerzen, sorgt aber auch für einen Entzug von Nährstoffen aus dem Blut. Dies begünstigt wiederum alle anderen Symptome. Dazu kommt eine Denaturierung und Stimulierung körpereigener Zytokine, welche in ihrer Funktion beeinträchtigt werden oder funktionslos werden. Diese sind für Ausschüttungs- und Neubildungsprozesse durch und von Zellen verantwortlich. Werden die Zytokine gestört, zieht dies also auch eine Störung der Bildung von Abwehrkörpern, Blutkörperchen usw. nach sich. Dies beeinträchtigt auch das Nervensystem.

Was hilft gegen Kater?

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Medikamente gegen: Kopfschmerzen

  • Am besten ist es dem Impuls des Erbrechens nachzugeben. Dadurch entledigt sich der Körper der Giftstoffe und es geht einem meist kurz danach schon besser. Außerdem ist der Kater am nächsten Tag weniger ausgeprägt.
  • Wenn man abends schon bemerkt, dass es zu viel war und der nächste Tag bestimmt von einem Kater begleitet ist, sollte man unbedingt viel Wasser trinken. Am besten auch noch etwas Kleines zu sich nehmen, denn der Körper braucht genauso wie die Flüssigkeit auch Elektrolyte. Zum Beispiel eine Hühnersuppe frischt den gesunken Kalium- und Salzspiegel wieder auf. Wenn man es abends nicht mehr hinkriegt, hilft es auch morgens nach dem aufwachen eine Hühnersuppe zu sich zu nehmen.
  • Bei hochprozentigem Alkohol ist es besser den reinen Gin oder Wodka verschiedenen Mixgetränken vorzuziehen. Denn hier befinden sich weniger Zusatzstoffe, die am nächsten Tag den Kater durch stärkere Übelkeit und Kopfschmerzen verstärken.
  • Genauso verhält es sich mit Rot- und Weißwein. Zwar ist Rotwein gesünder, aber in Weißwein sind weniger Zusatzstoffe enthalten.

Schnelle Hilfe

  • Ein großes Glas voll mit Orangen- oder Grapefruitsaft hilft gegen einen Kater. Die darin enthaltene Fruktose beschleunigt den Abbau des Alkohols.
  • Schmerzmittel sind ein willkommenes Mittel gegen Kater. Doch sollte man darauf achten, kein Paracetamol einzunehmen, da es der Leber im Zusammenhang mit dem Alkohol Schaden zufügt. Besser sind in diesem Fall ASS oder Ibutropfen.
  • Nach dem Aufwachen ist es bei einem Kater sehr hilfreich sobald wie möglich einen Kaffee zu trinken. Das Koffein verengt die geweiteten Blutgefäße im Kopf, wodurch der Kopfschmerz nachlässt. Doch sollte man zusätzlich auch genug Wasser trinken, da Kaffee harntreibend wirkt und dadurch der Flüssigkeitsmangel verstärkt werden kann.



Alternative Heilmittel

  • Ein alternatives traditionelles Heilmittel gegen Kater aus China ist Kudzu. Es wird bei Alkoholvergiftungen angewandt und hilft somit auch bei einem Kater. Manche Reformhäuser führen Kudzutinkturen, aber es kann auch im Internet erworben werden. Die Dosierungsanleitung wird mitgeliefert.
  • Ein weiteres alternatives Mittel zur Selbstheilung ist ein Bananen-Honig-Milchshake. Einfach 200 ml Milch mit einer Banane und einem Teelöffel Honig pürieren. Durch die Banane wird dem Körper Kalium geliefert und der Honig ist reich an Fructose.
  • Gegen Kater gibt es ein homöopathisches Heilmittel zu kaufen: Nux vomica. Alle 4 Stunden werden 4 kleine Perlen auf die Zunge gelegt bis sie sich auflösen.
  • Ein alternatives Heilmittel das jeder kennt ist während des Alkoholkonsums etwas zu essen. Am besten eine leicht fettige Mahlzeit. Viele schwören auf einen Löffel Olivenöl, da sich die Fettsäuren auf die Darmwände legen und der Alkohol so langsamer aufgenommen wird.
  • Außerdem sollte beim Konsum von Alkohol darauf geachtet werden, dass man ihn langsam zu sich nimmt Dadurch hat die Leber genug Zeit den Alkohol abzubauen und es kommt weniger im Gehirn an. So beugt langsames Trinken einem Kater vor.

Weitere Informationen sind unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Alkohol zu finden. Wenn der Kater sich nicht nach 24 Stunden von alleine erledigt, sollte ein Arzt aufgesucht haben. Wer sich an Ereignisse der durchzechten Nächte des Öfteren nicht mehr erinnern kann und regelmäßig einen Kater hat, leidet möglicherweise an einem Alkoholproblem und sollte darüber mit einem Arzt sprechen.

Bücher über Kater und Alkoholismus

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